Sport
Mittwoch, 19. Mai 2004

Sperre wegen Dopings: Kelli White verliert Medaillen

Doppel-Weltmeisterin Kelli White ist von der US-Anti-Doping-Agentur Usada wegen Dopings für zwei Jahre gesperrt worden. Der 27 Jahre alten Sprinterin werden zudem ihre beiden bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Paris 2003 gewonnenen Goldmedaillen über 100 und 200 Meter aberkannt. Zudem wurden alle ihre Resultate seit dem 15. Dezember 2000 annulliert. Die Sperre beginnt rückwirkend am 18. Mai 2004, damit kann die Freundin des deutschen Speerwerfers Boris Henry nicht an den Olympischen Spielen in Athen teilnehmen.

Kelli White war bei der WM in Paris in A- und B-Probe die Einnahme der Stimulans Modafinil nachgewiesen worden. "Kelli White hat Fehler gemacht, aber ich bewundere ihre Courage und ihre Fähigkeit, zu ihren Fehlern zu stehen und die Strafe zu akzeptieren", sagte Terry Madden, der Exekutivchef der Usada.

Kelli Whites Start in der griechischen Metropole stand ohnehin stark in Frage. Wegen einer Knieverletzung drohte ihr der Verzicht auf die Teilnahme an den US-Olympia-Trials, der einzigen Qualifikationsmöglichkeit der Amerikaner für Athen. Ihre nächste Startmöglichkeit bei einer internationalen Großveranstaltung wären die Weltmeisterschaften vom 5. bis 14. August in Helsinki.

Nach der Aberkennung ihrer beiden Siege von Paris gehen die Goldmedaillen nun über 100 Meter an Landsfrau Torri Edwards und über 200 Meter an die Französin Muriel Hurtis, die jeweils Zweite geworden waren. Silber und Bronze erhalten über 100 Meter Schanna Block (Ukraine) und Chandra Sturrup (Bahamas) sowie über 200 Meter Anastasija Kapatschinskaja (Russland) und Torri Edwards (USA).

Quelle: n-tv.de