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SachsenChina nicht mehr wichtigster Exportpartner

07.10.2026, 11:03 Uhr
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Jahrelang ist China wichtigster Exportpartner für Sachsen. Nun hat sich das Verhältnis deutlich geändert. Was Autos damit zu tun haben.

Kamenz (dpa/sn) - China hat seine Rolle als wichtigster Exportpartner für Sachsens Wirtschaft verloren. Im ersten Halbjahr dieses Jahres exportierte der Freistaat Waren im Gesamtwert von 1,9 Milliarden Euro nach China und damit 31 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Landesamt mitteilte.

Die nach China exportierten Waren machten demnach einen Anteil von rund 7 Prozent am 26,2 Milliarden Euro umfassenden sächsischen Gesamtexport aus. Das asiatische Land mit einem gigantischen Absatzmarkt fiel somit auf den dritten Platz als wichtigster Handelspartner für Sachsen – nach den USA und dem Vereinigten Königreich. "Von 2009 bis 2024 stand die Volksrepublik zuvor ununterbrochen an der Spitze", so das Landesamt.

Deutliche Exporteinbrüche bei Autos

Grund für den deutlichen Rückgang seien Exporteinbrüche bei Autos und anderen Erzeugnisse des Kraftfahrzeugbaus. Deren Warenwert habe sich in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres auf 760 Millionen Euro nahezu halbiert.

Gleichzeitig sei die Automobilindustrie für Sachsen ein umsatzstarker Wirtschaftszweig und wichtiger Arbeitgeber, betonten die Statistiker. Im Durchschnitt waren im ersten Halbjahr rund 37.000 Menschen bei Auto- und Autoteilenherstellern beschäftigt. Die sächsische Automobilindustrie setzte in dem genannten Zeitraum 11,4 Milliarden Euro um. Allerdings waren das verglichen mit den ersten sechs Monaten des Vorjahres rund 7 Prozent weniger Beschäftigte und 10 Prozent weniger Umsatz.

Importe wachsen

Umgekehrt importierte Sachsen aus China im ersten Halbjahr Waren im Gesamtwert von 2,56 Milliarden Euro und damit 8 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Insgesamt ging der Wert der nach Sachsen importierten Waren um 4 Prozent auf 19,2 Milliarden Euro zurück.

Quelle: dpa

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