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ThüringenDauer-Schwelbrand: Luftmessungen sollen im September starten

01.09.2026, 12:37 Uhr
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Seit Wochen schwelt das Feuer unterirdisch und führt zu Rauch und unangenehmen Gerüchen in den umliegenden Orten. Messungen sollen Auskunft über mögliche Gesundheitsrisiken geben.

Altenburg/Meuselwitz (dpa/th) - Im September sollen Luftmessungen starten, um die Auswirkungen des unterirdischen Schwelbrands auf dem früheren Tagebaugelände bei Meuselwitz auf die umliegenden Orte zu untersuchen. Derzeit werde ein Messplan von den Sachverständigen, die von der LMBV beauftragt wurden, ausgearbeitet, sagte eine Sprecherin des Landratsamts Altenburger Land. Wenn dieser von den Behörden genehmigt ist, könnten die Messungen starten. Ein Datum sei bisher nicht bekannt.

Seit Wochen schwelt der Brand im Altenburger Land in der Nähe der Landesgrenzen zu Sachsen und Sachsen-Anhalt. Der Rauch verursacht laut der Flächeneigentümerin, der Lausitzer und Mitteldeutschen Braunkohleverwaltungsgesellschaft (LMBV), teils erhebliche Geruchsbelästigungen.

Messung an unterschiedlichen Orten in Planung

Auf Anordnung der Stadt Meuselwitz soll an den von der Geruchsbelästigung betroffenen Orten an unterschiedlichen Stellen gemessen werden, wie es vom Landratsamt hieß. Diese sollen Aussagen über eventuelle Gesundheitsgefährdungen ermöglichen. Dabei werde eine Reihe von Parametern erhoben. Teils ziehe der Geruch bis nach Sachsen und Sachsen-Anhalt. Bedenken der Menschen, dass in der Kohlegrube Abfälle gelagert seien, räumte die LMBV aus, hieß es vom Landratsamt.

Nach ersten Einschätzungen der Sachverständigen sollen "transportable Luftsammler" in betroffenen Orten aufgestellt werden, die eventuelle Schadstoffe sowie meteorologische Daten aufnehmen könnten. Diese würden dann im Labor analysiert. Die Auswertung könne mehrere Wochen dauern.

Am Brandort selbst werden laut LMBV täglich etwa die Methan-Belastung in der Luft und im abziehenden Rauch gemessen und die Ergebnisse anhand von Maßstäben für Arbeitssicherheit geprüft. Bislang seien keine auffälligen Werte gemessen worden.

Schwierig zu löschender Brand

Der Brand auf der stillgelegten Kohlebergbaufläche des ehemaligen Tagebaugebiets Rusendorf war am 27. Juni ausgebrochen. Nachdem der oberirdische Brand gelöscht war, wurde das Areal an die LMBV übergeben, die Eigentümerin der Fläche ist. Über Jahre haben sich auf dem Gelände in einem Becken Kohlereste abgelagert. Dieses brennt unterirdisch und ist schwierig zu löschen.

Das betroffene Areal soll demnach flächendeckend mit Wasser benetzt werden. Dafür werden Wasserleitungen gebaut, ein erster Teil sei fertig. Die LMBV rechne damit, dass Rauch- und Geruchsbelästigungen zum Jahresende beseitigt seien. Um den Brand endgültig zu ersticken, soll das Becken mit einer Masse abgedeckt werden. Damit soll nach jetzigem Stand 2027 begonnen werden.

Quelle: dpa

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