Regionalnachrichten

SachsenSchlösserland Sachsen zählt rund zwei Millionen Gäste

17.03.2026, 12:28 Uhr
Schloss-Moritzburg-gehoert-zu-den-Aushaengeschildern-von-Schloesserland-Sachsen

Sachsens Schlösser und Gärten sind nicht nur bei Touristen beliebt. Auch Einheimische besuchen oft die geschichtsträchtigen Orte. Nun steht die neue Saison an.

Dresden (dpa/sn) - Die Schlösser, Burgen und Gärten (SBG) in Sachsen bleiben ein Besuchermagnet. Im vergangenen Jahr strömten gut zwei Millionen Gäste in die kostenpflichtigen Anlagen - etwa genauso viele wie im Jahr zuvor, gab der Staatsbetrieb Schlösserland bekannt. Schloss Pillnitz samt Park war mit rund 313.000 Gästen das Ziel mit den meisten zahlenden Besuchern, auch wenn es fast 94.000 weniger waren als 2024. Als Grund wurden nicht nur das schlechte Wetter genannt. Auch der eingeschränkte Betrieb der Dampfschifffahrt auf der Elbe und die Schließung des Kunstgewerbemuseums führten demnach zum Schwund.

Mehr als die Hälfte der Einnahmen aus Ticketverkäufen

Schloss Moritzburg steht mit 306.000 Gästen zu Buche (Vorjahr: 278.000). Die Dresdner Parkeisenbahn im Großen Garten beförderte 224.000 Fahrgäste (221.000). Der Staatsbetrieb konnte seinen Umsatz um zwei Prozent auf mehr als 13,5 Millionen Euro steigern. Über die Hälfte der Einnahmen stammt aus Tickets für die Museen. Der Zuschuss vom Freistaat Sachsen belief sich 2025 auf 16,8 Millionen Euro (2024: 16,0 Millionen Euro).

"Anfang des Jahres haben wir uns doch eine ganze Reihe an Sorgen gemacht, machen müssen, auch wie so oft wegen des Geldes. Wird es reichen? Wie können wir vorausschauend planen?", sagte Schlösserland-Chef Christian Striefler. Man habe an vielen Orten Dinge einschränken müssen. Allerdings hätten sich die Kostensenkungen für Besucher nicht so bemerkbar gemacht.

Schlösserland mit Sparkonzept

Fast alle Standorte führten zusätzliche Schließtage ein. Schloss Nossen wurde geschlossen, Betriebszeiten der Wasserspiele wurden reduziert, auf Sonderausstellungen verzichtet, manche Veranstaltungen gestrichen. Dennoch habe sich das Jahr 2025 trotz düsterer Vorzeichen als sehr erfolgreich entwickelt, teilte der SBG-Betrieb mit. Er führt das vor allem auf erfolgreiche Ausstellungen wie die Aschenbrödel-Schau in Moritzburg zurück.

Energiekosten konnten reduziert werden

Auch sinkende Energiekosten trugen dazu bei, Kostendruck zu senken. Im Klosterpark Altzella eine Photovoltaikanlage in Betrieb. Das Palmenhaus im Schlosspark Pillnitz erhielt einen maßgeschneiderten "Energieschirm": Das einseitig verglaste, historische Pflanzenschutzhaus beherbergt exotische Pflanzen, die konstante Temperaturen brauchen und hat daher einen enormen Energiebedarf. Durch eine zusätzliche Schutzschicht, die nun im Winter nachts ausgefahren wird, werden Einsparungen von bis zu 30 Prozent erwartet.

Große Bauvorhaben vollendet

2025 geht zudem als Jahrgang in die Geschichte von Schlösserland ein, in dem große Projekte ihren Abschluss fanden. Im Juni öffnete die neue Dauerausstellung "Kuhstall und Silberteller" im Barockschloss Rammenau. Die vollständig erhaltene barocke Schlossanlage steht nun das ganze Jahr im Fokus und ist auch wieder Schauplatz von Trauungen und Konzerten. Der Zwingerhof in Dresden wurde nach viereinhalb Jahren Sanierung fertig.

Klimawandel macht Baumfällungen erforderlich

Ein Kostenfaktor bleiben die Aufwendungen für die Kontrolle und Pflege von Bäumen sowie Nachpflanzungen in den Schlossparks. Die Summe belief sich im vergangenen Jahr auf 3,8 Millionen Euro. "Die Folgen des Klimawandels machten besonders viele Sperrungen im Großen Garten nötig. Seit März 2025 waren viele Bereiche des Parks aus Verkehrssicherheitsgründen abgesperrt", hieß es. Insgesamt mussten in allen Parks 475 Bäume beseitigt werden. Um Folgen des Klimawandels zu begegnen, betreibt Schlösserland inzwischen eine eigene Baumschule.

Erhalt der Gebäude und Anlagen geht weiter

Trotz finanzieller Engpässe wurden auch 2025 zahlreiche Vorhaben zum baulichen Erhalt der Schlösser, Burgen und Gärten umgesetzt. Das soll auch 2026 so bleiben. Im Schloss Moritzburg wird unter anderem die Sanierung der Ledertapeten fortgesetzt. Auf der Albrechtsburg in Meißen geht die Restaurierung der Wandbilder weiter. Zudem haben Planungen für die Sächsische Landesausstellung 2029 begonnen. Auf Burg Gnandstein sind Baumaßnahmen im Westflügel und Bettenhaus in vollem Gange.

Quelle: dpa

Regionales