SachsenVögel brauchen bei Hitze menschlichen Beistand

Bei Hitze sollten Menschen den Wildvögeln in der Stadt "unter die Flügel greifen". In diesen Tagen finden Spatz und Co. kaum noch Wasserstellen im Freien. Eine Vogeltränke kann Abkühlung bieten.
Dresden (dpa/sn) - Wildvögel sind an Hitzetagen auf menschlichen Beistand angewiesen. "Sie benötigen an heißen Tagen deutlich mehr Wasser. Dieses ist aber in Parks, Gärten und der freien Landschaft kaum vorhanden", teilte die Landesstiftung Natur und Umwelt mit. Besonders Jungvögel und kleinere Vogelarten seien betroffen. Wasser werde nicht nur zur Flüssigkeitsaufnahme benötigt, sondern auch zur Kühlung und Körperpflege.
Landesstiftung wirbt um Unterstützung
"Mit dem Aufstellen einer Tränke im Garten oder selbst auf einem Balkon kann jeder relativ einfach den gefiederten Freuden helfen, an heißen Tagen gut über die Runden zu kommen", warb die Landesstiftung um Unterstützung. Schon eine flache Schale oder ein Blumentopfuntersetzer mit frischem Wasser eigne sich hervorragend dafür.
Wasser soll möglichst täglich gewechselt werden
Nach Angaben der Stiftung sollten die Gefäße flache Ränder und eine leicht raue Oberfläche haben. Günstig sei eine Tiefe von zwei bis zehn Zentimetern. "Idealerweise wird in der Mitte des Gefäßes als Insel noch ein Stein postiert. Unbedingt muss darauf geachtet werden, dass das Wasser in der Tränke ein- bis zweimal täglich gewechselt wird. Ansonsten besteht die Gefahr, dass die Tränke sich zu einem Infektionsherd entwickelt." Die Tränken sollten an überschaubaren und gut anzufliegenden Stellen positioniert werden. Empfohlen wird die Nähe von Hecken, Büschen und Bäumen.
Wildvögel seien im Gegensatz zu Säugetieren nicht in der Lage, zu schwitzen, erklärte die Landesstiftung. "Auch ist es ihnen nicht möglich, ihr Federkleid abzulegen. Überschüssige Wärme können sie nur über unbefiederte Körperstellen wie Beine und Schnabel abgeben. Oft versuchen sie sich mit Hecheln zu kühlen. Doch dieser Mechanismus hat Grenzen."!