Sport

Ehemaliger Box-Weltmeister Gatti tötete sich selbst

Der frühere Box-Weltmeister Arturo Gatti, dessen Leiche Anfang des Monats tot in einem Ferienappartement im brasilianischen Küsten-Nobelort Porto de Galinhas gefunden wurde, hat sich selbst getötet.

Gatti_Death_Boxing__NY152.jpg2682578737957309016.jpg

Arturo Gatti wurde 37 Jahre alt.

(Foto: AP)

Wie die brasilianische Polizei mitteilte, habe eine Untersuchung ergeben, dass der 37-jährige Italokanadier nicht ermordet wurde, sondern sich selbst erhängt hat. Ein Gericht in Recife ordnete daraufhin die Freilassung der unter Verdacht geratenen Ehefrau an. Die 23-jährige Amanda Rodrigues wurde auf freien Fuß gesetzt. Eine weitere Inhaftierung der Frau sei nicht notwendig, da die Untersuchungen die Möglichkeit eines Mordes ausgeschlossen hätten, hieß es in der Gerichtsanordnung. Das Opfer habe sich "durch Erhängen selbst getötet."

Gatti war am 11. Juli tot in einem Ferienappartement in Porto de Galinhas aufgefunden worden, wo er gemeinsam mit seiner Frau und seinem einjährigen Sohn Urlaub machte. Amanda Rodrigues hatte in ihrer Aussage einen heftigen Streit mit ihrem Mann eingeräumt, bei dem es auch zu Handgreiflichkeiten gekommen sei. Den Mord hatte sie aber vehement abgestritten. Sie habe ihren Mann morgens tot in dem zweistöckigen Appartement entdeckt. Der Ex-Boxer stand bei seinem Tod den Ermittlungen zufolge unter Alkoholeinfluss.

Gatti war von 1995 bis 1997 IBF-Weltmeister im Superfedergewicht. 2004 sicherte er sich den WM-Gürtel des WBC im Halbweltergewicht, verlor diesen aber anderthalb Jahre später gegen Floyd Mayweather Jr. aus den USA. Nach zwei aufeinanderfolgenden Niederlagen beendete er vor zwei Jahren seine Karriere. Gatti bestritt als Profi 49 Kämpfe, von denen er 40 gewann.

Quelle: n-tv.de, dpa

Mehr zum Thema