Montag, 18. Oktober 2021Der Sport-Tag

Heute mit Stephan Uersfeld & Torben Siemer
22:22 Uhr

BVB-Boss als Nachfolger? DFL-Aufsichtsratschef Peters möchte DFB-Präsident werden

Peter Peters tritt als Aufsichtsratsvorsitzender der Deutschen Fußball Liga (DFL) zurück und strebt eine Kandidatur als DFB-Präsident an. Er kandidiere, "wenn ich dafür die Unterstützung der Liga erhalten und ich von einem Landesverband von den Amateuren vorgeschlagen werde" sagte der 59-Jährige, der den Deutschen Fußball-Bund (DFB) derzeit interimsmäßig mit Rainer Koch führt, der "FAZ".

"Meine Lebensplanung steht: Ich werde bei der DFL aufhören, unabhängig davon, ob ich als DFB-Präsident vorgeschlagen werde. Das habe ich am Freitag auch unseren DFL-Delegierten beim DFB mitgeteilt", sagte Peters. Als Nachfolger schlug er Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke vor. Der 62-Jährige ist bereits seit längerer Zeit im Gespräch, vor rund einem Monat hatte er eine Bewerbung auf den Posten nicht ausgeschlossen. "Ich kommentiere keine Spekulationen", sagte Watzke. Laut "Bild" soll der Nachfolger von Peters bei der DFL bereits am 14. Dezember auf der Versammlung der 36 Profiklubs gewählt werden.

21:47 Uhr

Luis Figo spielt vor, wie Klimaschutz mit Ball am Fuß funktioniert

Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hat gemeinsam mit der Europäischen Kommission eine Aufklärungskampagne zum Thema Umweltschutz gestartet. Unter dem Motto "EveryTrickCounts" treten Fußballgrößen wie Luis Figo, Gianluigi Buffon sowie die französischen Zwillingsschwestern Delphine und Estelle Cascarino in einem Werbespot auf, der ab dieser Woche bei allen Partien der europäischen Klubwettbewerbe gezeigt werden soll.

Die vier aktuellen oder ehemaligen Weltklassespieler zeigen in dem 43-sekündigen Clip mit einigen Fußballtricks, wie einfache Veränderungen einen großen Unterschied im Kampf gegen den Klimawandel machen können. Unter anderem schießt Buffon den Ball gegen den Lichtschalter und knipst damit das Licht aus. "Wenn jeder Fußballfan einen kleinen Beitrag zum Klimaschutz leistet, wird das eine große Wirkung haben", sagte die italienische Torwartikone.

21:17 Uhr

Streit um WM alle zwei Jahre: FIFA bittet Nationaltrainer zum Gespräch

Im Streit um eine Männer-WM im Zwei-Jahres-Rhythmus sucht der Fußball-Weltverband FIFA das Gespräch mit den Nationaltrainern. Am Dienstag und Donnerstag soll in Online-Sitzungen über den internationalen Spielkalender ab 2024 diskutiert werden, teilte die FIFA mit. Am Mittwoch trifft sich zudem das Council des Weltverbandes.

Der Widerstand gegen den FIFA-Plan aus Teilen der Sportwelt ist groß. Neben der Europäischen Fußball-Union (UEFA) und dem Südamerika-Verband CONMEBOL hatten auch der Deutsche Fußball-Bund (DFB) sowie andere europäische Verbände ihre Ablehnung für den Vorstoß deutlich gemacht. Zuletzt äußerte auch das Internationale Olympische Komitee Bedenken. "Die Beiträge der Männer-Nationaltrainer sind unverzichtbar", sagte FIFA-Direktor Arsene Wenger, der als Leiter einer Technischen Beratungsgruppe die Verkürzung des WM-Zyklus vorgeschlagen hatte.

20:39 Uhr

Werders Sportchef knöpft sich seinen eigenen Kader vor

Sportchef Frank Baumann hat nach der 0:3-Niederlage bei Darmstadt 98 die Spieler von Bundesliga-Absteiger Werder Bremen kritisiert. "Wir haben jetzt schon zu viele Punkte hergeschenkt und hatten zu viele Spiele, in denen die Leistung nicht stimmte", sagte der Geschäftsführer. "Das müssen wir schnellstmöglich ändern. Sonst wird es eine Saison, in der wir wieder unsere Ziele nicht erreichen."

Die Bremer haben in der 2. Fußball-Bundesliga bislang nur 14 Punkte aus den ersten zehn Spielen geholt. Die Leistung in Darmstadt nannte Baumann zumindest in der ersten Halbzeit "sehr behäbig und pomadig". Nächster Gegner ist am Sonntag der Tabellen-16. SV Sandhausen. "Wir müssen uns zusammenraufen und uns mehr wehren", sagte Baumann.

19:24 Uhr

"Invasion der Spielstätte": Englands Nationalelf zu Fan-Ausschluss verurteilt

Englands Fußball-Nationalmannschaft muss bei seinem nächsten Heimspiel in einem Wettbewerb der UEFA ohne Fans auskommen. Wie die Europäische Fußball-Union mitteilte, ist Englands Verband (FA) wegen der Turbulenzen während des EM-Endspiels am 11. Juli mit einem Geisterspiel bestraft worden. Ein weiteres wurde auf Bewährung ausgesprochen, die zwei Jahre läuft. Zudem muss der Verband 100.000 Euro bezahlen.

Beim Finale zwischen England und Italien hatten Fans ohne Tickets versucht, sich Zugang zum Inneren der Arena zu verschaffen. Die FA nannte die Szenen "komplett inakzeptabel" und "peinlich" für die Three Lions. Ähnliche Versuche gab es laut Metropolitan Police bei der Fanzone am Trafalgar Square.

Die UEFA sanktionierte den Verband wegen "mangelhafter Ordnung und Disziplin im und im Umfeld des Stadions, die Invasion der Spielstätte sowie das Werfen von Gegenständen und das Stören bei den Nationalhymnen".

18:37 Uhr

Abbruch nach medizinischem Notfall: Bundesliga-Partie wird wiederholt

Das abgebrochene Punktspiel der Handball-Bundesliga zwischen dem Bergischen HC und der HSG Wetzlar wird wiederholt. Das bestätigte Wetzlars Geschäftsführer Björn Seipp bei Hit Radio FFH. Die Partie in Wuppertal war am Samstagabend in der 52. Minute unterbrochen worden, weil ein Fan notärztlich versorgt werden musste. Zu dem Zeitpunkt hatte die HSG mit 21:19 geführt.

Der Mensch stehe immer im Vordergrund "und deshalb akzeptieren wir alles, was da jetzt kommt", betonte Seipp. "Wir müssen jetzt zusammen mit dem Bergischen HC in den nächsten Tagen einen neuen Termin finden." Das sei nicht ganz leicht, "weil der Spielplan so eng ist, aber das hat sich ja keiner gewünscht".

17:14 Uhr

Chance für Leipzig? PSG-Superstar meldet sich für Champions-League-Spiel ab

Superstar Neymar wird dem französischen Spitzenklub Paris St. Germain in der Champions League gegen Bundesligist RB Leipzig fehlen. Wie die Pariser vor der Partie gegen die Sachsen am Dienstag (21.00 Uhr/DAZN) mitteilten, fällt der Brasilianer mit Leistenproblemen aus. PSG führt die Gruppe A mit vier Punkten vor dem punktgleichen Club Brügge an, Leipzig wartet noch auf den ersten Zähler.

16:28 Uhr

"Keine große Sache": Erstliga-Torhüter greift Mitspieler tätlich an und sieht Rot

Torhüter Aaron McCarey hat in der ersten nordirischen Fußball-Liga für einen echten Eklat gesorgt. Der Schlussmann des FC Glentoran stürzte nach einem Gegentreffer auf seinen Mitspieler Bobby Burns zu und stieß diesen zu Boden. Danach packte er den Abwehrspieler am Kragen und schrie ihn an. Konsequenz: Rote Karte. "So etwas habe ich noch nie gesehen", sagte die fassungslose Klublegende Paul Leeman bei der Live-Übertragung der BBC über den "Moment des Wahnsinns", wie er die Szene nannte. McCarey war offensichtlich wütend über die Rolle von Burns beim späten Treffer des FC Coleraine (80.) zum 2:2-Endstand.

Burns schlug nach dem Stoß des Torwarts mit dem Hinterkopf auf dem Rasen auf. Er hielt sich danach die Hände vors Gesicht, während McCarey ihn anbrüllte. Der herbeigeeilte Kapitän Patrick McClean warf dem Torwart einen Ball an den Rücken und zerrte ihn von Burns weg. "Das hätte nicht passieren dürfen, aber jetzt geht's weiter", sagte Trainer Mick McDermott, "ich werde das nicht zu einer großen Sache machen."

15:30 Uhr

Gute Nachricht für den FC Bayern: Torwart läuft wieder

Ersatztorwart Sven Ulreich hat erstmals seit seiner Knieverletzung wieder am Lauftraining des FC Bayern München teilgenommen. Gemütlich joggte der 33-Jährige über den Rasen auf dem Trainingsgelände an der Säbener Straße, wie auf einem Bild des deutschen Fußball-Rekordmeisters zu sehen war. "Schön, dich wieder auf dem Rasen zu sehen, Ulle", schrieben die Münchner auf ihrem Twitter-Kanal. Vor gut einem Monat hatte Ulreich eine Innenbandverletzung am rechten Kniegelenk erlitten.

15:16 Uhr

Red Bull München versinkt im Corona-Chaos

Wegen der anhaltenden Corona-Quarantäne bei Red Bull München aus der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) ist zum zweiten Mal in dieser Saison ein Spiel des dreimaligen deutschen Meisters verlegt worden. Nach der Absage der Partie am Sonntag gegen die Nürnberg Ice Tigers wurde auch die für Mittwochabend angesetzte Begegnung gegen die Adler Mannheim verlegt. 14 Spieler sowie vier Team-Mitglieder der Münchner sind von der Quarantäne betroffen. Als neuer Termin wurde der 2. Dezember bestätigt. Darauf verständigten sich beide Klubs nach einem internen Gespräch. Das teilte die DEL mit. Über eine Neuansetzung der Begegnung gegen Nürnberg muss noch entschieden werden.

14:35 Uhr

Frankfurt überlegt, 17-jähriges Talent an Barça abzugeben

Im Sommer verpflichtete Eintracht Frankfurt das vielversprechende Talent Fabio Blanco vom FC Valencia. Nun könnte es den 17-Jährigen zum FC Barcelona ziehen. Wie die spanische Zeitung "Sport" berichtet, zeigt der Klub Interesse an Fabio Blanco, der bei Eintracht Frankfurt derzeit keinerlei Rolle spielt. Die Katalanen überlegen dem Bericht zufolge dem Bundesligisten eine Leihe im Januar mit Kaufoption anzubieten. Blanco ist bis 2023 an die SGE gebunden. Das Offensivtalent kam vor wenigen Monaten ablösefrei an den Main und durfte bislang lediglich in der U19-Bundesliga für die SGE ran. Dort kommt er in sechs Partien auf zwei Tore und eine Vorlage.

Bereits vor seinem Wechsel nach Frankfurt war Barça an Blanco dran, aber die SGE konnte ihn vom Schritt nach Deutschland überzeugen. "Fabio kam mit viel Enthusiasmus und großen Erwartungen zu uns. Das ist natürlich dann eine Enttäuschung, wenn es nicht so läuft. In dieser Gefühlswelt befindet er sich gerade", erklärte Oliver Glasner zuletzt.

Mehr dazu lesen Sie bei den Kolleginnen und Kollegen von sport.de

14:16 Uhr

Gedanke an das Gelbe Trikot ist "etwas ganz Besonderes"

Radprofi Lisa Brennauer ist von der Neuauflage der "Tour de France Femmes" angetan. "Es sieht klasse aus. Es wird eine Wahnsinns-Veranstaltung", sagte Brennauer: "Ich erwarte schon, dass es direkt ein Highlight in unserem Wettkampfkalender wird. Es ist auch ein Zeichen für den Frauenradsport und den Weg, den wir gehen. Ich freue mich darauf." Die Frauen-Tour (24. bis 31. Juli 2022) führt im kommenden Sommer über acht Etappen von Paris zur Planches des Belles Filles in den Vogesen. Die Gesamtlänge der Strecke beträgt 1029 Kilometer.

Beim Gedanken an das Gelbe Trikot, das ein "Alleinstellungsmerkmal im Bereich der Männer" sei, geriet die 33-Jährige ins Schwärmen. "Es wird etwas ganz Besonderes und mit sehr, sehr vielen Emotionen behaftet sein", sagte Brennauer. Ihre nächste Herausforderung führt Brennauer zurück auf die Bahn. Die Olympiasiegerin von Tokio startet zum Abschluss einer erfolgreichen Saison bei der am Mittwoch beginnenden WM im Velodrom von Roubaix.

13:36 Uhr

Ermordete Weltrekordlerin: Ehemann muss vorerst 20 Tage in Haft

Im Fall der tot aufgefundenen Langstreckenläuferin Agnes Tirop stand deren Ehemann heute als Verdächtiger vor Gericht. Richter Charles Kutwa ordnete danach an, dass Emmanuel Rotich für knapp drei Wochen in Untersuchungshaft muss. Zudem soll über ihn ein psychologisches Gutachten erstellt werden. "Der Verdächtige wird 20 Tage in Polizeigewahrsam bleiben, damit die Polizei die Ermittlungen zum Mord abschließen kann", sagte Kutwa.

Weltrekordläuferin Tirop war in der Vorwoche mit Stichwunden im Bauch tot in ihrem Haus in Iten aufgefunden worden. Der Ehemann wurde danach auf der Flucht gefasst. Tirop wurde 25 Jahre alt. Erst Mitte September hatte Tirop, die im Sommer in Tokio Olympia-Vierte über 5000 Meter geworden war, in Herzogenaurach einen Straßen-Weltrekord aufgestellt, als sie über 10 Kilometer die vorherige Bestmarke um 28 Sekunden auf 30:01 Minuten verbesserte. Zudem hatte Tirop 2017 und 2019 über 10.000 Meter jeweils WM-Bronze gewonnen. Sie galt als kommender Star der Läufernation.

12:59 Uhr

"Ruhige Nacht war es nicht": Rolfes zieht Bilanz nach Bayern-Klatsche

Im Spitzenduell der Bundesliga geht Bayer Leverkusen gegen übermächtige Bayern unter. Bayer-Sportdirektor Simon Rolfes erklärt, worauf es nach dem 1:5 jetzt ankommt, was die Niederlage für eine junge Mannschaft bedeutet und warum sich eine Entwicklung der Vorsaison nicht wiederholen wird.

12:11 Uhr

Benzemas Sextape-Skandal landet vor Gericht

Für Karim Benzema wird es ab Mittwoch ernst: Der französische Fußballstar muss sich in Versailles vor Gericht wegen Mittäterschaft bei einem Erpressungsversuch verantworten. Der Prozess im Sextape-Skandal von 2015 ist über drei Tage angesetzt. Dem 33-Jährigen drohen laut Medienberichten bis zu fünf Jahre Haft und eine Geldstrafe von 75.000 Euro. Der 87-malige Nationalspieler soll seinen früheren Mitspieler Mathieu Valbuena dazu gedrängt haben, Erpresser zu bezahlen, die mit der Veröffentlichung eines intimen Videos drohten. Ob der Angreifer von Real Madrid persönlich zum Prozess erscheinen wird, ist offen, da Real am Dienstag in der Champions League bei Schachtjor Donezk im Einsatz ist. Benzemas Anwälte ließen eine entsprechende AFP-Anfrage unbeantwortet.

Valbuena, der inzwischen für Olympiakos Piräus (Griechenland) spielt, wird nach Angaben seines Anwalts Paul-Albert Iweins anwesend sein. Benzema hatte den Prozess bereits im Januar als "Farce" bezeichnet. Er gab an, dass ein Polizeibeamter unredliche Methoden angewandt habe, um ihn in den Vorfall hineinzuziehen. Sein Anwalt Sylvain Cormier sprach damals von "Schikane". Neben Benzema sind vier weitere Personen im Sextape-Skandal angeklagt.

11:14 Uhr

11-Freunde-Boss knallhart: "Haaland ist die Achillesferse der Dortmunder"

Als spannendes Spitzenspiel geplant, gleicht der Bayern-Auftritt in Leverkusen schon nach 37 Minuten einer Demütigung. "11 Freunde"-Chefredakteur Philipp Köster spricht über die Dominanz der Münchner, den Fall Lucas Hernandez und die Dortmunder Abhängigkeit von Erling Haaland.

10:44 Uhr

Wolfsburgs Weghorst mit dem Coronavirus infiziert

Torjäger Wout Weghorst vom VfL Wolfsburg hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Das gab der Fußball-Bundesligist am Montag bekannt. Der 29 Jahre alte Niederländer wird dem VfL deshalb auf jeden Fall am Mittwoch im wichtigen Champions-League-Spiel beim österreichischen Meister Red Bull Salzburg (18.45 Uhr/DAZN) fehlen. Nach Angaben der Wolfsburger habe Weghorst am Sonntagmorgen nach der 0:2-Niederlage bei Union Berlin über Symptome geklagt. Anschließend wurde er positiv auf das Coronavirus getestet. Der Stürmer befindet sich seitdem in Quarantäne. Alle anderen Tests bei Spielern, Trainern und Betreuern waren nach Angaben des Clubs sowohl am Sonntag als auch am Montag negativ. Weghorst hatte im Vorfeld der Europameisterschaft erklärt, dass er und seine Familie sich nicht impfen lassen wollen.

10:05 Uhr

Norrie und Badosa gewinnen in Indian Wells

Cameron Norrie hat als erster Brite das Tennisturnier in Indian Wells gewonnen. Die Nummer 26 der Weltrangliste setzte sich in der kalifornischen Wüste mit 3:6, 6:4, 6:1 gegen den Georgier Nikolos Bassilaschwili durch und holte seinen ersten Masters-Titel. Alexander Zverev (Hamburg) war im Viertelfinale ausgeschieden. Bei den Frauen rang Paula Badosa aus Spanien die zweimalige Turniersiegerin Viktoria Asarenka (Belarus) nieder. Die 23-Jährige, die im Viertelfinale die frühere Wimbledonsiegerin Angelique Kerber (Kiel) geschlagen hatte, sicherte sich mit einem 7:6 (7:5), 2:6, 7:6 (7:2) ihren zweiten WTA-Titel.

"Ich bin so glücklich, das ist mein größter Sieg", sagte Norrie. Dem 26-Jährigen gelang, was seine großen Landsleute vergeblich versucht hatten: Der zweimalige Olympiasieger Andy Murray hatte 2009 im Endspiel ebenso verloren wie Tim Henman 2002 und 2004. Auch Greg Rusedski verpasste 1998 den letzten Schritt zum Titel. Für Norrie war es der zweite Turniersieg im sechsten Finale auf der ATP-Tour. Seinen Premierentitel hatte er sich dieses Jahr im mexikanischen Los Cabos gesichert. Mit seinem Triumph stößt er erstmals in seiner Karriere in die Top 20 der Weltrangliste vor.

09:42 Uhr

Transferschlacht um Adeyemi: Salzburg will Nationalspieler halten

Salzburg-Trainer Matthias Jaissle will seinen begehrten Jungstar Karim Adeyemi nicht so schnell ziehen lassen. "Ich glaube, unser Dress steht ihm sehr gut. Er hat noch so viel Potenzial, und ich hoffe, dass er das noch eine Zeit lang bei uns weiterentwickelt", sagte der Coach des österreichischen Fußball-Bundesligisten in einem "Kicker"-Interview. Inzwischen zeigen der FC Bayern, Borussia Dortmund und RB Leipzig Interesse an Adeyemi - der 19-Jährige ist einer der Aufsteiger der Saison. Für Red Bull Salzburg stand der gebürtige Münchner bereits in 16 Pflichtspielen auf dem Platz, erzielte elf Tore und legte zwei weitere Treffer auf.

In die deutsche Nationalmannschaft wurde der Teenager erstmals im September berufen. Seitdem stehen drei Länderspiel-Einsätze und ein Tor zu Buche. Sein langjähriger Förderer Manfred Schwabl rechnet damit, dass Adeyemi "teuer" wird, wenn er vermutlich im Sommer 2022 zu haben sein wird. Trotz der frühen Berufung ins DFB-Nationalteam bleibe Adeyemi auf dem Boden, versicherte Jaissle. "Er macht auf jeden Fall diesen Eindruck, dabei ist das nicht selbstverständlich, auf ihn prasselt gerade sehr viel ein", sagte der 33-Jährige.

08:53 Uhr

Benfica-Ass verspricht Bayern heißen Tanz in Lissabon

imago1006971854h.jpg

Barcelona geschlagen, Punkt gegen Kiew - Benfica ist in der Pole für die K.o.-Runde. Da jubelt auch Julian Weigl.

(Foto: imago images/NurPhoto)

Julian Weigl verspricht Bayern München einen "heißen Fight" in der Champions League bei Benfica Lissabon. Seine Mannschaft habe "eine sehr große Chance" gegen den deutschen Fußball-Rekordmeister, sagte der frühere Dortmunder und Münchner Löwe dem "kicker", "das hat man zuletzt auch gegen Barca gesehen". Die Katalanen unterlagen in Lissabon 0:3. Am Mittwoch (21 Uhr/DAZN) gastieren die Bayern nach zwei souveränen Siegen in Barcelona (3:0) und gegen Dynamo Kiew (5:0) zum dritten Gruppenspiel in Portugal. "Es ist gegen uns relativ schwer, Tore zu schießen. Wir haben eine sehr gute Defensive", sagte Weigl, "aber wir erzielen in der heimischen Liga auch die meisten Treffer. Wir sind nicht einfach auszurechnen, können schnell umschalten."

Für ihn steht fest: "Man sollte gegen uns immer die Antennen ausgefahren haben. Dazu wird die Atmosphäre für sie unangenehm sein, uns wiederum gibt sie einen Push." Benfica werde den Bayern "alles abverlangen". Ganz persönlich hofft der 26-Jährige weiterhin auf eine Rückkehr in die deutsche Nationalmannschaft. "Ich weiß, dass die Konkurrenz groß ist. Aber ich traue es mir zu", sagte er. Kontakt zu Bundestrainer Hansi Flick hatte er aber noch nicht. Sein letztes von bislang fünf Länderspielen bestritt Weigl im März 2017 beim 1:0 gegen England.

08:20 Uhr

NFL-Profi nach Zusammenprall in Klinik eingeliefert

Football-Profi Darrell Taylor von den Seattle Seahawks ist im NFL-Spiel bei den Pittsburgh Steelers verletzt zu Boden gegangen und musste in eine Klinik eingeliefert werden. Der 24 Jahre alte Linebacker stürzte am Sonntagabend (Ortszeit) im letzten Viertel beim Stand von 17:17 nach einem Zusammenprall in einem heftigen Gerangel und erlitt dabei offenbar eine Verletzung am Nacken. Taylor lag mehr als zehn Minuten reglos auf dem Spielfeld und wurde medizinisch erstversorgt. Auf einer Trage wurde er später vom Platz und in ein Krankenhaus gebracht. Ersten Berichten zufolge konnte Taylor alle Extremitäten bewegen, die ersten Tests und Untersuchungen im Krankenhaus seien positiv gewesen, sagte Trainer Pete Carroll. Die Steelers gewannen das hart umkämpfte Duell der American-Football-Profiliga NFL erst in der Overtime mit 23:20.

07:58 Uhr

Rückkehr der Champions: Die Dart-WM hat neue Titelanwärter

imago1007360250h.jpg

So glücklich jetzt und kein Runterbringer in Sicht: Rob Cross.

(Foto: imago images/GEPA pictures)

Schwungvoll wuchtete Rob Cross den Siegerpokal in die Höhe, für den überraschenden Triumph bei der Europameisterschaft erhält der Engländer zudem rund 140.000 Euro Preisgeld. "Das war atemberaubend. Es ist schön, endlich wieder zu gewinnen", sagte "Voltage" Cross nach dem 11:8-Finalsieg gegen den Niederländer Michael van Gerwen. Er habe im Endspiel nicht großartig gespielt, aber: "Ich habe den Job erledigt." Cross, Weltmeister von 2018, hatte das bedeutende Event bereits 2019 in Göttingen für sich entschieden und war danach in ein Leistungstief geraten.

"Michael hat nicht so gespielt, wie er kann heute Abend. Ich selbst bin sprachlos", sagte Cross, der den Tränen nahe war. Für van Gerwen, der am Nachmittag noch Weltmeister Gerwyn Price aus Wales furios mit 10:8 besiegt hatte, verlief das Endspiel ernüchternd. "Ich habe Mist gespielt im Finale, wirklichen Mist. Ich kann mir nur selbst die Schuld geben. Bei allem Respekt für Rob, ich denke, auch das Publikum hätte ein besseres Endspiel verdient gehabt." Für die WM im Londoner Alexandra Palace (15. Dezember bis 3. Januar) lieferte das EM-Turnier in Salzburg ein paar Fingerzeige. Price und Titelverteidiger Peter Wright aus Schottland mussten sich geschlagen geben, stattdessen meldeten sich die früheren Champions Cross und van Gerwen mit einem starken Wochenende im Kreise der engsten Titelanwärter zurück.

07:31 Uhr

Fati ist zurück: Koeman rettet sich in die Woche der Wahrheit

Der kriselnde Fußball-Topklub FC Barcelona hat dank Ansu Fati einen wichtigen Sieg in der spanischen Liga eingefahren. Das Team von Trainer Ronald Koeman bezwang am neunten Spieltag den FC Valencia mit 3:1 (2:1). Damit rücken die Katalanen mit nun 15 Punkten wieder näher an die Spitzengruppe der Liga heran. Ansu Fati (13.) und Memphis Depay per Elfmeter (41.), den ebenfalls Fati herausgeholt hatte, drehten die Partie noch in der ersten Hälfte, Philippe Coutinho setzte in der 85. Spielminute den Schlusspunkt. Gaya (5.) hatte die Gäste aus Valencia früh mit einem sehenswerten Treffer in Führung gebracht. Am Mittwoch spielt Barcelona, die unter der Woche den Vertrag mit ihrem Top-Talent Pedri bis 2026 verlängert hatten, in der Champions League gegen Dynamo Kiew, ehe am kommenden Sonntag der Classico gegen Real Madrid ansteht.

06:40 Uhr

Hoeneß berichtet: Bayern München dachte lange an Bundesliga-Urgestein

imago0040191275h.jpg

Christian Streich (r.) war bei Bayern München auf der Liste, Friedhelm Funkel (l.) eher nicht.

(Foto: imago images / Beautiful Sports)

Seit Dezember 2011 trägt Christian Streich beim SC Freiburg die Verantwortung. Die beeindruckende Arbeit des charismatischen Cheftrainers imponiert auch Uli Hoeneß. So konnte sich der Ex-Präsident des FC Bayern zwischenzeitlich sogar eine Verpflichtung des Freiburger Urgesteins vorstellen. "Den liebe ich. Und ich habe mal eine Zeit lang darüber nachgedacht, ob das nicht einer für uns wäre", verriet Hoeneß im Interview mit dem Radiosender "Antenne Bayern" über Streich, der schon seit 1995 beim Sportclub arbeitet. Streich war im Jahr 2018 mit dem FC Bayern in Verbindung gebracht worden. Zuvor hatte Jupp Heynckes interimsweise für Carlo Ancelotti übernommen. Doch letztlich lotste der FC Bayern Niko Kovac an die Säbener Straße.

Streich blieb hingegen beim SC Freiburg und hielt die Süddeutschen seitdem in der Bundesliga. Auch in der laufenden Saison überzeugt der SC Freiburg bislang und rangiert mit 16 Punkten auf dem vierten Platz. Hoeneß hätte durch seine Sympathien für Streich sogar kein Problem mit einer Meisterschaft der Breisgauer. "Weil sie mit ihrem Trainer so einen fantastischen Menschen haben, dem ich alles gönnen würde", stellte der langjährige Präsident des FC Bayern klar.

05:49 Uhr

"Leben fast zerstört": Saarbrücken-Profi äußert sich nach Rassismus-Vorwürfen

Der nach Rassismus-Vorwürfen zuletzt gesperrte Dennis Erdmann des Fußball-Drittligisten 1. FC Saarbrücken hat sich mit einem eindrücklichen Social-Media-Post zu Wort gemeldet. Der 30 Jahre alte Verteidiger schrieb auf Instagram, dass sein Auto beschädigt wurde und er mit Briefen, Paketen und Nachrichten "mit Symbolen" überflutet worden sei. "Mein Leben als Fußballer und auch als Familienmensch, wurde auf eine harte Probe gestellt und fast zerstört. Es war die Hölle abends einzuschlafen und morgens aufzuwachen. Ich hatte das Gefühl von Leere in mir, von Hilflosigkeit", schrieb Erdmann weiter.

Das DFB-Sportgericht hatte Erdmann im September wegen rassistischer Äußerungen für acht Wochen gesperrt. In der vergangenen Woche war das Strafmaß reduziert worden, der Profi durfte am Wochenende erstmals wieder spielen. Vom stellvertretenden Vorsitzenden des Sportgerichts, Stephan Oberholz, hieß es damals zur Begründung: "Das Sportgericht ist im Ergebnis der Beweisaufnahme überzeugt, dass der Spieler sinngemäß folgende Äußerungen in Richtung des Magdeburger Profis Sirlord Conteh gemacht hat: Er soll mit seinen Eltern in die Heimat paddeln." Erdmann wies die Anschuldigungen entschieden und wiederholt zurück. Via Instagram ließ er nun mitteilen: "Mir ist es wichtig zu sagen und auch ein letztes Mal, dass ich keine dieser Äußerungen getätigt habe."

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen