Wegen Messerangriffs auf KvitovaVondrousova lässt Dopingkontrolleur aus Angst nicht in ihre Wohnung

Marketa Vondrousova droht eine lange Dopingsperre. Bis zu vier Jahre könnte die ehemalige Wimbledon-Siegerin aus dem Verkehr gezogen werden. Grund dafür: Sie hatte eine Kontrolle verweigert. Warum, das erklärt sie nun.
Der früheren Wimbledon-Siegerin Marketa Vondrousova könnten nach einer verweigerten Dopingkontrolle im vergangenen Dezember gravierende Konsequenzen drohen. Wie die 26 Jahre alte Tschechin nun auf ihrem Instagram-Kanal öffentlich machte, habe sie einem Dopingkontrolleur nach körperlich und mental schwierigen Monaten aus Angst den Zutritt in ihre Prager Wohnung verwehrt. Vondrousova könnte eine vierjährige Sperre drohen.
Vondrousova beschrieb weiter, sie habe es stressig gefunden, dass jemand, den sie nicht kannte, "darum bat, mein Wohnzimmer betreten zu dürfen, ohne sich auszuweisen". Sie verwies dabei auf einen Fall ihrer Landsfrau Petra Kvitova, die sich 2016 eine karrierebedrohende Handverletzung zugezogen hatte, als sie einem mit einem Messer bewaffneten Fremden die Tür öffnete.
Vondrousova führte aus, sie habe mit "anhaltenden Schlafproblemen zu kämpfen gehabt, die mich erschöpft und labil machten". Vondrousovas Anwalt Jan Exner erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, dass "die Dopingkontrolle einfach nicht den üblichen Standards entsprach und Marketa daher einen Grund hatte, die Probe nicht abzugeben".
Vondrousova, die 2023 überraschend als ungesetzte Spielerin in Wimbledon triumphiert hatte und in der Weltrangliste vom 42. auf den 10. Platz geklettert war, hatte ihre Teilnahme an den Australian Open im Januar aufgrund einer Schulterverletzung abgesagt und seitdem pausiert. Nun werde sie sich weitere Zeit nehmen, "um zu atmen und mich zu erholen", schrieb die aktuelle Nummer 46 der Weltrangliste.