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Rheinland-Pfalz & SaarlandRund 350 Orte sind beim Tag des offenen Denkmals zu sehen

11.09.2026, 03:31 Uhr
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(Foto: Uwe Anspach/dpa)

Unterirdische Wege, historische Mühlen und ein Teehaus mitten in den Weinbergen: Zum Tag des offenen Denkmals gibt es in Rheinland-Pfalz viel zu entdecken.

Mainz (dpa/lrs) - Von der römischen Keramikbrennerei bis zur mittelalterlichen Kaiserpfalz: Mehr als 350 historische Orte können an diesem Sonntag zum Tag des offenen Denkmals besichtigt werden. Das diesjährige Motto lautet "Netzwerke: Denkmale und Infrastruktur".

Dabei stehen Bauwerke im Mittelpunkt, die Menschen, Orte und Regionen miteinander verbinden oder versorgen, wie die Generaldirektion Kulturelles Erbe (GDKE) ankündigt. Begleitet wird der Aktionstag von Führungen, Ausstellungen, Vorträgen und weiteren Programmpunkten.

Was ist der Tag des offenen Denkmals?

Der Tag des offenen Denkmals ist der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) zufolge die größte Kulturveranstaltung Deutschlands und findet jährlich am zweiten Sonntag im September statt. Der Aktionstag wird seit 1993 von der DSD bundesweit koordiniert. Viele Denkmäler in Rheinland-Pfalz, die sonst nicht oder nur eingeschränkt zugänglich sind, können an diesem Tag besichtigt werden. Sieben Beispiele:

Kaiserpfalz Ingelheim

In der Kaiserpfalz Ingelheim können Besucherinnen und Besucher eine Reise ins Frühmittelalter unternehmen. Die von Karl dem Großen gegründete Anlage zählt zu den bedeutendsten ihrer Art, wie DSD auf ihrer Webseite mitteilt. Im Mittelpunkt steht in diesem Jahr das 25-jährige Jubiläum der Öffnung der Aula Regia, des einstigen Thron- und Empfangssaals. Außerdem werden die neue Kulturmeile zwischen Kaiserpfalz und Innenstadt sowie eine Freiluftausstellung zur Geschichte des Denkmals vorgestellt.

Forum Alte Post in Pirmasens

Früher gingen hier Briefe auf die Reise, heute finden Kulturveranstaltungen statt: Das Forum Alte Post in Pirmasens wurde 1893 als Königlich Bayerisches Postamt erbaut. Besucher können der Stadt zufolge einen Blick auf den Gründerzeitbau mit seinem Kuppelsaal und Mosaiken werfen.

Römische Keramik-Brennöfen in Rheinzabern

Wie moderne Technik vor fast 2.000 Jahren aussah, kann man sich in Rheinzabern bei Germersheim anschauen. Dort sind nach Angaben der DSD zwei Brennöfen an ihrem ursprünglichen Ort erhalten. Bei Führungen erfahren Besucher, wie die Römer hier Feinkeramik in großen Mengen herstellten und welche Bedeutung die Brennerei für den Handel hatte.

Feste Kaiser Franz in Koblenz

Wer es etwas geheimnisvoller mag, ist an der Feste Kaiser Franz richtig. Die ehemalige preußische Festungsanlage bietet Führungen durch unterirdische Gänge und das Kriegs-Pulvermagazin III. Zu entdecken gibt es zudem den einzigen erhaltenen Festungsbackofen der früheren Festung Koblenz-Ehrenbreitstein, wie die Mosellandtouristik auf ihrer Webseite schreibt.

Teehaus Ruppertsberg

Mitten in den Weinbergen oberhalb von Ruppertsberg bei Bad Dürkheim liegt das historische Teehaus aus dem Jahr 1844. Nachdem es 2014 bei einem Brand schwer beschädigt worden war, wurde es mit viel Engagement wiederaufgebaut. Am Tag des offenen Denkmals gibt es an dem beliebten Veranstaltungsort Führungen, Musik sowie Speisen und Getränke.

Altes Sägewerk/Mittelmühle in Bellheim

Die Mittelmühle gilt laut dem Pfalz Touristik-Verband als die älteste nachweisbare Mühle in Bellheim und blickt auf eine Geschichte bis ins 17. Jahrhundert zurück. Zum Tag des offenen Denkmals verwandelt sich die Mühle, die ab dem 19. Jahrhundert zu einem alten Sägewerk umgebaut wurde, in einen Kinosaal. Gezeigt werden historische Ortsfilme und ein neuer Film über die 750-jährige Geschichte des südpfälzischen Ortes. Ergänzt wird das Programm durch Vorträge und kostenfreie Führungen.

Alte Nahebrücke mit Brückenhäusern

Die Alte Nahebrücke zählt zu den bekanntesten Wahrzeichen von Bad Kreuznach. Die mittelalterliche Steinbrücke entstand nach Angaben des Hunsrück-Nahe Tourismus um 1300 und war über Jahrhunderte die wichtigste Verbindung zwischen Altstadt und Neustadt. Besonders auffällig sind die historischen Brückenhäuser, die teilweise seit rund 400 Jahren erhalten sind. Am Tag des offenen Denkmals bieten Führungen Einblicke in die Baugeschichte der Brücke.

Quelle: dpa

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