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Yates: "Was für ein Desaster"Superteam UAE verliert drei Topfahrer nach Sturz-Horror beim Giro

10.05.2026, 12:18 Uhr
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09-05-2026-Bulgarien-Veliko-Tarnovo-Radsport-UCI-WorldTour-Giro-d-Italia-Der-Brite-Adam-Yates-der-in-einen-Sturz-verwickelt-war-blutet-im-Gesicht-am-Arm-und-am-Koerper-nach-der-zweiten-Etappe-des-Giro-d-Italia-von-Burgas-nach-Veliko-Tarnovo
Der Brite Adam Yates, der in einen Sturz verwickelt war, blutet im Gesicht, am Arm und am Körper. Er kann den Giro nicht mehr fortsetzen. (Foto: dpa)

Der Massensturz auf der zweiten Etappe des Giro d'Italia zwingt einen weiteren prominenten Fahrer zur Aufgabe. Der Brite Adam Yates, Kapitän des UAE Teams Emirates-XRG, tritt nicht mehr an. Tags zuvor war er nach dem schlimmen Sturz sichtlich gezeichnet ins Ziel gerollt.

Tadej Pogacar dürfte mit bangen Blicken zum Giro d'Italia nach Bulgarien geschaut haben. Bei einem Horrorsturz auf der zweiten Etappe landete fast sein gesamtes UAE-Team in Abwesenheit des Rad-Superstars bei hoher Geschwindigkeit im Straßengraben. Entsprechend verheerend las sich am Sonntagmorgen die medizinische Bilanz: Beckenbruch beim Spanier Marc Soler, Ellbogenfraktur beim Australier Jay Vine.

Und Mitfavorit Adam Yates, der blutüberströmt und schwer gezeichnet mit großem Rückstand das Ziel noch erreichte, musste schließlich auch seinen Giro-Traum beenden. Eine große Platzwunde, Abschürfungen und Symptome einer Gehirnerschütterung machten die Weiterfahrt auf der dritten Etappe nicht mehr möglich. "Was für ein Desaster. Ich habe so hart gearbeitet, um für den Giro fit zu werden", sagte Yates, dessen Zwillingsbruder Simon im Vorjahr die Italien-Rundfahrt gewonnen hatte.

Kettenreaktion nach Soler-Sturz

Was war passiert? Auf einer leicht abschüssigen Straße gut 23 Kilometer vor dem Ziel in Weliko Tarnowo - der Giro richtet in diesem Jahr die ersten drei Etappen in Bulgarien aus - rutschte Soler weg und löste eine Kettenreaktion aus. Gut 35 Fahrer gingen zu Boden, manche knallten mit voller Wucht gegen die Leitplanke. Das Rennen musste zwischenzeitlich neutralisiert werden. Krankenwagen waren im Einsatz.

Fünf der acht UAE-Fahrer waren in dem Sturz verwickelt. Auch weitere Radprofis mussten das Rennen aufgeben, noch bevor der Giro überhaupt Italien erreicht. Der Italiener Andrea Vendrame erlitt einen dreifachen Wirbelbruch, auch Santiago Buitrago (Kolumbien), Adne Holter (Norwegen) und Matteo Moschetti (Italien) mussten mit diversen Verletzungen aufgeben.

"Die Straßen waren sehr rutschig. Ich habe schon ein paar Kilometer vorher gesehen, dass das Feld nervös wird", beschrieb Paul Magnier, der Sieger der ersten Etappe, die Situation. "Es war ein schneller Sturz, ich hoffe, alle sind in Ordnung." Magniers fast naive Hoffnung sollte sich nicht erfüllen. Minutenlang hatten geschundene Körper und teure Rennräder ineinander verkeilt neben und unter einer Leitplanke gelegen, während Rettungsdienste im Chaos erste Hilfe leisteten. Einziger Trost für die Verantwortlichen: Den Streckenplanern war diesmal kein Vorwurf zu machen, vielmehr waren es die äußeren Bedingungen, die den heftigen Sturz ermöglichten - und die aus Radsport-Perspektive unglückliche Positionierung der Leitplanke.

Erst das Känguru, nun der Giro-Sturz

Soler und Yates sind eigentlich auch als wichtige Helfer für Pogacar in acht Wochen bei der Tour vorgesehen. "So in den Giro zu starten, ist wirklich entmutigend", sagte UAE-Teamchef Mauro Gianetti: "Es war ein ziemlich hartes Jahr für uns, aber wir werden jetzt nicht untätig herumsitzen und uns selbst bemitleiden." Die Sturzverletzungen beim Top-Rennstall ziehen sich bereits durch die gesamte Saison. Vine erwischte es bereits zum zweiten Mal. Bei der Tour Down Under wurde er von einem Känguru zu Fall gebracht und brach sich das Handgelenk.

Immerhin ist Weltmeister und Tour-Champion Pogacar bislang von Sturzverletzungen verschont geblieben. Zur Not holt der slowenische Ausnahmekönner seine Siege auch im Alleingang.

Quelle: ntv.de, tno/dpa/sid

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