College-Basketball-Titel wegen Sexskandal aberkannt
Pikant ist diese Nachricht: Dem College-Basketball-Team der Universität von Louisville im US-Bundesstaat Kentucky ist im Zuge eines Sexskandals der Meistertitel aus dem Jahr 2013 aberkannt worden.
Ein Untersuchungsausschuss der US-College-Liga NCAA sah es als erwiesen an, dass Assistenztrainer Andre McGee in den Jahren 2010 bis 2014 illegale Sexpartys mit Prostituierten und Stripperinnen für Spieler und potenzielle Team-Neulinge organisiert habe. Der Skandal war bereits im Oktober 2015 bekannt geworden, als Escortdame Katina Powell als Zeugin gegen McGee aussagte. McGee spielte im Jahr 2009 kurzzeitig für Phoenix Hagen in der Basketball Bundesliga.
Neben dem Meistertitel strich die NCAA der Universität sämtliche 123 College-Siege aus den Jahren 2011 bis 2015 aus den Ergebnislisten, darunter auch die Teilnahme am Final-Four-Turnier in der vergangenen Spielzeit.
Die Aberkennung einer Meisterschaft durch die NCAA ist ein Novum in der 120-jährigen Geschichte des US-College-Basketballs.
"Wir halten dies für eine Fehlentscheidung", sagte Greg Postel, Interimspräsident der Universität von Louisville: "Wir haben von Anfang an klargestellt, dass die Handlungen der damals Verantwortlichen für uns unentschuldbar sind. Für die Uni ist es nun aber an der Zeit, dieses Kapitel zu schließen."
Louisvilles Starcoach Rick Pitino hatte jede Mitwisserschaft zurückgewiesen und blieb bis Oktober 2017 im Amt, ehe dem 65-Jährigen nach Ermittlungen des FBI illegale Zahlungen an seine Spieler zum Verhängnis wurden und Pitino seinen Hut nehmen musste.
Kramer hat WM-Teilnahme noch nicht abgeschrieben
Bei der vergangenen Fußball-WM war er überraschend dabei, in diesem Jahr dürfte es eng werden. Dennoch rechnet sich Weltmeister Christoph Kramer noch Chancen auf das Turnier in Russland aus.
"Die WM ist im Hinterkopf, im Fußball kann es immer sehr schnell gehen", sagte der Mittelfeldspieler im Interview mit dem Podcast "Zweierkette" von Amazon.
"Es ist immer gut, sich auch im Verein auf internationaler Bühne beweisen zu können, das spielt für den Bundestrainer auch eine Rolle. Aber diese Voraussetzungen hatte ich 2014 auch nicht und stand trotzdem im Kader", betonte Kramer.
Die jüngste Niederlagenserie seines Klubs Borussia Mönchengladbach macht Kramer zwar ratlos - dennoch ist er zuversichtlich mit Blick auf das Spiel am Samstag bei Hannover 96. "Jeder schlägt jeden. Wir müssen jetzt wieder punkten und den Bock umstoßen. Natürlich wollen wir nach Europa, aber jetzt müssen wir erst wieder Punkte einfahren", so Kramer.
Leipzig baut Neapel-Trainer eine Raucherbox
Ich weiß nicht, ob das nett oder eher frotzelnd gemeint ist: Auf jeden Fall kommt Fußball-Bundesligist RB Leipzig dem Kettenraucher Maurizio Sarri entgegen. Für den Trainer von Europa-League-Zwischenrundengegner SSC Neapel baut der Vizemeister extra seine Gästekabine im Stadion um.
Für das Rückspiel am Donnerstag (19 Uhr im n-tv.de Liveticker) wird für den 59 Jahre alten SSC-Coach eine Raucherbox eingerichtet.
Nach Angaben der "Bild"-Zeitung lässt RB dafür eine drei Meter breite und dreieinhalb Meter hohe Gipsbetonwand mit Tür im Gästebereich einbauen.
Im dem ansonsten von Physios genutzten Bereich kann Sarri dann ungestört rauchen.
Damit es zu keinem Feueralarm kommt, werden am Mittwoch und Donnerstag im Kabinentrakt demnach auch die Rauchmelder ausgeschaltet.
Während des Hinspiels, das Leizig 3:1 gewann, hatte Sarri die gesamte Zeit am Spielfeldrand auf einem Zigarettenstummel herumgekaut.
Umstrittener DHB-Trainer Prokop räumt Fehler ein
Zur Abwechslung mal wieder eine Meldung vom Handball. Nach der überraschenden Entscheidung des Deutschen Handballbundes (DHB), an Christian Prokop festzuhalten, hat der mitunter arg gescholtene Bundestrainer nun Fehler im Umgang mit den Nationalspielern eingeräumt.
"Mit Sicherheit war die Kommunikation mit- und untereinander nicht optimal. Ich habe die Mannschaft während der EM zu wenig abgeholt und in wichtige Entscheidungen zu selten miteinbezogen", sagte Prokop im Interview mit dem Sport-Informations-Dienst.
Nun gelte es, "die Ergebnisse der Aufarbeitung, vor allem im Dialog, in die anstehenden Aufgaben einfließen zu lassen", so Prokop, dem zuletzt immer wieder "Beratungsresistenz" und "Kommunikationsschwäche" vorgeworfen worden waren.
Über die Entscheidung des DHB zeigte sich Prokop erfreut. "Nach zuletzt sehr intensiven Wochen freue ich mich über den Vertrauensbeweis des Deutschen Handballbundes", sagte er.
Einen personellen Neuanfang im DHB-Team schloss Prokop vorerst aus: "Ich weiß, dass die Mannschaft, die in Kroatien gespielt hat, viel mehr Stärke und Potential besitzt, als was wir gemeinsam gezeigt haben. Jetzt gilt es, hier anzusetzen und sich weiter zu verbessern."
FC Bayern startet ohne Robbery
Ohne Robbery: Bayern Münchens Trainer Jupp Heynckes verzichtet im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League gegen Besiktas Istanbul in der Startelf auf seine beiden Superstars Franck Ribery und Arjen Robben. Insgesamt nimmt der 72-Jährige im Vergleich zum 2:1 in Wolfsburg gleich neun Wechsel vor.
In der Viererkette vor Torwart Sven Ulreich baut Heynckes auf Joshua Kimmich, Jerome Boateng, Mats Hummels und David Alaba. Auf der Sechserposition ist Javi Martinez erste Wahl. Im Mittelfeld sollen Kapitän Thomas Müller, Arturo Vidal, James und Kingsley Coman die nötigen Akzente und Torjäger Robert Lewandowski in der Spitze in Szene setzen.
Heynckes stehen alle 19 Feldspieler zur Verfügung, nachdem sich am Montag auch Coman nach einer Erkältung beim Abschlusstraining zurückgemeldet hatte. Deshalb blieb für den lange Zeit verletzten Thiago, der in Wolfsburg sein Comeback gefeiert hatte, Juan Bernat und Nationalspieler Sebastian Rudy nur ein Platz auf der Tribüne der Allianz Arena.
Werder beschenkt US-Talent mit Profivertrag
Das ist mal ein Geburtstagsgeschenk: An seinem heutigen 18. Geburtstag durfte Joshua Sargent bei seinem Klub Werder Bremen einen Profivertrag unterschreiben. Der amerikanische Junioren-Nationalspieler war zu Beginn des Jahres aus St. Louis/Missouri zur Bremer U23 gewechselt und hat dort wohl mächtig Eindruck hinterlassen - und das, obwohl er gar nicht spielberechtigt ist. Ab der Saison 2018/2019 ändert sich das offiziell. Dann darf der in den USA als "Youngster des Jahres" ausgezeichnete Mittelstürmer sogar in der Bundesliga für Werder auf Torejagd gehen.
Renault und Sauber protzen mit ihren neuen F1-Boliden
In sechs Tagen beginnen die Formel-1-Teams ihre Wintertests auf dem Circuit de Catalunya nahe Barcelona. Was brauchen sie dazu? Richtig: ein Auto. Heute haben die Rennställe Renault und Sauber gezeigt, mit welchen Boliden sie um die Kurven heizen und Titel jagen wollen.
Für diese Mission wird sich Nico Hülkenberg, ebenso wie sein spanischer Teamkollege Carlos Sainz junior, in den Renault R.S. 18 setzen.
Der R.S. 18 ist von vorne betrachtet knallgelb und in der Seitenansicht fast komplett schwarz.
Anders schaut der C37 von Sauber aus. Der Wagen ist in den traditionellen Farben des neuen Titelsponsors Alfa Romeo gehalten, also weinrot-weiß.
Darin wird nicht nur der Schwede Marcus Ericsson Platz nehmen, sondern auch der Monegasse Charles Leclerc. Und der ist ganz entzückt.
Kombinierer-Dreamteam: "Wir verstehen uns fast blind"
Kerber spaziert in Dubai ins Achtelfinale
Nur 59 Minuten benötigte Angelique Kerber, um die Tschechin Barbora Strycova beim WTA-Turnier in Dubai zu besiegen. Die 30-Jährige gewann ihr Auftaktmatch mit 6:2, 6:1. Damit steht Deutschlands beste Tennisspielerin im Achtelfinale des hochklassig besetzten Wettbewerbs. In der Runde der besten 16 trifft Kerber auf Qualifikantin Sara Errani aus Italien. Beim mit 2,6 Millionen Dollar dotierten Turnier in Dubai war Kerbers bestes Ergebnis bislang das Halbfinale im vergangenen Jahr. Nach der verletzungsbedingten Absage von Julia Görges ist Kerber die einzige deutsche Starterin bei dem Turnier in den Vereinigten Arabischen Emiraten.
Akdags Olympia-Mission ist vorzeitig beendet
Erstmals seit 16 Jahren hat das deutsche Eishockey-Team wieder die Runde der besten Acht bei Winterspielen erreicht - für Nationalspieler Sinan Akdag ist das Olympia-Turnier in Pyeongchang allerdings vorzeitig beendet.
Der Abwehrspieler der Adler Mannheim werde bereits morgen die Heimreise antreten, sagte Bundestrainer Marco Sturm nach dem Viertelfinal-Einzug seines Teams.
Akdag hatte beim Vorrundensieg gegen die Norweger nach einem Check gegen seinen Kopf vorzeitig das Eis verlassen und konnte auch im ersten K.o.-Spiel gegen die Schweiz nicht mitwirken.
Der Verteidiger habe bei dem Check eine Oberkörperverletzung erlitten und es sei besser für ihn, dass er nun nach Hause zurückkehre, sagte Sturm.
Bobpilotin Jamanka liegt zur Halbzeit auf Gold-Kurs
Die deutschen Bob-Frauen haben zum Auftakt des olympischen Rennens bei den Winterspielen in Pyeongchang ihre Medaillen-Ambitionen unterstrichen. Mariama Jamanka liegt mit Anschieberin Lisa-Marie Buckwitz nach zwei Läufen überraschend sogar auf Gold-Kurs. Ihr Vorsprung auf Weltmeisterin Elana Meyers Taylor aus den USA beträgt 0,07 Sekunden. Die US-Amerikanerin stellte in Durchgang eins mit Lauren Gibbs in 5,22 Sekunden einen Startrekord und in 50,52 Sekunden einen Bahnrekord auf. Auf Rang drei folgt Stephanie Schneider (+0,30), die mit der angeschlagenen Anschieberin Annika Drazek allerdings nicht auf die gewohnt starke Startzeit kam. Die zweimalige kanadische Olympiasiegerin Kaillie Humphries (+0,34) ist nur Fünfte. Anna Köhler (+1,15) belegt mit Erline Nolte den zwölften Rang.
DEB-Team kämpft sich gegen Schweiz ins Viertelfinale
Das hat es lange nicht mehr gegeben: Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat das Viertelfinale bei den Olympischen Spielen erreicht.
Das Team von Bundestrainer Marco Sturm setzte sich im Play-off gegen den Erzrivalen Schweiz mit 2:1 (1:0, 0:1, 0:0, 1:0) nach Verlängerung durch.
Leonhard Pföderl (2.) und Yannic Seidenberg nach 26 Sekunden in der Verlängerung erzielten die Tore für die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB).
Für die Schweizer, die zuletzt vor 66 Jahren bei Olympia gegen eine deutsche Mannschaft gewannen, traf Simon Moser (24.).
Am Mittwoch (13.10 Uhr MEZ) trifft das DEB-Team in der Runde der letzten Acht auf den Weltmeister Schweden.
Es ist das erste Mal seit 2002, dass Deutschlands Eishockey-Team in einem olympischen Viertelfinale steht.
"Team D" peilt historische Medaillenbilanz an
Dem deutschen Olympia-Team winkt das erfolgreichste Abschneiden bei Winterspielen seit der Wiedervereinigung. Das bisher beste Resultat gelang den deutschen Athleten vor 16 Jahren in Salt Lake City, als sie 12 Gold-, 16 Silber und 8 Bronzemedaillen gewannen. In Pyeongchang hat das "Team D" vor den abschließenden fünf Wettkampftagen schon elfmal Gold, siebenmal Silber und fünfmal Bronze auf dem Konto.
Deutschland geht mit einigen guten Chancen in die restlichen Entscheidungen. Die Nordischen Kombinierer gelten im Team-Wettbewerb als Favoriten, auch in den Biathlon-Staffeln der Frauen und Männer ist Gold möglich. In den Bob-Entscheidungen der Frauen (Zweier) und Männer (Vierer) stehen die Chancen auf weiteres Edelmetall ebenfalls gut.
Russlands Sportminister bezweifelt Curler-Doping
Auch die B-Probe des Curling-Bronzegewinners Alexander Kruschelnizki ist positiv - der Russe war offenkundig im Mixed-Wettbewerb mit Meldonium gedopt. Trotzdem hat der russische Sportminister Pawel Kolobkow die Dopingvorwürfe nun zurückgewiesen.
"Das ist zweifellos ein Fehler", sagte er der Agentur Interfax zufolge.
Man müsse nun herausfinden, wer die Schuld dafür trage. Kruschelnizki habe sicherlich nicht absichtlich die illegale Substanz Meldonium eingenommen.
"Das alles macht einfach keinen Sinn: Curling ist kein Sport, bei dem gewissenlose Athleten zu Doping greifen", sagte der Minister.
Deutsche Kombinierer triumphieren im Alleingang
Die Nordischen Kombinierer aus Deutschland haben bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang einen Dreifach-Erfolg von der Großschanze gefeiert. Vierfach-Weltmeister Johannes Rydzek sicherte sich dabei Gold. Beim zweiten deutschen Dreifach-Triumph der Olympia-Geschichte setzte er sich vom großen Bakken nach einem Sprung und dem 10-km-Langlauf vor Fabian Rießle und Normalschanzen-Sieger Eric Frenzel durch. Für die deutsche Olympiamannschaft war es bei den Spielen in Südkorea das elfte Gold.
Mixed-Staffel protestiert erfolglos gegen Rennausgang
Das war gerade eben ein Herzschlagfinale im Biathlon - mit enttäuschendem Ausgang für die deutsche Mixed-Staffel. Daran wird sich auch nichts ändern:
Der Protest der deutschen Mannschaft gegen Italien wurde von der Rennjury abgewiesen.
Sprint-Olympiasieger Arnd Peiffer fühlte sich vom italienischen Schlussläufer Dominik Windisch behindert, der im Zielkorridor verbotenerweise die Spur gewechselt haben soll.
Die Jury sah dies anders, Italien behält Bronze.
Die Blumenzeremonie wurde wegen des Protests zunächst verschoben.
Brähmer sagt Halbfinalkampf gegen Callum ab
Profiboxer Jürgen Brähmer muss seinen Traum vom Gewinn der lukrativen Muhammad-Ali-Trophy unfreiwillig begraben.
Der Supermittelgewichtler sagte seinen Halbfinal-Kampf am Samstag in Nürnberg gegen den Engländer Callum Smith wegen eines schweren Virusinfekts ab.
Aufgrund des engen Zeitplans des millionenschweren Box-Turniers ist eine Verlegung des Kampfes nicht möglich.
"Unglücklicherweise ist an einen Kampf in dieser Verfassung nicht zu denken. Es ist für mich nicht möglich, so in den Ring zu steigen. Ich möchte mich bei den Fans entschuldigen", sagte der 39-Jährige: "Ich hatte mich gut vorbereitet und mich auf das Duell gegen Callum gefreut."
Statt Brähmer kämpft der Niederländer Nieky Holzken gegen den noch ungeschlagenen Smith. Beide kämpfen um den Einzug ins Finale gegen Weltmeister George Groves aus England.
Deutsche Biathleten gehen mit Mixed-Staffel leer aus
Die deutschen Biathleten haben in der Mixed-Staffel die Medaille knapp verpasst. Das deutsche Quartett in der Formation Vanessa Hinz, Laura Dahlmeier, Erik Lesser und Arnd Peiffer musste sich nach 2x6 km und 2x7,5 km mit Platz vier zufrieden geben. Auf die drittplatzierten Italiener fehlten im Zielsprint 0,3 Sekunden. Gold ging an das französische Team um Doppel-Olympiasieger Martin Fourcade, der mit seiner insgesamt fünften Goldmedaille zum erfolgreichsten Olympioniken in der Geschichte seines Heimatlandes avancierte. Silber gewann die norwegische Staffel.
Labbadia heuert beim VfL Wolfsburg an
Das ging fix: Am Tag nach dem überraschenden Rückzug von Trainer Martin Schmidt hat der VfL Wolfsburg schon wieder einen neuen Mann an der Seitenlinie.
Wie der abstiegsbedrohte Fußball-Bundesligist bekanntgab, wird Bruno Labbadia neuer VfL-Trainer.
"Ich fühle mich gut und ausgeruht und freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit meiner neuen Mannschaft", sagte Labbadia.
Der 52-Jährige rettete vor drei Jahren den HSV mit einer famosen Aufholjagd vor dem fast sicheren Abstieg.
Bereits heute soll er um 16 Uhr das Nachmittagstraining der Wölfe leiten.
Auch B-Probe von russischem Curler positiv
Der russische Olympia-Curler Alexander Kruschelnizki ist nach Angaben der russischen Nachrichtenagentur Tass des Dopings überführt. Auch die B-Probe des Bronze-Gewinners im neuen Mixed-Wettbewerb beweise die Einnahme der verbotenen Substanz Meldonium, meldet die Agentur unter Berufung auf das russische Team.
Südkoreas Shorttrack-Staffel holt Gold über 3000 Meter
Die Shorttrackerinnen von Gastgeber und Rekord-Olympiasieger Südkorea triumphieren bei den Winterspielen in Pyeongchang in der 3000-m-Staffel. Das Quartett um 1500-m-Olympiasiegerin Choi Minjeong gewinnt das Finale vor Italien und holt zum sechsten Mal seit der Premiere des Wettbewerbs 1988 die Goldmedaille.
Bronze geht an die Niederlande, Sieger des B-Finales, da China und Kanada nach einer Videoanalyse disqualifiziert werden. Südkorea, das mit Choi Minjeong, Kim Alang, Kim Yejin und Shim Sukhee antrat, hatte zuvor 1994, 1998, 2002, 2006 und 2014 in Sotschi triumphiert.
Verdacht auf Entführung: Villarreal-Profi verhaftet
Die Vorwürfe sind haarsträubend: Zusammen mit zwei Komplizen soll Ruben Semedo einen Mann verschleppt, gefesselt, geschlagen und ausgeraubt haben. Deshalb hat die Polizei den Abwehrspieler vom spanischen Fußball-Erstligisten FC Villarreal nun verhaftet. An den Schlüssel zur Wohnung des Opfers waren die mutmaßlichen Täter, von denen nur die Identität des früheren portugiesischen U21-Nationalspielers bekannt ist, offenbar durch Gewalt gelangt. Weitere Hintergründe zu dem Vorgang sind bislang noch nicht veröffentlicht worden. Semedo war zu Saisonbeginn für eine Ablöse von geschätzt 14 Millionen Euro aus seiner Heimat von Sporting Lissabon zu Villarreal gewechselt. Allerdings kam der 23-Jährige bei den Spaniern bislang lediglich zu vier Einsätzen in der Meisterschaft und einem weiteren Spiel in der Europa League.
USA fegen Slowakei vom Eis
Der zweimalige Eishockey-Olympiasieger USA ist bei den Winterspielen in Pyeongchang ins Viertelfinale gestürmt.
Das US-Team mit dem Zweitliga-Verteidiger James Wisniewski von den Kassel Huskies besiegte Ex-Weltmeister Slowakei im ersten K.o.-Spiel mit 5:1 (0:0, 3:1, 2:0).
Am Mittwoch treffen die Amerikaner auf Tschechien.
Zum ersten Mal seit 44 Jahren steht auch Außenseiter Norwegen unter den besten Acht. Der WM-Elfte setzte sich gegen Slowenien mit 2:1 (0:1, 0:0, 1:0, 1:0) nach Verlängerung durch.
Nächster Gegner für Norwegen ist - ebenfalls am Mittwoch - das Team der Olympischen Athleten aus Russland.
Fergie nach Hymnen-Horror bei NBA-Allstar-Game zerknirscht
Sängerin Fergie zeigt sich zerknirscht über die harsche Kritik an ihrer Jazz-Version der US-Hymne, die sie vor dem Allstar-Spiel der US-Basketballliga NBA vorgetragen hat. Sie habe sich geehrt gefühlt, die Hymne singen zu dürfen und "für die NBA etwas Besonderes" ausprobieren wollen, erklärt sie in einem Statement. "Ich bin künstlerisch risikofreudig, aber offenbar hat diese Interpretation nicht den richtigen Ton getroffen", so die Sängerin weiter. "Ich liebe dieses Land und habe wirklich mein Bestes gegeben."
Vor allem auf Twitter hatte Fergies Auftritt am Sonntag großen Spott hervorgerufen. Einige User posteten Bilder von blutenden Ohren, andere sprachen vom "Schlechtesten Vortrag aller Zeiten". Auch bei den Basketballern und ihren Fans in der Arena hatte der Gesang für verwunderte und lachende Gesichter gesorgt. Neben der jazzigen Interpretation der Hymne war Fergies Auftritt als zu verführerisch kritisiert worden.
Skisprung-Trainer verteilt Extra-Lob an seine Adler
Zum Abschluss gibt es für die deutschen Skispringer nochmal Silber im Mannschaftswettbewerb, nur die favorisierten Norweger sind besser. Bundestrainer Werner Schuster ist dementsprechend zufrieden und lobt im n-tv Interview seine Jungs: "Ich bin sehr stolz." Ein Extra-Lob bekommt Andreas Wellinger, der mit insgesamt drei Medaillen herausragt.
Ex-Welthandballer Stephan keilt gegen DHB
Ziemlich überraschend hat sich die Spitze des Deutschen Handballbundes (DHB) dafür entschieden, an Bundestrainer Christian Prokop festzuhalten. Das kritisiert Ex-Welthandballer Daniel Stephan nun scharf.
Er halte das für "eine eklatante Fehlentscheidung", schreibt Stephan in seiner Kolumne für Sport1.
"Ich weiß von Spielern, die sich negativ geäußert haben - nicht offiziell, aber das zeigt: Es stimmt einfach hinten und vorne nicht zwischen Prokop und dem Team."
"Letztendlich hat sich die Macht von Bob Hanning gegen die Fakten durchgesetzt. Denn er hat sicherlich alles daran gesetzt, dass an seinem Schützling Christian Prokop festgehalten wird", meint der 44-jährige Stephan mit Blick auf DHB-Vize Hanning. "Denn sonst hätte er auch zurücktreten müssen. Das hätte sein Ego wahrscheinlich nicht verkraftet."
Hanning hatte Prokop vor einem Jahr als Nachfolger von Dagur Sigurdsson durchgesetzt und mit einem Fünfjahresvertrag bis 2022 ausgestattet. "Sollten jetzt die Ergebnisse ausbleiben, steht man vor einem Scherbenhaufen", so Stephan. "Ich will mir gar nicht ausmalen, was passiert, wenn es nicht aufwärts geht."
Übrigens: Schon vor der EM hatte sich Stephan im Interview mit n-tv.de deutlich kritisch zum Bundestrainer und dessen kontroversen Personalentscheidungen geäußert.
Peiffer ersetzt Schempp, Dahlmeier fit für Mixed
Zwei Tage ist es her, dass Biathlet Simon Schempp im Massenstart knapp an Gold vorbeiläuft. Nun das nächste Drama: Kurz vor dem Start der Mixed-Staffel hat sich der deutsche Schlussläufer Simon Schempp mit Halsschmerzen abgemeldet.
An Schempps Stelle geht nun Arnd Peiffer bei dem Rennen (12.15 Uhr) an den Start.
Die gute Nachricht: Doppel-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier dagegen ist nicht mehr müde und hat grünes Licht für einen Einsatz gegeben.
Damit gehen die Deutschen in der Besetzung Vanessa Hinz, Dahlmeier, Erik Lesser und Sprint-Olympiasieger Peiffer als Schempp-Ersatz ins Rennen.
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Nächster Olympia-Dopingfall: Eishockeyprofi überführt
Nun wäre es denkbar unangebracht, einen irgendwie gearteten Vergleich zu den Doping-Spielen von Sotschi zu ziehen, doch innerhalb weniger Tage hat sich die Zahl der Dopingfälle in Pyeongchang beträchtlich erhöht. Die Olympischen Winterspiele haben ihren zweiten offiziellen Dopingfall. Dem slowenischen Eishockeyspieler Ziga Jeglic wird der unerlaubte Gebrauch des Asthmamittels Fenoterol nachgewiesen. Das teilt die Anti-Doping-Kammer des Internationalen Sportgerichtshofes Cas in Pyeongchang mit.
Der 29 Jahre alte Stürmer, der in der Saison 2013/14 mit dem ERC Ingolstadt Meister in der Deutschen Eishockey Liga geworden war, wurde von den Spielen ausgeschlossen und muss das Olympische Dorf verlassen. Jeglic akzeptiert laut Cas die Maßnahmen. Die bisherigen Ergebnisse haben trotz Jeglics Mitwirken Bestand.
Zuvor war der japanische Shorttracker Kei Saito mit der maskierenden Substanz Acetazolamid erwischt worden. Der Fall des russischen Curlers Alexander Kruschelnizki ist noch immer nicht offiziell und fehlt deswegen in der oben genannten Bilanz.
US-Boys ziehen ins olympische Eishockey-Viertelfinale ein
Die USA haben sich als erstes Team in den K.o.-Spielen qualifiziert. Der Olympiasieger von 1980 gewann in Pyeongchang überraschend deutlich mit 5:1 (0:0, 3:1, 2:0) gegen die Slowakei und trifft am Mittwoch auf Tschechien. Harvard-Student Ryan Donato traf gegen den Weltmeister von 2002 doppelt für die US-Boys.
Ski-Prinz plant Olympia-Teilnahme mit 63 Jahren
Einen echten Prinzen bei Olympischen Spielen gab es schon. Hubertus von Hohenlohe will nun aber noch einen draufsetzen. Der als Ski-Prinz bekannte Royal plant in vier Jahren in Peking als Skirennfahrer für Mexiko zu starten. Im Alter von dann 63 Jahren will er der älteste Olympia-Teilnehmer der Geschichte werden.
"Derzeit fahre ich noch gut Ski, aber es hängt alles davon ab, wie es mit dem Älterwerden wird. Ich muss einfach eine Pille finden, die mich jung hält", sagte von Hohenlohe. Weil er sich verletzte, misslang die Qualifikation für Pyeongchang 34 Jahre nach seiner Premiere in Sarajevo 1984. Den Olympia-Altersrekord hält derzeit übrigens der Schwede Carl August Kronlund. 1924 war der Curler bei seiner Teilnahme 58 Jahre alt.
Koreas Eishockey-Damen sind Turnierletzte
Für Koreas vereintes Frauen-Eishockeyteam sind die Olympischen Winterspiele zu Ende. Auf dem letzten Platz schließen die Damen aus Süd- und Nordkorea das Turnier ab. Sie verloren gegen Schweden mit 1:6 (1:2, 0:1, 0:3). Das einzige Tor für Korea von Sojin Han in der 7. Minute war das zweite im Turnier überhaupt und wurde deshalb umso frenetischer gefeiert. Es war das erste Mal in der Geschichte, dass ein gemeinsames koreanisches Team antrat. Mit einer Torbilanz von 2:28 in allen fünf Spielen waren die Koreanerinnen aber nicht konkurrenzfähig.
Bayern im K.-o.-Kampf, Nordische Dominierer, Biathlon Gold?
Hallo und herzlich willkommen zum Sport-Tag am Dienstag, liebe Leser.
Gönnen wir uns zum Auftakt mal eine kurze Olympia-Verschnaufpause – und die lässt sich doch am besten mit Fußball füllen, oder? Nach dem Ärger um das Montagsspiel gestern Abend ist heute wieder Normalität angesagt – insofern man den ja eigentlich aus Sicht der Fans genauso problematischen Termin am Dienstagabend als normal bezeichnen will.
Der FC Bayern jedenfalls dürfte sich auf das Spiel in der Champions League gegen Besiktas Istanbul (ab 20:45 Uhr im Liveticker bei n-tv.de) freuen – immerhin stehen Coach Heynckes das erste Mal alle Feldspieler zur Verfügung, er kann im ersten K.-o.-Spiel also aus dem Vollen schöpfen. Und deswegen stehen die Chancen ganz gut, in der heimischen Allianz-Arena die Weichen für den Einzug ins Viertelfinale zu stellen.
Spannend geht es derweil auch im Parallelspiel zu - warum? Es trifft der große FC Chelsea auf den großen FC Barcelona – und, genau, da war mal was. Alle Augen werden ausnahmsweise mal nicht (ausschließlich) auf die Stars wie Lionel Messi gerichtet sein, sondern auf Cüneyt Cakir. Kennen Sie nicht? Nun, er ist der Schiedsrichter der Partie und vor neun Jahren hatte ein Kollege von ihm, der damalige Unparteiische Tom Henning Övrebö, im letzten K.o.-Spiel zwischen beiden Mannschaften für Aufsehen gesorgt, weil er den FC Chelsea regelrecht verpfiffen hatte. Mit einer fatalen Schiedsrichter-Leistung hatte er mit dafür gesorgt, dass Chelsea trotz drückender Überlegenheit im Halbfinale gegen Barca den Kürzeren zog. Michael Ballack war Övrebö auf dem Platz damals wutentbrannt hinterhergerannt, Chelsea-Coach Guus Hiddink hatte ihn als "schlechtesten Schiedsrichter, den ich in meiner Karriere erlebt habe" bezeichnet.
So viel dazu – man darf gespannt sein. Probleme mit Schiedsrichtern gibt es, mal angesehen vom Eishockey, bei Olympia eher selten, deswegen schauen wir doch mal, was der Tag in Pyeongchang so bringt.
Bleiben wir kurz beim Eishockey: Nach dem historischen Sieg der DEB-Auswahl steht heute das erste K.o.-Spiel um den Einzug ins Viertelfinale an. Deutschland trifft um 13:10 Uhr MEZ auf die Schweiz.
Nach dem Zentimeter-Drama um Biathlon-Gold im Massenstart könnte es heute wieder klappen mit dem Olympiasieg: Um 12.15 Uhr fällt der Startschuss für die Mixed-Staffel, bei der zwei Frauen jeweils 6 Kilometer laufen und zweimal Schießen sowie zwei Männer jeweils 7,5 Kilometer laufen und ebenfalls zweimal Schießen.
Über die Autorin
Goldig könnte (und sollte) es auch in der Nordischen Kombination werden, Der Olympiasieger von der Normalschanze, Eric Frenzel, will auch beim Wettkampf von der Großschanze auftrumpfen. Dafür braucht er einen guten Sprung (ab 9.45 Uhr) sowie eine gute Form für die zehn Kilometer in der Loipe (ab 13.45 Uhr).
Für das restliche Olympia-Programm mit weniger guten Medaillenchancen für Deutschland geht's hier entlang – ich wünsche Ihnen und mir derweil einen ereignisreichen Wettkampftag.