Reise

Bisher relativ problemlos Wie funktioniert Esta zur Einreise in die USA?

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Brooklyn Bridge Park in New York.

(Foto: imago/Levine-Roberts)

Schon während des Wahlkampfs fürchteten viele, dass Donald Trump die Einreise in die USA auch für nichtmuslimische Touristen deutlich erschweren könnte. Ob das so kommt, ist noch offen. Für Deutsche ist die Einreise in die USA als Tourist bislang ziemlich einfach.

Eine Einreisesperre für Muslime, das war eine der Forderungen Donald Trumps im Wahlkampf. Nun ist der politische Quereinsteiger tatsächlich zum US-Präsidenten gewählt worden. Schon während des Wahlkampfs fürchteten viele, dass der Republikaner die Einreise in die USA auch für andere Touristen deutlich erschweren könnte. Ob das so kommt, ist noch offen.

Deutsche Urlauber können bislang relativ problemlos ohne Visum in die USA reisen - Stichwort Esta. Wie funktioniert das elektronische System zur Anreisegenehmigung?

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Merkblätter zu Esta.

(Foto: dpa)

Alles läuft digital: Esta kann auf der offiziellen Webseite des Heimatschutzministeriums der Vereinigten Staaten unter https://esta.cbp.dhs.gov beantragt werden. Das geht auch in deutscher Sprache. Der Urlauber muss dann eine ganze Reihe persönlicher Angaben machen. Der Fragenkatalog wurde vor zwei Jahren noch einmal erweitert. So müssen Reisende etwa auch angeben, ob sie mehrere Staatsbürgerschaften haben. In Deutschland leben mehr als eine Million "Doppelstaatler" mit zwei Pässen.

Esta kostet 14 US-Dollar (rund 12,70 Euro) und gilt für zwei Jahre. Wer die Genehmigung also einmal erfolgreich beantragt hat, kann binnen der nächsten zwei Jahre beliebig oft zu touristischen Zwecken in die USA einreisen. Allerdings ist die maximale Aufenthaltsdauer jeweils auf 90 Tage begrenzt. In allen anderen Fällen - zum Beispiel beim Au-Pair-Besuch, Studienaustausch oder bei der Arbeitsaufnahme - müssen Deutsche ein Visum beantragen.

Wichtig für Transit-Passagiere: Auch wer lediglich über einen Flughafen in den USA in ein anderes Land weiterreist, muss Esta beantragen. In der Regel kontrolliert bereits die Fluggesellschaft beim Abflug in Deutschland, ob der Passagier eine Esta-Genehmigung hat.

Schärfere Regeln seit Pariser Anschlägen

Nach den Pariser Terroranschlägen Ende 2015 hatten die USA ihre Einreisebestimmungen für Besucher ohne Visum verschärft. Mit strengeren Regeln für das "Visa Waiver"-Programm (VWP) zur visumfreien Einreise, an dem Deutschland und 37 weitere Länder teilnehmen, sollen Terroristen mit entsprechenden Pässen abgehalten werden.

So muss die Esta seitdem auch Angaben zu Reisen in Länder enthalten, die Terroristen Zuflucht bieten. Reisende aus Deutschland und einer Reihe anderer Staaten können nicht mehr ohne Visum in die USA gelangen, wenn sie sich seit 2011 in Syrien, dem Irak, Iran oder dem Sudan aufgehalten haben oder die doppelte Staatsbürgerschaft dieser Länder besitzen. Informationen zu den Einreisebestimmungen findet man auch bei den Reise- und Sicherheitsbestimmungen des Auswärtigen Amtes.

Quelle: ntv.de, abe/dpa

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