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ThüringenThüringens wichtigster Exportmarkt USA mit Einbußen

17.03.2026, 13:01 Uhr
Thueringen-hat-2025-weniger-exportiert-Illustration

Der Export war lange ein wichtiger Konjunkturmotor für die Thüringer Industrie. Im vergangenen Jahr lief er aber nicht rund. Wo die Probleme liegen.

Erfurt (dpa/th) - Thüringens Industrie hat im vergangenen Jahr Einbußen beim Export hinnehmen müssen - und entwickelte sich damit gegen den Bundestrend. Die Lieferungen ins Ausland sanken um 1,1 Prozent auf 18,2 Milliarden Euro, wie das Statistische Landesamt in Erfurt mitteilte.

Bundesweit stiegen die Exporte trotz eines schwierigen Umfelds durch neue US-Zölle und internationale Konflikte um 1,0 Prozent. Probleme gab es vor allem bei Lieferungen in die USA, Thüringens nach wie vor wichtigsten Abnehmer von Industriegütern.

Die Ausfuhren in die USA machten nach den Daten des Landesamtes 11,4 Prozent der gesamten Thüringer Exporte aus. Im Vergleich zu 2024 sanken sie allerdings um 134,9 Millionen Euro oder 6,1 Prozent. Viele Unternehmen berichteten von Unsicherheiten über das künftige Exportgeschäft angesichts der Veränderungen bei den US-Zöllen.

Thüringen kaufte mehr Waren im Ausland

Der Iran, der wegen des Krieges derzeit im Fokus steht, ist kein wichtiger Markt für die Thüringer Industrie. 2025 gingen nur Waren im Wert von 24,3 Millionen Euro in die Islamische Republik Iran - 0,1 Prozent des gesamten Thüringer Exportvolumens. Den mit Abstand größten Anteil machten Flüssigkeitspumpen aus. Die Importe aus dem Iran lagen unter einer Million Euro - bezogen wurde unter anderem Safran.

Während Thüringens Exporte sanken, stiegen die Importe um 2,0 Prozent auf 17,9 Milliarden Euro. Thüringen bezog mehr Waren als im Jahr zuvor aus Großbritannien - ein Plus von 17,6 Prozent. Dabei ging es unter anderem um Flugzeugtriebwerke. In Arnstadt gibt es ein großes Wartungswerk für Flugzeugturbinen. Mehr Importe gab es außerdem aus Vietnam. Aus China, einem wichtigen Handelspartner für den Freistaat, gingen die Importe um 3,2 Prozent zurück. Als Grund nannte das Landesamt unter anderem weniger Einfuhren bei Lithium-Ionen-Akkus.

Quelle: dpa

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