Überraschung nach Olympia und WMMarc Muskatewitz sorgt für Curling-Paukenschlag

Bei den Olympischen Spielen rückt Curling in den Fokus. Die deutsche Mannschaft liefert bisweilen große Spiele, erlebt aber auch bittere Momente. Nun tritt mit Marc Muskatewitz das prominenteste Gesicht zurück.
Olympia-Skip Marc Muskatewitz hat seine Curling-Karriere in der deutschen Nationalmannschaft überraschend beendet. Das gab das Team Muskatewitz bei Instagram bekannt und "private Gründe" für den Abschied ihres Anführers vom Leistungssport an.
Der 30-jährige Muskatewitz hatte Deutschland 2024 zum EM-Titel und über WM-Platz acht 2025 auch zu den Winterspielen 2026 nach Cortina d'Ampezzo geführt. Dort verpasste die junge Auswahl des CC Füssen um den Skip das erklärte Halbfinal-Ziel mit vier Siegen und fünf Niederlagen letztlich klar. Allerdings lieferte die Auswahl viele große Momente, etwa gegen Gastgeber Italien. In einem wilden Duell gewann Deutschland schließlich nach Extra-End. Muskatewitz sorgte mit einem "magic moment" für den Sieg.
Auch der WM zuletzt wurde das anvisierte Ziel als Neunter verpasst. Letztlich hatte das Team des Deutschen Curling-Verbandes eine Bilanz von vier Siegen und acht Niederlagen, für den erhofften Platz unter den besten Sechs hätte es acht Erfolge gebraucht. Bei der WM hatten Muskatewitz und Co. eigentlich einen guten Start hingelegt, doch die Negativserie mit Niederlagen gegen Schottland (4:10), die Schweiz (6:7), Japan (4:10), Schweden (3:8) und nun eben China und Kanada machte alle Hoffnungen zunichte.
"Die gemeinsame Zeit war für uns als Team sehr prägend", hieß es in der Abschiedserklärung im Netz. Muskatewitz habe "auf und neben dem Eis eine wichtige Rolle gespielt und unser Team maßgeblich mitgestaltet. Für seinen Einsatz, seine Verlässlichkeit und die vielen gemeinsamen Momente sind wir ihm sehr dankbar."
Muskatewitz bleibe der Szene allerdings erhalten und werde weiterhin in der neuen "Rock League" aktiv sein, wo mit alternativen Regeln ein schnelleres Curling zelebriert wird. Dort geht er mit dem Team Alpine an den Start. Nach den ersten Spielen war der Ex-Skip der Nationalmannschaft begeistert: "Die neuen Regeln bringen eine ganz andere Dynamik ins Spiel – schneller, aggressiver und meiner Meinung nach ein Vorgeschmack darauf, wie die Zukunft des Curlings aussehen kann."
In seiner alten Mannschaft rückt nun Ersatzmann Mario Trevisiol aus der Alternate-Position auf und wird ab sofort fester Bestandteil der Mannschaft. Zu dieser gehören außerdem Benjamin Kapp, Felix Messenzehl und Johannes Scheuerl. Kapp dürfte nun in die Rolle des Skip hineinwachsen.