Bus mit Sackkarre attackiertUFC-Fighter McGregor stellt sich Polizei

Er pflegt sein Image als Bad Boy gerne auch außerhalb des Rings: Doch nun hat es der Mixed-Martial-Arts-Kämpfer Conor McGregor wahrscheinlich zu weit getrieben. Er ist in Polizeigewahrsam.
Gegen den Box-Champion Floyd Mayweather hatte er keine Chance. Doch der Kampf in Las Vegas brachte dem irischen Ultimate Fighter Conor McGregor ein Millionen-Vermögen. Der Superstar kann mit 29 Jahren bereits eine schillernde Karriere vorweisen. Er hielt gleichzeitig in zwei Gewichtsklassen den Titel - das gelang vor ihm noch keinem Mixed-Martial-Arts-Kämpfer.
Bei Presseterminen gibt sich "The Notorious" McGregor gerne angriffslustig und wortgewandt. Seine Ausbrüche vor der Kamera sind genauso legendär, wie seine Auftritte im Ring. Vor einem Kampf-Event in New York City soll McGregor nun allerdings handgreiflich geworden sein.
Vor der Abfahrt eines Busses in der Tiefgarage des Barclays Center stürmten er und Dutzende männliche Personen auf den Bus zu. McGregor nahm eine Sackkarre in die Hand und warf sie gegen eine der vorderen Scheiben des Busses. Es sollen auch andere Gegenstände wie Stühle und Mülleimer geflogen sein. Das ist auf einem Video zu sehen, das in den sozialen Medien verbreitet wurde.
Eine Scheibe des Busses zersprang. Dahinter: Michael Chiesa, ebenfalls ein UFC-Kämpfer. Er wurde mit leichten Schnittwunden im Gesicht und an der Hand ins Krankenhaus eingeliefert. Andere Medien berichten von zwei weiteren Verletzten.
UFC prüft Konsequenzen
Das Pikante: In dem Bus soll sich auch der Russe Khabib Nurmagomedov befunden haben. Dieser tritt am Wochenende gegen den Amerikaner Max Holloway an, um unter sich den Leichtgewichtsgürtel - der McGregor inzwischen von der UFC aberkannt wurde - auszumachen.
Wenige Stunden nach dem Vorfall stellte sich der Ire nach Angaben der "New York Times" den Behörden. Der Polizei zufolge sollte McGregor als Tatverdächtiger befragt und solange in Gewahrsam genommen werden. Er wurde nach Angaben der New Yorker Polizei wegen Körperverletzung in drei Fällen und Sachbeschädigung angezeigt.
Die Ultimate Fighting Championship verurteilte in einem Statement die Attacke auf den Bus. Derzeit würden Konsequenzen geprüft. Verbandspräsident Dana White sagte: "Das ist das Widerlichste, was in der Geschichte der UFC passiert ist."