mit Anja RauWut und Umzug: Bürgermeister verrät Wohnort von Europameister
Über die warmen Worte zur Begrüßung konnte sich Álvaro Morata überhaupt nicht freuen. "Sehr geehrter Bürgermeister, danke, dass Sie meine Privatsphäre verletzt haben", schrieb der spanische Europameister bei Instagram an Marco Ballarini und kündigte seinen Umzug an. Zuvor hatte dieser den Neuzugang der AC Mailand in seinem Städtchen Corbetta (17.000 Einwohner) herzlich begrüßt, samt Fotomontage. Auf dem Bild präsentiert Morata das AC-Trikot, statt seines Namens prangt auf der Rückseite über der Nummer 7 "Corbetta".
"Ich bin ein großer Inter-Fan, aber es ist mir eine Freude, Álvaro Morata in unserer großen Corbetta-Familie willkommen zu heißen", hatte Ballarini zuvor im sozialen Netzwerk geschrieben. Der kleine Ort liegt 24 km westlich von Mailand. Morata, Kapitän beim spanischen EM-Triumph in Deutschland, zeigte sich mächtig verärgert. "Mein einziger Schatz sind meine Kinder, deren Sicherheit Sie gefährdet haben", teilte der Fußballprofi mit. "Ich hatte gehofft, dass Corbetta mir eine gewisse Privatsphäre garantiert hätte, aber ich sehe mich gezwungen, sofort umzuziehen." Der Bürgermeister ließ das nicht auf sich sitzen und antwortete trocken. "Ciao, ciao", ließ Ballarini verlauten - und setzte das Inter-Wappen in seinen Post.
Alba hat gegen Titelverteidiger nie eine wirkliche Chance
Alba Berlin ist mit einer erwartbaren Niederlage in die Euroleague gestartet. Der Basketball-Bundesligist verlor gegen den Titelverteidiger Panathinaikos Athen daheim mit 77:87 (36:45). Beste Berliner Werfer waren Will McDowell-White mit 13 Punkten und Martin Hermannsson mit 12 Punkten.
Beide Teams gingen vor 11.856 Zuschauern von Beginn an mit hoher Intensität zu Werke. Die Gastgeber liefen gegen den großen Favoriten aber von Beginn an einem Rückstand hinterher. Die Berliner verteidigten zwar sehr aufmerksam, ließen in der Offensive aber zu viel liegen. Auch nach dem Seitenwechsel wehrte sich Alba nach besten Kräften und kam sogar bis auf 54:56 heran. Doch Athen fand immer wieder eine schnelle Antwort auch, als die Berliner zwei Minuten vor Ende noch einmal auf 75:79 verkürzten.
Krimi: Magdeburg verpasst historischen Titel hauchzart
Der deutsche Meister SC Magdeburg hat in einem Handball-Krimi einen historischen Erfolg bei der Klub-WM verpasst. Die Mannschaft von Trainer Bennet Wiegert unterlag im Finale dem ungarischen Topteam Telekom Veszprem mit 33:34 (28:28, 14:13) nach Verlängerung. Nach dem Hattrick mit Titeln von 2021 bis 2023 muss sich der SCM mit dem zweiten Platz zufrieden geben - ein vierter Erfolg in Serie wäre ein Novum in dem Wettbewerb gewesen.
Die Partie war mit mehreren Führungswechseln zunächst in beiden Halbzeiten umkämpft, doch dann zog Veszprem zwischenzeitlich mit vier Toren davon. Der SCM ließ nicht nach und rettete sich in letzter Minute in die Verlängerung, aber am Ende reichte es nicht. Neben Magdeburg ist es einzig dem FC Barcelona bisher gelungen, die Klub-WM dreimal nacheinander zu gewinnen (2017 bis 2019). Die Katalanen waren im Halbfinale an Veszprem gescheitert (34:39).
WM-Vergabe für 2030 und 2034 ist terminiert
Der Fußball-Weltverband FIFA will auf einem virtuellen Kongress am 11. Dezember über die Gastgeber für die Weltmeisterschaften 2030 und 2034 entscheiden. Das teilte die FIFA mit. Die WM in sechs Jahren soll dann in sechs Ländern stattfinden. Spanien, Portugal und Marokko sind die designierten Hauptgastgeber, in Argentinien, Uruguay und Paraguay finden Auftaktspiele statt. Für 2034 ist Saudi-Arabien der einzige Bewerber.
Bericht: Vuskovic kämpft weiter gegen Doping-Sperre
Fußballprofi Mario Vuskovic schöpft nach Medienberichten alle juristischen Möglichkeiten gegen seine Doping-Sperre aus. Nach Informationen des "Hamburger Abendblatts" und der "Bild" hat der Abwehrspieler des Zweitligisten Hamburger SV beim Schweizer Bundesgericht gegen das Urteil des Internationalen Sportgerichtshofs (Cas) Berufung eingelegt. Die Anwälte des 22-Jährigen hätten die entsprechenden Unterlagen bei dem Gericht eingereicht.
Ende August hatte der Cas der Berufung der Nationalen Anti-Doping-Agentur und der Welt-Anti-Doping-Agentur stattgegeben und das Strafmaß für den Innenverteidiger von zwei auf vier Jahre erhöht. Vuskovic bestreitet die Doping-Vorwürfe weiterhin. Die Chancen, dass das Bundesgericht den Schuldspruch des Cas aufhebt, gelten als gering. Das Gericht prüft lediglich, ob es vor dem Sportgerichtshof Verfahrensfehler gegeben hat.
Schalke-Ultras verstecken sich im Gebüsch, greifen italienische Fans an
Die Gelsenkirchener Polizei ermittelt weiter zu Fanausschreitungen nach dem Champions-League-Spiel von Schachtar Donezk gegen Atalanta Bergamo. Nach der am Mittwochabend im Schalker Stadion ausgetragenen Partie hatten sich laut Polizei 30 bis 40 Personen an Stadionparkplätzen im Gebüsch versteckt und Atalanta-Anhänger tätlich angegriffen. Dabei wurde ein Fußball-Fan aus Bergamo leicht verletzt.
Die Polizei konnte vier Verdächtige stellen, die entweder den Schalker Fan-Gruppierungen "Ultras" oder "Hugos" angehören. Gegen weitere Tatverdächtige werde wegen des Verdachts der Körperverletzung und des Landfriedensbruchs weiter ermittelt. "Die Tatsache, dass Gelsenkirchen dem ukrainischen Verein von Schachtar Donezk eine Heimstätte bietet, weil im eigenen Land Krieg herrscht, gibt der Tat einen weiteren bitteren Beigeschmack, da das Spiel selbst nahezu vollkommen ohne Zwischenfälle stattgefunden hat", kommentierte der Gelsenkirchener Polizeipräsident Tim Frommeyer.
BVB-Star verlängert langfristig
Champions-League-Spitzenreiter Borussia Dortmund hat den norwegischen Rechtsverteidiger Julian Ryerson langfristig an sich gebunden. Wie der BVB bekannt gab, unterschrieb der 26-Jährige einen neuen Vertrag bis 2028. Ryerson war 2022 vom kommenden BVB-Gegner Union Berlin (Samstag, 15.30 Uhr/Sky) nach Dortmund gekommen. Seitdem hat er 62 Pflichtspiele (5 Tore) für den BVB absolviert, darunter das Champions-League-Finale gegen Real Madrid (0:2). "Julian ist unmittelbar nach seiner Verpflichtung zu einem ganz wichtigen Bestandteil unserer Mannschaft geworden. Das gilt sowohl auf als auch neben dem Platz", sagte BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl.
Berichte: Bundesliga-Klub hat neuen Boss
Fußball-Bundesligist TSG 1899 Hoffenheim scheint auf der Suche nach einem Sport-Geschäftsführer fündig geworden zu sein. Medienberichten zufolge soll Andreas Schicker diese Position bei den Kraichgauern übernehmen. Schicker würde damit auf Nachwuchs-Chef Frank Kramer folgen, der nach der überraschenden Trennung von Alexander Rosen Ende Juli das Amt interimsmäßig übernommen hatte.
Mit dem 38 Jahre alten Schicker, Sportgeschäftsführer des österreichischen Erstligisten Sturm Graz, soll sich die TSG bereits im Frühjahr beschäftigt haben. Im Sommer hatte es wohl rund um den Transfer von Sturms Alexander Prass nach Hoffenheim einen Austausch gegeben. Später habe es "wieder Kontakt gegeben. Mehr auch nicht. Wir werden sehen, was in den nächsten Wochen passiert", sagte Schicker dem TV-Sender Canal+. Der ebenfalls umworbene Arnfried Lemmle, Bereichsleiter Sales und Marketing bei Eintracht Frankfurt, wird nach "Kicker"-Informationen bei den Hessen bleiben.
Mbappé ist bei Frankreich erstmal außen vor
Vizeweltmeister Frankreich wird in den kommenden Nations-League-Spielen ohne Superstar und Kapitän Kylian Mbappé auflaufen. Trainer Didier Deschamps verzichtete auf den zuletzt angeschlagenen Stürmer von Real Madrid für die Partien in Budapest gegen Israel am 10. Oktober und vier Tage später in Brüssel gegen Belgien.
Mbappé kam am Mittwoch bei der Champions-League-Niederlage des spanischen Topklubs beim OSC Lille (0:1) zwar wieder zum Einsatz. Laut dem französischen Fachmagazin "L'Equipe" wird er aufgrund der zuvor erlittenen Fußverletzung aber nach Absprache mit Real und Trainer Carlo Ancelotti geschont und in Madrid trainieren. Die französische Fußball-Nationalmannschaft startete mit einer Niederlage gegen Italien (1:3) und einem Erfolg gegen Belgien (2:0) in die Nations League.
Nagelsmann erklärt Plan mit BVB-Sorgenkind
Wie Karim Adeyemi muss auch sein Dortmunder Teamkollege Maximilian Beier vorerst mit einem Platz in der U21 vorliebnehmen - beide stehen nicht im DFB-Kader für die Nations League. Weil der im Sommer von der TSG Hoffenheim zum BVB gewechselte Angreifer bei seinem neuen Verein bisher nicht über die Reservistenrolle hinausgekommen ist, verzichtete Nagelsmann auf eine weitere Nominierung des 21-Jährigen.
"Maxi hat in Dortmund einfach noch nicht so den Flow und Minuten gesammelt. Wir haben uns entschieden, dass es für ihn wenig sinnvoll ist, für uns nur immer 20 Minuten zu spielen", erklärte der Coach. "Wir möchten ihm idealerweise zweimal 90 und zweimal 70 oder 80 Minuten in den wichtigen Quali-Spielen der U21 geben. So kann er der U21 und sich selbst helfen, einfach wieder Rhythmus zu sammeln", sagte Nagelsmann.
"Tragisch": Bundestrainer bedauert Zwangs-Aus für Drux
Handball-Bundestrainer Alfred Gislason hat das vorzeitige Karriere-Ende von Nationalspieler Paul Drux bedauert. "Das ist wirklich traurig. Gerade für jemanden wie Paul, der eigentlich jetzt in sein bestes Handball-Alter käme, ist das natürlich tragisch", sagte Gislason dem Internetportal handball.world. Der 29 Jahre alte Drux hatte in der Vorwoche erneut eine schwere Knieverletzung erlitten und auf Anraten der Ärzte das Ende seiner aktiven Laufbahn verkündet. "Mein voller Fokus liegt darauf, in den nächsten Tagen hoffentlich zum zweiten Mal Papa zu werden. Das ist jetzt die beste Ablenkung", sagte Drux bei Dyn.
Der Rückraumspieler vom deutschen Vizemeister Füchse Berlin absolvierte 127 Länderspiele und wurde mit der DHB-Auswahl 2016 Olympia-Dritter. Gislason würdigte Drux als einen "kompletten Handballer, der immer alles für seine Mannschaft gegeben hat. Leider waren die vergangenen Jahre bei ihm sehr von schweren Verletzungen geprägt", sagte der 65 Jahre alte Isländer.
DFB plant emotionalen Abschied für letzte Weltmeister
Rund um das Nations-League-Spiel gegen den Fußball-Erzrivalen Niederlande in München wird es seitens des DFB eine große Verabschiedung für vier sehr verdiente Auswahlspieler geben. Vor den Nationalhymnen sollen die 2014er-Weltmeister Manuel Neuer, Thomas Müller und Toni Kroos sowie Ex-Kapitän Ilkay Gündogan in der Allianz Arena von den über 70.000 Zuschauern für ihre besonderen Leistungen geehrt werden. Zusammen kommen sie auf 451 Länderspiele für Deutschland.
"Das Gesamtpaket des Montagspiels wird sicherlich sehr spannend und auch emotional", sagte Bundestrainer Julian Nagelsmann mit Blick auf den 14. Oktober. Das Spieler-Quartett hatte nach der Heim-Europameisterschaft im Sommer als Nationalspieler aufgehört. Nach dem Spiel gibt es dann noch eine teaminterne Feier. "Dann wird es nochmal emotional werden, wenn wir als gesamte Gruppe zusammenkommen und die Leistungen der Spieler, aber auch der Mitarbeiter honorieren werden", sagte Nagelsmann.
"Beunruhigt": Pleite macht Real Madrid kirre
Der erste Pflichtspiel-Niederlage seit Januar hat bei Real Madrids Trainer Carlo Ancelotti Spuren hinterlassen. "Das ist Sport und man kann verlieren, aber wir haben kein gutes Gefühl vermittelt. Das beunruhigt mich am meisten", klagte der Italiener nach dem 0:1 in der Champions League beim OSC Lille. "Die Mannschaft war dabei, sich zu verbessern, und dieses Spiel ist ein Rückschlag."
Der Titelverteidiger blieb zuvor in 14 Spielen in der Königsklasse ungeschlagen, verlor zuletzt im Mai 2023 beim Halbfinal-Aus bei Manchester City (0:4). Wettbewerbsübergreifend war es für das Team um Nationalverteidiger Antonio Rüdiger die erste Niederlage seit 36 Partien. "Wir müssen einen kühlen Kopf bewahren und nicht alles wegwerfen, aber wir müssen uns verbessern", forderte Ancelotti. "Wir haben alles falsch gemacht: den Ball, das Umschaltspiel, die Intensität, die verlorenen Zweikämpfe", ärgerte sich der Real-Coach.
Nagelsmann spricht bei Nominierung über verletzten BVB-Shootingstar
Julian Nagelsmann hat dem zurzeit angeschlagenen BVB-Angreifer Karim Adeyemi gute Chancen auf eine baldige Rückkehr in die Fußball-Nationalmannschaft eingeräumt. "Er hat sich verletzt, aber er ist in einem sehr guten Flow. Ich sehe ihn in Zukunft als Kandidaten für uns", sagte der Bundestrainer in einem DFB-Interview zur Nominierung seines 23-köpfigen Kaders für die Nations-League-Spiele.
Der zuletzt formstarke Adeyemi hatte beim 7:1-Kantersieg der Dortmunder gegen Celtic Glasgow drei Tore erzielt, sich aber zu Beginn der zweiten Halbzeit eine Muskelverletzung im Oberschenkel zugezogen. Bei schneller Genesung soll der BVB-Angreifer, der bisher vier Länderspiele im A-Team bestritt, laut Nagelsmann vorerst in der U21 zum Einsatz kommen: "Er ist in der U21 ein wichtiger Faktor. Natürlich lechzen alle Spieler danach, in der A-Mannschaft zu spielen. Aber sich über gute Leistungen in der U21 für die A-Mannschaft zu empfehlen, ist auf jeden Fall ratsam."
"Einfach unverantwortlich": Kroos giftet gegen FIFA
Toni Kroos kann der reformierten und aufgeblähten Klub-WM nichts abgewinnen. "Ich schalte nicht ein", kündigte der im Sommer zurückgetretene Weltmeister von 2014 in der jüngsten Folge seines Podcasts "Einfach mal Luppen" an und übte angesichts der steigenden Belastung für die Spieler deutliche Kritik am Weltverband FIFA: "Man muss irgendwann mal aufwachen und ein bisschen an die Spieler und ein ganz kleines bisschen weniger ans Geld denken."
Die Premiere der neuen Klub-WM findet vom 15. Juni bis 13. Juli 2025 in den USA statt. An dem Turnier nehmen 32 Mannschaften aus Afrika, Asien, Europa, Amerika und Ozeanien teil, es soll im Vierjahresrhythmus ausgetragen werden. Kroos hält die Austragung des rund vierwöchigen Turniers für "einfach unverantwortlich" und keinesfalls zuträglich für die Qualität des Fußballs. "Das wird eine schlechte Klub-WM und eine schlechte WM", sagte Kroos auch mit Blick auf die erstmals mit 48 Teams ausgetragene WM ein Jahr später in den USA, Kanada und Mexiko (11. Juni bis 19. Juli 2026): "Irgendwann sind die Spieler kaputt."
LeBrons Traum wird wahr - Saisonvorbereitung mit Bronny
Er hat etliche NBA-Rekorde gebrochen, mehrmals den Titel in der besten Basketball-Liga der Welt geholt und sich in Paris vor Kurzem zum Olympiasieger gekrönt. Doch LeBrons größter Traum wird erst jetzt wahr: gemeinsam mit seinem Sohn in der NBA zu spielen.
Emery: Neuer als Angriffspunkt ausgeguckt
Unai Emery hat es schon wieder getan. Im April 2022 schockte der Trainer mit dem Außenseiter FC Villarreal den FC Bayern von Julian Nagelsmann im Viertelfinale der Champions League, jetzt brachte er den Münchnern von Vincent Kompany in der Königsklasse die erste Niederlage bei - und zwar mit einem klaren Plan. Im Fokus dabei: Bayern-Torhüter Manuel Neuer.
Vor dem 1:0 (0:0) mit Aston Villa gegen den deutschen Fußball-Rekordmeister habe sich das Trainerteam den "Sweeperkeeper" als möglichen Angriffspunkt regelrecht ausgeguckt, verriet Emery. "Bei der Analyse haben wir viel über die in der Regel sehr hohe Positionierung von Neuer gesprochen", sagte der Trainer.
Prompt erwischte Joker Jhon Duran den Weltmeister von 2014 beim Siegtreffer (79.) zu weit vor seinem Tor. "Ich wusste, dass er schießen würde, weil er diese Möglichkeit bei Neuer im Kopf hatte", sagte Emery über das Tor, das Villa wie im Landesmeister-Cup 1982 den unerwarteten Erfolg über die favorisierten Bayern bescherte.
"Sie haben mich verurteilt": FIA-Boss sieht sich als Opfer
Der vielfach kritisierte Automobil-Weltverbandspräsident Mohammed Ben Sulayem sieht sich als Opfer britischer Medien. "Um Himmels willen, sie haben mich verurteilt", sagte der ehemalige Rallye-Pilot dem Fachmagazin "Autosport". "Sie haben mich nicht beschuldigt, aber sie machen weiter. Und kümmert es mich? Nein. Warum? Denn was wollen sie? Sie wollen verkaufen und mehr Berichterstattung für sich bekommen." Sie hätten aber keine Macht über ihn und den Weltverband FIA.
Ben Sulayem nahm in dem Interview eine Aussage von Star-Designer Adrian Newey auf, der britischen Medien unterstellte, die Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel und Max Verstappen unfair behandelt zu haben. "Ich respektiere Max, weil ich ein Rennfahrer bin. Ich war ein Champion und ich respektiere Sieger und Champions", sagte Ben Sulayem. Verstappen sei falsch behandelt worden, "aber lassen Sie uns über mich reden. Wenn man sich die britischen Medien ansieht und was sie mit mir gemacht haben". Ben Sulayem wurde 2021 Nachfolger des Franzosen Jean Todt. Im kommenden Jahr möchte der Funktionär aus Dubai wiedergewählt werden.
Rauchverbot im Stadion? Initiative fordert Klubs auf
In allen deutschen Fußballstadien soll es nach dem Willen der Initiative "Pro Rauchfrei" künftig ein generelles Rauchverbot geben. "Dort, wo der Nichtraucher gezwungen wird, gegen seinen Willen mitzurauchen und so seine Gesundheit geschädigt wird, hört die Freiheit des Rauchers auf", sagte Arne Weinhardt von Deutschlands größtem Nichtraucherverein dem RBB. Demnach ist bislang bei sechs Bundesligisten und zwei Zweitligisten das Rauchen auf den Tribünen grundsätzlich verboten.
Auf den engen Tribünen seien die Zuschauer gezwungen, den Rauch ihrer Sitznachbarn einzuatmen. Durch die Überdachung der Arenen könne der Rauch schlechter abziehen. In vielen Stadien gelte auch in Familienblöcken beim Nichtrauchen nur Freiwilligkeit. In der englischen Premier League sind alle Arenen rauchfrei, Verstöße werden bis hin zum Stadionverbot bestraft.
Messis Sieglos-Serie endet mit Doppelpack und Titel
Er hat es immer noch drauf: Dank Superstar Lionel Messi hat Inter Miami seine Sieglos-Serie in der Major League Soccer (MLS) beendet und sich frühzeitig den Titel des Supporters' Shield als bestes Team der Hauptrunde gesichert. Das Team aus Florida um den achtmaligen Weltfußballer gewann beim amtierenden Champion und Verfolger Columbus Crew mit 3:2 (2:0).
Messi leitete kurz vor der Pause mit einem Doppelschlag den Sieg ein: Erst traf der Argentinier zur Führung (45.), kurz darauf erhöhte er per direktem Freistoß (45.+5). Den schnellen Anschlusstreffer von Diego Rossi (46.) 20 Sekunden nach Wiederanpfiff konterte Luis Suarez (48.). Cucho Hernandez (61., Handelfmeter) verkürzte nur noch, die große Chance zum Ausgleich vergab er per Strafstoß (84.).
Durch den ersten Sieg nach zuvor drei Remis steht Miami als Erster der Eastern Conference fest, elf Punkte liegen Messi und Co. zwei Spieltage vor Ende der regulären Saison vor Columbus. Trotz dreimonatiger Verletzungspause steht Messi bei der beeindruckenden Bilanz von 17 Treffern und 15 Vorlagen in nur 17 Spielen.
Ex-Bayern-Profi nach Schiri-Schelte gesperrt
Nach übermäßiger Schiedsrichter-Kritik ist der frühere Bayern-Profi Medhi Benatia als Berater von Olympique Marseille für drei Spiele gesperrt worden. Das gab die Disziplinarkommission des französischen Fußball-Ligaverbandes LFP am Mittwochabend bekannt. Benatia ist demnach "von der Trainerbank, der Schiedsrichterumkleidekabine und allen offiziellen Funktionen" suspendiert.
Der wütende Benatia hatte während der Halbzeitpause des 3:2 bei Olympique Lyon am vorletzten Spieltag dem Unparteiischen im Kabinengang zugerufen: "Fangt an, uns zu respektieren! Halten Sie die Leute nicht für dumm!" Nach der Partie sagte der 37-Jährige am DAZN-Mikrofon unter anderem: "Es gibt zu viele Dinge, die ich nicht durchgehen lassen kann, die der Vereinspräsident nicht durchgehen lassen kann." Marseille zeigte sich in einer Mitteilung "mit dieser Entscheidung zutiefst nicht einverstanden" und beklagte eine "völlig unverhältnismäßige" Behandlung Benatias.
"Traurig, bitter": Aber auf Bayern-Pleite folgt Absolution
Vincent Kompany hat nach seiner ersten Niederlage als Trainer von Bayern München Absolution von höchster Stelle erteilt bekommen. "Wir sind sicher, dass deine Art zu spielen, dass deine Ansprache, dass dein Miteinander mit den Spielern uns nicht nur ausnahmsweise mal ein bisschen Kummer bereitet, sondern (...) uns auch wieder Freude bereiten wird", rief Vorstandschef Jan-Christian Dreesen dem Belgier bei seiner Bankettrede nach dem 0:1 (0:0) in der Champions League bei Aston Villa zu.
"Wir froh sind, dass du bei uns bist", ergänzte Dreesen und hieß Kompany "sehr, sehr herzlich in der Bayern-Familie willkommen". Dennoch sprach der Boss von einem "traurigen, bitteren Abend". Denn das von Kompany verordnete Hochrisiko-Spiel hatte auch zum Gegentor durch Jhon Duran (79.) geführt. Die Bayern rutschten deshalb in der Tabelle der Königsklasse von Rang eins auf Platz 15 ab.