ThüringenRomantikerhaus Jena schließt für Umbau

Rund zwei Millionen Euro fließen in die Neugestaltung des bekannten Romantikerhauses im Stadtzentrum. Ab 2029 will das Haus mit neuer Ausstellung begeistern.
Jena (dpa/th) - Das Romantikerhaus im Jenaer Stadtzentrum bekommt eine umfassende Frischekur. Inhaltlich wird die Dauerausstellung neu konzipiert, es erfolgen zahlreiche Baumaßnahmen, und auch die Freianlagen werden neu gestaltet, wie die Stadt mitteilte. Aus verschiedenen Fördertöpfen fließen demnach insgesamt rund zwei Millionen Euro in die Neugestaltung. Das Romantikerhaus vermittele als einziges Museum in Deutschland die Geschichte und Bedeutung der Frühromantik an historischer Stätte, hieß es.
Ab dem 5. Oktober schließt das Romantikerhaus zunächst für das Publikum. 2027 beginnt der Umbau, die Wiedereröffnung des Museums ist im Laufe des Jahres 2029 geplant. Nach dem Umbau werde das Haus auch Platz für Lesungen, Konzerte, Vorträge und Begegnungen bieten, hieß es.
Museum als national bedeutsame Kultureinrichtung
Möglich ist die Umgestaltung auch, weil das bekannte Thüringer Museum als national bedeutsame Kultureinrichtung eingestuft wurde. Die Neugestaltung der Dauerausstellung, des Foyers sowie der Fläche für die Wechselausstellungen wird den Angaben zufolge über ein Förderprogramm mit rund 560.000 Euro vom Bund und knapp 170.000 Euro vom Land unterstützt - bei einer Investitionssumme von rund 1,1 Millionen Euro.
Die Ostbeauftragte der Bundesregierung, Elisabeth Kaiser, sprach von einem kulturellen "Leuchtturm in Ostdeutschland": "Es ist ein besonderer Ort, der die Frühromantik dort erlebbar macht, wo sie Geschichte geschrieben hat."
Es sind weitere Baumaßnahmen geplant: Unter anderem soll das Erdgeschoss barrierefrei gestaltet werden, es sollen Leitungen neu verlegt und ein kombinierter Veranstaltungs- und Ausstellungsraum geschaffen werden.
1981 wurde das Haus nach umfangreicher Sanierung als Gedenkstätte der Jenaer Frühromantik und Ausstellungsort der Kunstsammlung eröffnet. Es handelt es sich auch um das ehemalige Wohnhaus des Philosophen Johann Gottlieb Fichte.