Sport

Noch vor dem Giro UCI will Helmpflicht

Nach dem Tod des Kasachen Andrej Kiwilew auf der zweiten Etappe der Radfernfahrt Paris-Nizza will der Radsport-Weltverband (UCI) auch für Profis die Helmpflicht einführen. Bisher traf dies nur für Fahrer der unteren Kategorien sowie für Rennen in Belgien zu.

Angeblich soll das neue Reglement noch vor dem Start zum diesjährigen Giro d'Italia am 10. Mai in Kraft treten. Fahrer, die sich weigern, müssen aller Voraussicht nach mit Strafen rechnen.

„In Kürze wird es Pflicht sein, einen Helm zu tragen“, gab UCI-Präsident Hein Verbruggen bekannt. Wie Verbruggen deutlich machte, hätten sich die Amateure schon lange vor dem Unfalltod von Fabio Casartelli bei der Tour de France 1995 an eine Helmpflicht gewöhnt. Die Profis hingegen hatten eine solche Maßnahme zu ihrem eigenen Schutz in den letzten Jahren mehrfach abgelehnt.

Bereits 1991 hatte der Weltverband versucht, eine Helmpflicht einzuführen, doch die Berufsrennfahrer hatten sich dagegen gewehrt. Nachdem einige Fahrer bei Paris-Nizza 1991 disqualifiziert wurden, weil sie keine Helme trugen, gab es heftige Proteste. Bei der Tour de France 1991 drohten die Fahrer vorab schon mit Streik. Danach wurde die Helmpflicht der UCI in eine "Empfehlung" für Profis umgewandelt.

Heute dürften solche Proteste ausbleiben. Zum einen sind die heutigen Helme im Gegensatz zu denen vor zwölf Jahren leicht und angenehm zu tragen. Zum anderen wachsen meisten heutigen Neu-Profis in den Nachwuchsklassen ohnehin mit dem Helm auf.

Quelle: ntv.de

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