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Sachsen-AnhaltNeuer Landesentwicklungsplan für Sachsen-Anhalt beschlossen

11.08.2026, 15:10 Uhr
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Welche Flächen dürfen künftig wie genutzt werden? Der neue Landesentwicklungsplan legt fest, wo in Sachsen-Anhalt Gewerbe, Rohstoffabbau oder Naturschutz Vorrang haben.

Magdeburg (dpa/sa) - Wo dürfen in Sachsen-Anhalt neue Gewerbegebiete entstehen und wo können Rohstoffe abgebaut werden? Nach der Berücksichtigung von mehr als 11.000 Hinweisen und einem jahrelangen Verfahren hat Sachsen-Anhalts Landesregierung jetzt einen neuen Landesentwicklungsplan beschlossen. Flächen könnten meistens nur einem Ziel dienen, sagte Infrastrukturministerin Lydia Hüskens (FDP) nach der Kabinettssitzung in Magdeburg. Man habe alle Hinweise abgewogen.

Der Landesentwicklungsplan (LEP) ist das zentrale raumplanerische Steuerungsinstrument des Landes. Er legt fest, wie Flächen künftig genutzt werden sollen - von Industriegebieten über Windkraftstandorte bis hin zu Naturschutz und Verkehr. Der neue Plan soll im September in Kraft treten.

Hinweise führten zu Änderungen

"Mit dem LEP 2026 stellen wir die Weichen für die Zukunft unseres Landes. Im Mittelpunkt stehen die wirtschaftliche Entwicklung und die Stärkung des ländlichen Raums", betonte Hüskens. "Demografie, Klima- und Strukturwandel, Energiewende und Digitalisierung prägen unsere Gegenwart viel stärker als noch vor zehn Jahren."

Laut der Ministerin führte eine Vielzahl der eingegangenen Hinweise zu Änderungen, Anpassungen oder Ergänzungen. Umstritten war etwa die Gewinnung von Rohstoffen, sagte Hüskens. Sie könne verstehen, dass Anwohner in der Nähe von Hartgesteinsabbau nicht begeistert seien, wenn dort Vorranggebiete entstünden, so die FDP-Politikerin. "Wir hatten sehr viel Einwendungen im Bereich Gipskarst."

Mit der Festlegung der drei zusätzlichen Mittelzentren Genthin, Jessen und Gardelegen sowie eines gemeinsamen Mittelzentrums der Hansestädte Osterburg und Seehausen sollen die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, dass die Menschen auch außerhalb der größeren Städte verlässlich Zugang zu Einrichtungen der Daseinsvorsorge haben. Diese Kommunen erhalten damit etwa höhere finanzielle Zuweisungen des Landes.

Quelle: dpa

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