Rheinland-Pfalz & SaarlandNach Kampfjet-Absturz - "Man lebt damit"

Ein US-Kampfjet stürzt auf der Airbase Spangdahlem ab – der Pilot rettet sich per Schleudersitz. Wie reagieren die Menschen auf das Risiko vor ihrer Haustür?
Spangdahlem (dpa/lrs) - Der Absturz eines US-Kampfjets auf der Airbase Spangdahlem in der Eifel macht die Menschen in der Region betroffen und nachdenklich. "Angst löst er aber nicht aus", sagte der Ortsbürgermeister in Spangdahlem, Alois Gerten, der Deutschen Presse-Agentur.
Es sei in der Region bekannt, dass man hier einen Militärflugplatz habe und man sei sich bewusst, dass da eine Gefahr da sei. "Man lebt damit", sagte Gerten. Und zwar ohne, "dass man sich täglich ängstliche Gedanken macht".
In den vergangenen Jahrzehnten seien immer mal wieder Maschinen abgestürzt, die aber glücklicherweise immer außerhalb von bewohntem Gebiet nach unten gekommen seien. "Man möchte nicht, dass was passiert. Aber man kann es auch nicht ganz ausschließen."
Der US-Flugplatz Spangdahlem im Eifelkreis Bitburg-Prüm sei für die Region ein wichtiger Arbeitgeber und Wirtschaftsfaktor. Man lebe seit vielen Jahren "in einer nachbarschaftlichen Verbindung".
Absturz nahe der Landebahn
Am Dienstag war ein US-Kampfjet vom Typ F-16 auf dem Rückflug auf dem Gelände des US-Stützpunktes abgestürzt. Laut Gerten ging die Maschine rund zehn Meter vor der Landebahn an einem Golfplatz auf der Airbase nieder. Der Pilot rettete sich den Angaben zufolge per Schleudersitz. Die Ursache des Unglücks ist noch unklar.
Die F-16 der US-Luftwaffe gehört zum 52. Jagdgeschwader, das auf dem US-Militärstützpunkt stationiert ist. Zur Staffel gehören rund 20 Flugzeuge, sie unterstützt weltweit Einsätze der US Air Force und der Nato.