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800-Meter-Olympiasieger Schumann läuft nicht mehr

800-Meter-Olympiasieger Nils Schumann hat seine Laufbahn auf der Laufbahn beendet. Der 31 Jahre alte Thüringer hatte nach mehreren gesundheitlichen Problemen vergeblich versucht, sich für die Leichtathletik-WM vom 15. bis 23. August in Berlin zu qualifizieren.

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Neue Ziele: Nils Schumann.

(Foto: AP)

"Irgendwann muss man Realist sein und sich neue Ziele stellen", sagte der Olympiasieger von 2000 der "Thüringer Allgemeinen". Nur 90 Prozent Fitness würden eben nicht reichen. Nach einer Stirnhöhlenvereiterung sei er nicht mehr in Fahrt gekommen. "Und ich gestehe, dass es mir von Mal zu Mal schwerer fiel, solche gesundheitlichen Rückschläge wegzustecken", meinte Schumann, der sich jetzt verstärkt um seine Agentur kümmern will, die Motivationstraining und Ernährungsberatung anbietet.

Durch seinen überraschenden Olympiasieg in Sydney war Schumann praktisch über Nacht zum Shooting-Star der deutschen Leichtathletik geworden und wurde im gleichen Jahr auch zum "Sportler des Jahres" gewählt. Nach einer taktischen Meisterleistung hatte er im olympischen 800-Meter-Finale am 27. September 2000 in 1:45,08 Minuten dank eines famosen Endspurts sogar Weltrekordler Wilson Kipketer aus Dänemark niedergekämpft.

Zwei Jahre später konnte der Europameister von 1998 seine persönliche Bestzeit sogar auf 1:44,20 Minuten steigern und noch einmal Bronze bei der EM 2002 gewinnen, doch danach begann der Absturz in Raten. Zahlreiche Verletzungen, darunter zwei Achillessehnenoperationen, warfen ihn immer wieder zurück. Sein Auftritt bei den Deutschen Meisterschaften im Juli in Ulm war das letzte Rennen seiner Karriere.

Quelle: n-tv.de, dpa