Doppelpack und Viererpack: Wolfsburg mit anderthalb Beinen in der Champions League
Mit einem Kantersieg in Richtung Gruppenphase: Die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg können die Planungen für die neue Champions-League-Saison deutlich intensivieren. Das Team von Trainer Tommy Stroot setzte sich im Play-off-Hinspiel mit 7:0 (4:0) bei der ACF Fiorentina durch. Marina Hegering brachte die Wölfinnen, die in der vergangenen Saison überraschend die Gruppenphase verpasst hatten, früh mit zwei Kopfballtreffern in Führung (6., 24.). Kapitänin Alexandra Popp mit einem Dreierpack (38., 53., 56.), Jule Brand (44.) und Vivien Endemann (83.) gestalteten das Ergebnis noch deutlicher. Im Rückspiel am kommenden Mittwoch wird Stroot, dessen Team zuvor in dieser Saison bisher noch nicht vollends überzeugt hatte, nicht mehr zittern müssen.
Ralf Schumacher ist sich sicher, dass dieser F1-Fahrer fliegt
Schon seit Tagen halten sich die Gerüchte hartnäckig, dass Daniel Ricciardo bei den Racing Bulls vor dem Aus stehen soll. Auch der ehemalige Formel-1-Fahrer und TV-Experte Ralf Schumacher legte sich am Mittwoch fest, dass der bevorstehende Große Preis von Singapur am Wochenende das letzte Rennen für den Australier werden wird.
Im "Sky"-Interview zeigte sich der jüngere Bruder von Rekordweltmeister Michael Schumacher sehr sicher, dass für Ricciardo die Zeit bei den Racing Bulls nach dem kommenden Wochenende vorzeitig enden wird. "Leider scheint es das letzte Rennen zu sein für Daniel Ricciardo in Singapur jetzt. Und dann wird Liam Lawson ab danach fahren. Das war wohl auch Bestandteil des Vertrages, man hätte Lawson sonst verloren", so Schumacher.
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Ehemaliger Bayern-Star findet neuen Klub
Der ehemalige Bundesligaprofi Ivan Perišić hat einen neuen Verein gefunden. Der seit Sommer vereinslose Kroate wechselt in die Niederlande zur PSV Eindhoven und unterschrieb beim makellosen Tabellenführer der Eredivisie einen Vertrag bis Sommer 2025. "Ivan Perišić. Spieler der großen Spiele. Triple-Gewinner. Willkommen in der Familie", schrieb PSV am Mittwoch auf X.
"Ich bin ein erfahrener Spieler, kann viele Positionen spielen und gebe jeden Tag 100 Prozent", sagte der 35-Jährige über sich selbst in einem Begrüßungsvideo. Sein früherer Teamkollege Denzel Dumfries habe ihm zum Schritt nach Eindhoven geraten. Mitte August hatten Perišić und sein Heimatklub Hajduk Split bekannt gegeben, den Vertrag nach nur sieben Monaten aufzulösen. Der ehemalige Dortmunder, Wolfsburger und Münchner bringt auf Vereinsebene die Erfahrung von 612 Pflichtspielen in sechs europäischen Ländern (Kroatien, Frankreich, Belgien, Deutschland, Italien, England) mit, erzielte dabei 141 Tore und steuerte 122 Vorlagen bei. Mit den Bayern gewann er 2020 das Triple.
BVB setzt Top-Einkauf auf die Bank
Borussia Dortmund verzichtet zum Start der neuen Champions League beim FC Brügge (21 Uhr/DAZN und im Liveticker auf ntv.de) auf Serhou Guirassy. Der neue Torjäger gehört beim belgischen Meister nicht zur Startelf von Nuri Şahin, der erstmals in der Königsklasse Cheftrainer ist. "Der Trainer musste ein paar harte Entscheidungen treffen", sagte Sportdirektor Sebastian Kehl vor dem Anpfiff. Sahin plant mit einer Viererkette, daher sitzt Innenverteidiger Waldemar Anton ebenfalls zunächst auf der Bank. Stürmen sollen Karim Adeyemi und Donyell Malen. Kapitän Emre Can führt nach seiner Pause zuletzt gegen den 1. FC Heidenheim (4:2) wieder die Mannschaft an.
Cristiano Ronaldo bekommt vierten Trainer in anderthalb Jahren
Der saudi-arabische Fußball-Klub Al-Nassr um Superstar Cristiano Ronaldo hat einen neuen Trainer gefunden. Am Mittwoch gab der Tabellen-7. der Saudi Pro League die Verpflichtung des Italieners Stefano Pioli bekannt, zuvor hatte sich der Klub am Dienstag von dem Portugiesen Luis Castro (63) getrennt.
Der Hauptstadt-Klub aus Riad reagierte damit auf die zuletzt dürftigen Ergebnisse. Trotz Starensemble mit dem ehemaligen Weltfußballer Ronaldo sowie den Ex-Bundesliga-Profis Sadio Mané und Mohamed Simakan kam der Vizemeister am Montag zum Auftakt der Asian Champions League Elite nicht über ein enttäuschendes 1:1 bei Al-Shorta (Irak) hinaus. Vor Saisonstart hatte Al-Nassr bereits im Supercup-Finale gegen Al-Hilal mit 1:4 das Nachsehen. Castro war 14 Monate im Amt. Sein Nachfolger Pioli hatte bis Ende Mai die AC Mailand trainiert und mit den Rossoneri 2022 den Scudetto gewonnen. Für den 58-Jährigen geht es nach 13 Stationen in seinem Heimatland erstmals ins Ausland, er ist nach Rudi Garcia, Dinko Jelicic und Castro der vierte Coach, der Al-Nassr seit Ronaldos Unterschrift Anfang 2023 trainiert.
Bundesligist bindet U21-Star
Fußball-Bundesligist SC Freiburg setzt weiter auf seinen Mittelfeldspieler Merlin Röhl. Der Klub informierte über die vorzeitige Verlängerung der Zusammenarbeit. Der U21-Nationalspieler muss derzeit wegen eines Syndesmoserisses pausieren, wie lange sein neuer Vertrag läuft, wurde nicht bekannt. "Merlin hat wirklich die erfreuliche Entwicklung auf hohem Niveau genommen, die wir uns alle gemeinsam erhofft haben", sagte Vorstand Jochen Saier: "Er hat seine sportlichen Qualitäten und seine Spielintelligenz auf verschiedenen Positionen einbringen können und ist ein wichtiger Teil unseres Mannschaftsgefüges."
Am Morgen hatte der Klub über die Sprunggelenkverletzung Röhls informiert. Diese hatte er im Punktspiel am vergangenen Samstag gegen den VfL Bochum (2:1) erlitten. Röhl war im August 2022 vom FC Ingolstadt nach Freiburg gekommen. Bislang absolvierte er 40 Pflichtspiele für den SC. Röhl stand in den drei bisherigen Ligaspielen der neuen Saison immer in der SC-Startelf. Gegen Bochum musste der gebürtige Berliner bereits in der 39. Minute ausgewechselt werden.
BVB überrascht mit neuem Sponsor auf dem Trikot
Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund gibt eine umfangreiche Partnerschaft mit Pluto TV, einem Streamingportal des Medienunternehmens Paramount Global, bekannt. Das Portal bezeichnet sich als weltweit führender Anbieter für kostenloses, werbefinanziertes Streaming-TV. Unter anderem ist der Start eines weltweiten BVB-Kanals sei geplant. Als Teil der Partnerschaft wird das Logo von Pluto TV ab sofort auf dem Trikotärmel des BVB in allen Pokalwettwerben dieser Saison zusehen sein, erstmals beim Auftritt in der Champions League am Abend bei Club Brügge.
Deutscher Schiedsrichter des Jahres fällt auf unbestimmte Zeit aus
Der Unparteiische Deniz Aytekin kommt in der laufenden Saison noch auf keinen Einsatz. Bisher konnte über die Gründe nur spekuliert werden, nun meldet sich der 46-Jährige selbst zu Wort. Der Schiedsrichter leidet an Stoffwechselproblemen und einer Achillessehnenreizung, wie er auf Instagram erklärte.
Des Weiteren schrieb er: "Im Leistungssport und in der Öffentlichkeit streben wir oft nach einer vermeintlichen Unverwundbarkeit. Doch es ist nicht nur diese angebliche Unverwundbarkeit, sondern auch das permanente Streben nach noch mehr von allem: Mehr Rekorde, mehr Status, mehr Macht - was die Menschlichkeit oft auf der Strecke lässt. Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass wir alle nur Menschen sind und auch mal Schwächen zeigen dürfen."
Wann er wieder auf den Platz zurückkehren wird, ist noch unklar. Im August wurde Deniz Aytekin zum DFB-Schiedsrichter des Jahres ausgezeichnet. Auch 2019 und 2022 wurde ihm diese Ehre zuteil.
Händler schildert "verrückten" Hype um alte Schalke-Trikots
"Es ist wirklich verrückt. Sobald ich Schalke-Trikots online stelle, sind sie sofort weg", berichtet Leon Rademaker, Betreiber der Plattform trikotstoff.de, gegenüber der "WAZ". Eine Erklärung für die unüblichen Preise liefert Rademaker direkt mit: "Retro-Trikots sind pure Nostalgie, sie bringen Erinnerungen an eine bessere Zeit zurück – und gerade jetzt, wo es für Schalke schlecht läuft, wird gern an die Erfolge der Vergangenheit gedacht. Durch das Tragen ihrer Trikots holt man Ebbe Sand, Gerald Asamoah und Co. zurück ins Jetzt"
Neben den alten Jerseys des FC Schalke sind auf der Plattform des 29-Jährigen auch Retro-Shirts vom FC Bayern, Borussia Dortmund oder vom Hamburger SV sehr beliebt. Trikots von RB Leipzig oder der TSG Hoffenheim haben es hingegen schwerer, wie Rademaker erklärt.
Nagelsmann: Völler "ist eine Art Vaterfigur"
Bundestrainer Julian Nagelsmann spricht im Interview mit dem "stern" über seinen früh verstorbenen Vater, Momente, die er gern mit ihm geteilt hätte und die Beziehung zu Rudi Völler, dem Direktor der Nationalmannschaft.
Wie Söder Olympia an die Isar holen will
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder würde eine Olympia-Bewerbung der Landeshauptstadt für 2040 unterstützen. Dem CSU-Politiker schwebe dabei das Pariser Modell von 2024 vor, sagte Söder am Mittwoch am Rande einer Klausurtagung der CSU-Landtagsfraktion im bayerischen Kloster Banz. Es solle wie in Paris "keine Monumentalbauten" geben, sondern Vorhandenes genutzt werden.
Im vergangenen Monat hatte die auch für den Sport zuständige Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) mit dem Deutschen Olympischen Sportbund eine Erklärung im Hinblick auf eine deutsche Olympia-Bewerbung 2040 unterschrieben. Als Städte schlossen sich Berlin, Düsseldorf, Hamburg, Leipzig und München der Erklärung an.
München war Schauplatz der Olympischen Sommerspiele 1972, der Deutsche Leichtathletik-Verband will sich mit dem damals genutzten Olympiastadion für die WM 2029 oder 2031 bewerben. München hatte sich für die Olympischen Winterspiele 2018 beworben, war damals aber klar an Pyeongchang/Südkorea gescheitert.
Wann die Sommerspiele 2040 vergeben werden, ist noch offen. 2028 ist Los Angeles der nächste Gastgeber, 2032 folgt Brisbane. Für 2036 steht die Entscheidung noch aus.
Siegemund gewinnt längstes Frauenmatch seit 13 Jahren
Laura Siegemund hat sich im längsten Tennismatch auf der Damen-Profitour seit 13 Jahren ins Viertelfinale des Turniers in Thailand gekämpft. Nach 4:09 Stunden setzte sich die 36-Jährige im Achtelfinale gegen die an Nummer fünf gesetzte Chinesin Wang Xiyu mit 7:6 (7:3), 4:6, 7:6 (7:1) durch.
"Ich bin glücklich, dass ich gewonnen habe. Ich denke, es war ein sehr gutes Match. Vielleicht gab es ein paar Phasen, wo es mehrere Fehler gab, aber insgesamt haben wir wirklich hart gekämpft", sagte Siegemund im Interview auf dem Hartplatz. Am Ende sei es "nur noch ein Kampf" gewesen, in dem es um die physische Stärke und die Mentalität gegangen sei.
Es war laut Profivereinigung WTA das erste Mal seit 2011, dass zwei Tennisspielerinnen auf der Tour länger als vier Stunden auf dem Platz standen. Damals hatten sich die Russin Swetlana Kusnezowa und die Italienerin Francesca Schiavone bei den Australian Open 4:44 Stunden duelliert und für das längste Frauen-Match bei einem Grand-Slam-Turnier in der Profiära gesorgt.
Radsport-Star Van Aert verlängert Vertrag "für immer"
Der belgische Radstar Wout van Aert bleibt bis zu seinem Karriereende beim Team Visma-Lease a Bike. Wie der niederländische Rennstall am Mittwoch mitteilte, wurde der bis 2026 laufende Vertrag "bis zum Ende seiner Karriere" verlängert. "Das ist einmalig in unserem Sport, aber da mussten wir beide nicht lange überlegen", sagte Teamchef Richard Plugge.
"Ich muss nicht lange nachdenken. Dem Team verdanke ich einen großen Teil meines Erfolges", sagte der 30-Jährige: "Ich fühle mich in diesem Team sehr wohl, das ist für mich sehr wichtig. Deshalb habe ich mich entschlossen, für immer hier zu bleiben, und das fühlt sich wirklich gut an."
Seit 2019 trägt van Aert, der in Paris im Zeitfahren die olympische Bronzemedaille gewonnen hatte, das Trikot der erfolgreichen Equipe. In seiner Vita stehen neben mehreren Triumphen bei diversen Klassiker-Rennen auch zehn Etappensiege bei der Tour de France und drei bei der Vuelta a Espana. Nach seinem schweren Sturz bei der diesjährigen Spanien-Rundfahrt Anfang September hatte der Allrounder seine Saison für beendet erklärt.
"Titel kommt dir nicht zugeflogen" - Federer übt Kritik an Zverev
Nach Meinung von Tennis-Legende Roger Federer macht Deutschlands bester Spieler Alexander Zverev nach wie vor die gleichen Fehler. "Ich bin nicht sein Trainer, von daher kann ich frei sprechen. Wenn ich ihn spielen sehe, sehe ich jemanden, der in den entscheidenden Momenten viel zu passiv, viel zu defensiv spielt", sagte der Schweizer bei einem Termin seines Sponsors Wilson in Berlin.
Zverev wartet seit Jahren auf seinen ersten Grand-Slam-Titel. Bei den US Open (2020) und French Open (2024) scheiterte der Olympiasieger von Tokio im Finale. Dass Zverev das Potenzial hat, ein Grand Slam zu gewinnen - da sind sich alle sicher. "Es ist nicht viel, das fehlt", befand Federer und nannte den Weltranglistenzweiten einen "herausragenden Spieler mit einer der besten Rückhände" auf der Tour.
"Aber um einen Grand Slam zu gewinnen, musst du in deine Schläge vertrauen und offensiver spielen. Er muss an diesen Weg glauben. Jede Zelle deines Körpers muss fühlen, dass das der einzig richtige Weg ist. Der Titel kommt dir nicht zugeflogen. Schon gar nicht der erste", sagte Federer, der in sieben Duellen mit Zverev den Platz viermal als Verlierer verließ.
Traumtor beim Debüt - Ex-Bayern-Talent verzückt Italien
Italien schwärmt vom gebürtigen Regensburger Kenan Yildiz, der bei seiner Premiere in der Champions League am Dienstagabend einen starken Auftritt hingelegt hat. Bei Juventus Turins 3:1-Erfolg gegen die PSV Eindhoven traf der türkische Nationalspieler mit einem traumhaften Schlenzer in den rechten Winkel zum 1:0 und avancierte mit 19 Jahren und 136 Tagen zu Juves jüngstem Torschützen in der Königsklasse.
"Yildiz schafft einen Traumtreffer im Del-Piero-Stil", schwärmte die Gazzetta dello Sport - die Juve-Ikone Alessandro Del Piero war bis zur 21. Minute am Dienstagabend Rekordhalter in der Statistik gewesen. 1995 hatte er im Alter von 20 Jahren und 308 Tagen getroffen. "Yildiz gelingt ein Meisterwerk, um sein Debüt in der Champions League zu feiern. Er zeigt die wahre Qualität eines echten Stürmers", lobte Corriere dello Sport.
Die ehemaligen Bundesliga-Spieler Weston McKennie (27.) und Nicolas Gonzales (52.) erzielten die weiteren Treffer für den italienischen Rekordmeister. Ismael Saibari (90.+3) verkürzte in der Nachspielzeit.
Von Fans gewählt - Red Bull sagt aus kuriosem Grund Sonderlackierung ab
Aus Sorge um die WM-Chancen von Max Verstappen verzichtet das Red-Bull-Team bei den kommenden beiden Formel-1-Rennen auf die bei einer Fan-Aktion entworfene Sonderlackierung. Die dafür notwendige Farbe füge den Autos von Verstappen und seinem Teamgefährten Sergio Pérez "unerwartetes und übermäßiges Gewicht" hinzu, teilte der Rennstall den Teilnehmern der Aktion mit. Da dies die Leistung negativ beeinflusse, habe sich das Team schweren Herzens entschieden, die Lackierung nicht wie geplant in Singapur und Austin einzusetzen.
Red Bull hatte Anfang August fünf verschiedene Designs für die Boliden zur Auswahl gestellt und Fans darüber abstimmen lassen. Jeder der Entwürfe erinnere an frühere Lackierungen aus der 20-jährigen Geschichte des Weltmeister-Rennstalls, hieß es.
In der Testphase habe das Team nun aber festgestellt, dass sich die Aktion nachteilig auf die Fahrleistung des RB20 auswirken könnte. "Für uns hat weiter Vorrang, dieses Auto für den Rest der Saison so wettbewerbsfähig wie möglich zu machen", begründete Red Bull den Verzicht auf den Sonderlack. Beim Grand Prix in Silverstone im Juli war Red Bull noch mit einem Spezialdesign gefahren.
Lob für VfB nach Real-Pleite - "Was kannst du dir dafür kaufen? Nix"
Der VfB Stuttgart zeigt bei seiner Rückkehr auf die große Bühne Champions Legue eine couragierte Leistung. Am Ende steht dennoch eine Niederlage. Über da Lob von allen Seiten für die Spielweise könne man sich "nix kaufen", sagt Stürmer Deniz Undav. Auch Kollege Ermin Demirovic ist erstmal "sauer".
Hummels-Klub AS Rom wirft überraschend Trainer raus
Mats Hummels' neuer Club AS Rom hat sich nach nur vier Spieltagen in der italienischen Fußball-Liga von seinem Trainer Daniele De Rossi getrennt. Die 41 Jahre alte Club-Legende hatte die Roma erst im Januar als Nachfolger von José Mourinho übernommen, danach unter anderem ins Halbfinale der Europa League geführt und im April einen neuen Dreijahresvertrag erhalten.
Die überraschende Entscheidung erfolge "im Interesse der Mannschaft", heißt es in einem Statement des Clubs. Die Saison stehe noch am Anfang. So könne man "den eingeschlagenen Weg zügig" fortsetzen.
Die Römer holten in den ersten vier Spielen nur drei Unentschieden und verloren ihr bislang einziges Heimspiel gegen den Außenseiter FC Empoli. Aus der Bundesliga kamen vor dieser Saison der 2014er-Weltmeister Hummels von Borussia Dortmund und der Franzose Manu Koné von Borussia Mönchengladbach. Das Ziel des dreimaligen italienischen Meisters ist die Qualifikation für die Champions League. Die Roma trifft in der Europa League unter anderem auf Eintracht Frankfurt.
Gefährliche Gehirnerschütterungen: FIFA startet Kampagne
Der Fußball-Weltverband FIFA startet eine Aufklärungskampagne zur Gefahr von Gehirnerschütterungen. Unter dem Motto "Vermuten und schützen: Kein Spiel ist das Risiko wert" soll gemeinsam mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) intensiver auf die Gesundheitsrisiken und die Symptome von Schädel-Hirn-Traumata hingewiesen werden, die für Spielerinnen und Spieler ein Risiko darstellen. Zudem enthält sie Richtlinien für eine sichere Rückkehr nach einer vermuteten oder bestätigten Gehirnerschütterung.
"Eine Gehirnerschütterung ist ein Schädel-Hirn-Trauma und sollte immer ernst genommen werden. Indem man die Anzeichen einer Gehirnerschütterung kennt, sich der Risiken bewusst ist und eine Gehirnerschütterung richtig behandelt, trägt man dazu bei, dass die Sicherheit der Spieler an erster Stelle steht", sagte FIFA-Präsident Gianni Infantino. Die Kampagne richtet sich vom Profi- bis zum Kinder- und Breitenfußball.
Gehirnerschütterungen sind vor allem in Kontaktsportarten wie Boxen, Eishockey, Rugby und American Football ein großes Risiko. Auch beim Fußball rückt das Thema immer mehr in den Fokus, einige Experten fordern ein Verbot von Kopfbällen. In den USA wurden Kopfbälle im Jugendsport unter elf Jahren bereits vorsorglich verboten.
Nachgewiesene mögliche Spätfolgen von Gehirnerschütterungen sind das frühere Einsetzen von Demenz oder Alzheimer sowie die chronische traumatische Enzephalopathie CTE, eine progressive degenerative Erkrankung des Gehirns.
Gegen das ewige Bangen: Eishockeyklubs wollen neue Abstiegsregelung
Vor dem Start der 31. Saison der Deutschen Eishockey Liga sorgt die bestehende Abstiegsregelung für Diskussionsbedarf bei den 14 Klubs. In den vergangenen beiden Jahren waren die Augsburger Panther sportlich abgestiegen und mussten anschließend wochenlang warten, ob der Meister der DEL2 die wirtschaftlichen Voraussetzungen für einen Aufstieg erfüllt. Das war jeweils nicht der Fall, Augsburg blieb erstklassig, hatte aber wertvolle Zeit bei der Kaderplanung verloren.
"Eine Playdown-Runde zwischen den beiden Letztplatzierten könnte tatsächlich eine Möglichkeit sein, um die Wartezeit zu verkürzen. Allerdings liegt die Lösung dieses Problems meiner Meinung nach eher bei der DEL2", sagte Trainer Tom Pokel von den Straubing Tigers der Deutschen Presse-Agentur vor dem Saisonstart am Donnerstag.
"Zu oft gibt es Unsicherheiten, ob die Teams aus der DEL2 tatsächlich in die DEL aufsteigen wollen oder die entsprechenden Papiere eingereicht haben. Ein klares System, das einen direkten Aufsteiger und Absteiger vorsieht, wäre meiner Meinung nach die beste Lösung", meinte Pokel. Auch Nürnbergs Sportlicher Leiter Stefan Ustorf nannte einen möglichen Playdown-Modus, bei dem ein Absteiger ausgespielt wird, bis der Meister der DEL2 feststeht, "zu 100 Prozent wünschenswert".
Am Ende des Elfmeter-Wahnsinn steht ein Rekord - und eine Sensation
Der 34. Elfmeter brachte die Entscheidung: Zweitligist Preston North End hat in einem Rekordspiel im englischen Ligapokal den Premier-League-Klub FC Fulham aus dem Wettbewerb geworfen. Mit 16:15 im Elfmeterschießen gewann das Team aus dem Nordwesten gegen den Favoriten aus London im Sechzehntelfinale - Rekordergebnis in einem Ligapokalspiel. Nach der regulären Spielzeit hatte es 1:1 gestanden. Eine Verlängerung gab es nicht.
Von den 34 Versuchen verschossen für Fulham, bei denen der deutsche Keeper Steven Benda den ehemaligen Bundesligaprofi Bernd Leno vertrat, Jorge Cuenca und Timothy Castagne. Bei Preston konnte lediglich Kaine Kesler-Hayden nicht verwandeln. Für die umjubelte Entscheidung sorgte Ryan Ledson.
"Muss mich konzentrieren, nicht zu weinen": Hymne bewegt Nagelsmann noch immer
Julian Nagelsmann ist auch nach einem Jahr als Bundestrainer bei der Nationalhymne noch immer tief bewegt. "Ich kriege jedes Mal eine Gänsehaut bei der Hymne. Wenn ich ehrlich bin, muss ich mich teils sogar darauf konzentrieren, nicht weinen zu müssen. Zum Beispiel beim EM-Eröffnungsspiel, da hat mich die Atmosphäre sehr gepackt, als fast alle im Stadion die Hymne sangen", sagte der 37-Jährige dem "Stern" und RTL.
Daran habe sich auch in den Monaten nach der EM nichts geändert. Von seinen Spielern erwarte er Ähnliches. "Wir haben der Mannschaft klargemacht: Es ist eine große Ehre, für Deutschland zu spielen", sagte er und kündigte an: "Es wird auch künftig dabei bleiben, dass wir Spieler einladen, die die absolute Gier besitzen und möglicherweise etwas weniger Talent haben als andere, die nicht ganz so heiß sind."
Nicht nur Bayern kanns deutlich: Die höchsten deutschen Siege in der Champions League
Der FC Bayern München schießt Dinamo Zagreb böse ab: 9:2 heißt es am Ende für den deutschen Rekordmeister, der damit seinen höchsten Champions-League-Sieg feiert. Deutlich macht es der FC Bayern öfter, aber auch andere Bundesligisten können es torreich.
Schock im Champions-League-Spiel: Neuer gibt vorsichtig Entwarnung
Kapitän Manuel Neuer befürchtet nach seiner Auswechslung in der Champions League keine Pause in der Fußball-Bundesliga gegen Werder Bremen. "Ich gehe davon aus, dass ich dabei bin", sagte der 38-Jährige nach dem 9:2 zum Start in Europas Königsklasse gegen Dinamo Zagreb. Die Bayern spielen am Samstag beim SV Werder Bremen.
Neuer war zu Beginn des Königsklassen-Spiels gegen den kroatischen Meister nach wenigen Minuten bei einer Rettungstat per Kopf weit vor seinem Tor gegen Bruno Petkovic zu Boden gegangen und behandelt worden. "Nichts Gravierendes, also eine Kleinigkeit", sagte Neuer.
Durch den Sturz sei die Statik im Körper nicht mehr gut gewesen. Danach habe er ein paar Bälle geschlagen und im Oberschenkel etwas gespürt, führte Neuer aus. Schon während einer Spielunterbrechung sprach er mit Bayerns Teamarzt.