RTL-Experte zieht sich bei Football-Team zurück
Der frühere NFL-Profi Björn Werner zieht sich als Miteigentümer und Sportdirektor des Football-Teams Berlin Thunder zurück. Der 34-Jährige habe seine Unternehmensanteile an der Gesellschaft abgegeben, wie der Klub aus der European League of Football (ELF) mitteilte. "Diese schwere Entscheidung wurde nach intensiver Überlegung getroffen und wurde im Vorfeld mit anderen Verantwortlichen und Gesellschaftern abgesprochen."
Werner wolle mit dem Schritt den Fokus auf seine Familie legen, hieß es. "Ich bedanke mich bei allen, die mich auf diesem Weg begleitet haben - vor allem die Fans!", wurde der gebürtige Berliner zitiert.
Werner, der zwischen 2013 und 2015 in der NFL für die Indianapolis Colts als Defensive End spielte, war 2021 bei dem Berliner Team eingestiegen. In die vergangene Saison gingen die Footballer mit hohen Erwartungen, verpassten die Playoffs dann aber deutlich. Werner ist als TV-Experte für die NFL bei RTL tätig und hat gemeinsam mit Kollege Patrick Esume den Podcast "Football Bromance".
Zverev ist jetzt einer der beiden Buchmacher-Favoriten bei US Open
Nach dem überraschend frühen Ausscheiden von Novak Djokovic und Carlos Alcaraz ist Alexander Zverev bei den US Open zu einem der größten Favoriten aufgerückt - auch bei den Buchmachern. Laut Sportwettenanbieter bwin hat nur der Weltranglistenerste Jannik Sinner bessere Chancen auf den Titel. Erfüllt sich der Tokio-Olympiasieger seinen Traum vom ersten Grand-Slam-Titel, gibt es für den Einsatz das Vierfache zurück. Auch in sein Viertelfinalspiel in der Nacht auf Mittwoch geht die deutsche Nummer eins demnach als Favorit. Bwin bietet für einen Zverev-Sieg eine Quote von 1,65 an. Ein Erfolg seines US-amerikanischen Gegners Taylor Fritz ist dagegen mit einer Quote von 2,25 notiert - genau wie ein Turniersieg Sinners.
Toni Kroos steht wieder auf dem Fußballplatz
Der ehemalige Nationalspieler Toni Kroos hat sich eigentlich schon in den Ruhestand verabschiedet. Doch nun kehrt der Madrid-Veteran auf die Fußball-Bühne zurück und feiert mit seinem Projekt "Icon League" in der ausverkauften Lanxess-Arena ein kleines Comeback - in seiner alten Rückennummer.
Bundesliga-Trainer wird gesperrt
Trainer Marcel Rapp von Holstein Kiel muss das nächste Bundesliga-Spiel gegen den FC Bayern München von der Tribüne aus verfolgen. Nach seiner Roten Karte beim Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg (0:2) verurteilte das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes den 45-Jährigen zu einem Innenraumverbot für eine Partie.
Konkret bedeutet dies, dass sich Rapp in der halben Stunde vor und der halben Stunde nach dem Bayern-Spiel am 14. September nicht am Spielfeldrand, in den Umkleidekabinen, im Spielertunnel oder im Kabinengang aufhalten darf. Der Kieler Trainer war in der Nachspielzeit des Wolfsburg-Spiels am vergangenen Samstag in die Coaching-Zone des VfL gelaufen und hatte dort in Richtung der gegnerischen Bank gebrüllt.
Bremen-Boss rügt Spieler nach öffentlicher Kritik
Nach der öffentlichen Kritik von Marco Friedl und Marvin Ducksch hat Werder Bremens Sportchef Clemens Fritz die beiden Fußballprofis mit klaren Worten zur Räson gerufen. "Es ist nicht die Aufgabe der Spieler, öffentlich nach neuen Spielern zu rufen", sagte Fritz der "Deichstube".
"Wir haben keinen Leistungsträger verloren, es ist jede Position doppelt besetzt, wir haben einen gesunden Konkurrenzkampf. Gleichzeitig haben wir Spieler, die ein Problem damit haben, ausgewechselt zu werden", sagte Fritz in Richtung von Ducksch. Der Angreifer hatte Trainer Ole Werner nach dem 0:0 gegen Borussia Dortmund am Samstag für seine Auswechslung in der Schlussphase kritisiert. Auch Kapitän Friedl wurde vom Sport-Geschäftsführer in die Schranken verwiesen. Friedl hatte wie Ducksch kritisiert, dass der Verein den Kader nicht genug verstärkt hätte. Der Österreicher hatte zudem bemängelt, dass Werner das Team in der Schlussphase, als es gegen Dortmund in Überzahl große Probleme hatte, nicht genug von außen unterstützt hätte.
Nächster mutmaßlicher Hummels-Wechsel wohl geplatzt
Die Zukunft von Mats Hummels ist nach wie vor ungeklärt. Ein Wechsel des ehemaligen BVB-Profis zur AS Rom ist offenbar geplatzt. Das zumindest berichtet Gianluca Di Marzio. Demnach sind die Italiener nicht weiter an Verhandlungen mit dem Innenverteidiger interessiert. Weitere Hintergründe nennt der Transfer-Experte allerdings nicht.
Zuvor hatte die italienische Sportzeitung "Corriere dello Sport" noch berichtet, dass sich Hummels und die AS Rom auf eine Zusammenarbeit geeinigt haben. Der Routinier habe das finale Angebot des Klubs akzeptiert. Dem Bericht zufolge werde Hummels beim Serie-A-Verein zunächst einen Vertrag unterschreiben, der nur bis zum Ende der Saison 2024/2025 gültig ist. Ab einer gewissen Anzahl an Einsätzen soll sich der Vertrag jedoch automatisch um eine weitere Saison verlängern.
Schalker Sorgen werden immer größer
Als wäre die Niederlage und der denkbar schwache Auftritt gegen den 1. FC Köln in der 2. Bundesliga nicht genug, plagen den FC Schalke 04 jetzt noch Verletzungssorgen. Gleich drei Spieler fallen bei Königsblau vorerst aus.
Neuzugang Moussa Sylla verletzte sich am Sonntag gegen den 1. FC Köln. Der Stürmer zog sich bei der deutlichen Niederlage eine Adduktorenzerrung zu. Sylla wäre eigentlich im Kader von Mali für die nächsten Länderspiele eingeplant - jetzt musste S04 den Verantwortlichen mitteilen, dass der Stürmer dazu nicht antreten kann. Auch Ibrahima Cissé fehlte bei der ersten Trainingseinheit der neuen Woche auf Schalke. Wie Sylla zog auch dessen Landsmann bei der 1:3-Heimniederlage gegen Köln eine Verletzung zu. Der 23-Jährige klagt über muskuläre Beschwerden im Oberschenkel. Auch Schalkes langjährige Nummer 1 Ralf Fährmann ist erstmal nicht dabei. Bei ihm ist die Verletzung wohl am schlimmsten. Im Training der U23 zog er sich einen Außenbandriss im Knie zu. Der 35-Jährige spielt im Profi-Team des S04 unter Trainer Karel Geraerts allerdings keine Rolle mehr.
RTL startet vor Ort in die neue NFL-Saison
Der Countdown läuft! In der Nacht auf den 6. September fällt bei RTL mit dem offiziellen Eröffnungsspiel der Startschuss zur neuen NFL-Saison. RTL überträgt den Season Opener zwischen dem aktuellen Super-Bowl-Champion aus Kansas City und den Baltimore Ravens ab 01:50 Uhr (Kickoff: 02:20 Uhr) live im Free-TV. Wie üblich eröffnet der amtierende Titelverteidiger die neue Saison vor heimischem Publikum. Es geht damit ins berüchtigte "Arrowhead Stadium", eines der lautesten Stadien der US-Profiliga. NFL-Experte Markus Kuhn begrüßt die Zuschauer:innen live aus Kansas City und fängt die einzigartige Kulisse und Stimmung des Saisonauftakts ein.
Weiter geht's mit dem ersten regulären Spieltag bei RTL und auf RTL+ bereits am 8. September. Ab dann heißt es wieder jeden Sonntagabend: Showtime - Die NFL Regular Season kehrt zur RTL-Primetime mit den Auftaktpartien Minnesota Vikings @ New York Giants um 19 Uhr sowie Washington Commanders @ Tampa Bay Buccaneers um 22:25 Uhr zurück. Zusätzlich präsentiert RTL+ die Highlight-Partie Pittsburgh Steelers @ Atlanta Falcons bereits ab 18:40 Uhr (Kickoff: 19 Uhr) exklusiv auf der All Inclusive Entertainment App.
Warum Shootingstar Wanner nicht bei der U21 dabei ist
Shootingstar Paul Wanner wird nach Ansicht von DFB-Trainer Antonio Di Salvo auch in Zukunft für Deutschland statt Österreich auflaufen. "Fakt ist, dass er sich erstmal für Deutschland entschieden hat. Alles andere zählt für mich nicht", sagte der Coach der deutschen U21 in einer Presserunde. Der 18 Jahre alte Wanner hatte zuletzt mit starken Leistungen beim Bundesliga-Tabellenführer 1. FC Heidenheim für Aufsehen gesorgt. Weil seine Mutter Österreicherin ist, hat auch der ÖFB bereits Interesse an dem Mittelfeldspieler angemeldet.
Wanner hatte noch im März für die deutsche U20 gespielt, Di Salvo wollte den Leihspieler von Rekordmeister Bayern München eigentlich für die kommenden U21-Spiele am Mittwoch gegen Israel und sechs Tage später (jeweils 18.00 Uhr, ProSieben MAXX) in Estland berufen. "Ich habe ihn auch nominiert. Aber es war sein Wunsch, sich nach der intensiven Vorbereitung voll darauf zu konzentrieren, stabil zu bleiben. Wir haben gemeinsam entschieden, dass wir ihn daheim lassen", sagte Di Salvo.
Not-Team ohne Zverev und Co. vertritt Deutschland
Das deutsche Tennis-Team geht stark personell geschwächt in die Gruppenphase des Davis-Cups und muss neben Alexander Zverev auch auf Jan-Lennard Struff und Dominik Koepfer verzichten. Das teilte der Deutsche Tennis Bund mit. Struff wird nach dem Erstrunden-Aus bei den US Open weiter von Problemen mit der Hüfte geplagt, Koepfer fällt mit einer Sehnenverletzung am Schlagarm rund fünf Wochen aus. Zverev ist derzeit noch beim Grand-Slam-Turnier in New York aktiv und steht vom 10. bis 15. September in China nicht zur Verfügung.
Da Daniel Altmaier derzeit außer Form ist und nicht im Einsatz sein wird, tritt das deutsche Team ohne seine vier am besten in der Weltrangliste platzierten Spieler an. Davis-Cup-Teamchef Michael Kohlmann nominierte Yannick Hanfmann, Maximilian Marterer und erstmals Henri Squire sowie die Doppelspezialisten Tim Pütz und Kevin Krawietz.
In China spielt das deutsche Team in der Gruppe C gegen die USA, die Slowakei und Chile. Die jeweils zwei besten Teams der insgesamt vier Vierergruppen erreichen das Finalturnier in Málaga vom 19. bis 24. November. Dort wird der Davis-Cup-Sieger 2024 gekürt.
Tennis-Star führt Ball-Mädchen unsportlich vor
Die kasachische Tennisspielerin Yulia Putintseva lässt ihren Frust bei den US-Open an einem Ballmädchen an den Tag und zieht damit weltweit Unmut auf sich. Boris Becker schaltet sich ein und nennt das Verhalten Putintsevas "schrecklich". Ein Video aus den Zuschauerrängen zeigt die umstrittene Szene.
Neustart mit Umbruch: Nagelsmann genießt "volles Vertrauen"
DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig setzt beim Umbruch in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft voll auf Bundestrainer Julian Nagelsmann. Die Rücktritte der Rio-Weltmeister Manuel Neuer, Thomas Müller und Toni Kroos sowie von Kapitän Ilkay Gündogan "reißen auf und neben dem Platz eine große Lücke", sagte Rettig in der BR-Sendung "Blickpunkt Sport", "aber wir haben da volles Vertrauen in unseren Trainer."
Nagelsmann habe als Vereinscoach "schon den ein oder anderen Umbruch mitgemacht" und werde auch den Neuaufbau in der DFB-Auswahl "gut managen", betonte der Funktionär. Die deutsche Elf startet am Samstag (20.45 Uhr/ZDF und im ntv.de-Liveticker) in Düsseldorf mit dem Nations-League-Spiel gegen Ungarn in die neue Saison und damit ihren Weg in Richtung WM 2026.
Bedient sich Champions-League-Gegner noch beim VfB Stuttgart?
Offensivspieler Silas könnte den Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart diesen Sommer womöglich doch noch verlassen. Einem Medienbericht zufolge ist Roter Stern Belgrad an dem 25-Jährigen interessiert. Mit dem Management des Kongolesen befinde sich der serbische Rekordmeister sogar schon in weit fortgeschrittenen Gesprächen, berichtete Sky. Das Transferfenster ist in Serbien noch bis zum 13. September geöffnet. Belgrad ist einer der Stuttgarter Gegner in der Champions League.
VfB-Trainer Sebastian Hoeneß hatte nach dem 3:3 gegen den 1. FSV Mainz 05 gesagt, dass er von einem Verbleib des Flügelspielers ausgehe. Sportvorstand Fabian Wohlgemuth hatte Silas' Zukunft als "offen" bezeichnet. Am vergangenen Freitag habe bereits ein Wechsel des Nationalspielers im Raum gestanden, berichteten die Stuttgarter. Silas war im Sommer 2019 vom Paris FC zum VfB gewechselt. Dort entwickelte er sich schnell zu einem Publikumsliebling, zuletzt geriet er aber zunehmend ins Hintertreffen.
Kurztrip mit Überraschung für dopinggesperrten HSV-Profi
Einige Profis des Hamburger SV haben die anstehende Länderspielpause zu einem besonderen Kurztrip genutzt. Um ihren wegen Dopings bis Herbst 2026 gesperrten Mitspieler Mario Vuskovic aufzumuntern, flogen sieben Spieler und einige Mitglieder des Betreuerstabes in dessen kroatische Heimat.
Vuskovic postete ein mit einem Herz und dem Wort "Family" versehenes Foto mit den Überraschungsgästen als Instagram-Story. Unter anderem zählten Kapitän Sebastian Schonlau und Torjäger Robert Glatzel zur Reisegruppe. Schon beim 4:1 gegen Preußen Münster hatten sich die Zweitliga-Fußballer des HSV am Samstag mit Vuskovic solidarisiert und unter anderem ein großes Plakat mit "Free 44 Vuskovic" gezeigt. "Wir sind eine große Familie und Mario ist ein großer Teil davon. Vielleicht war das auch ein kleines Geschenk für ihn", hatte HSV-Coach Steffen Baumgart gesagt.
60-jähriger Wandschneider gewinnt historische Medaille
Badminton-Routinier Thomas Wandschneider hat bei den Paralympischen Spielen überraschend die nächste Medaille für das deutsche Team gewonnen. Der 60-Jährige setzte sich im kleinen Finale um Bronze in der Rollstuhl-Startklasse WH1 mit 2:0 (26:24, 21:11) gegen den favorisierten Koreaner Jeong Jaegun durch, nach 58 Minuten verwandelte Wandschneider gleich seinen ersten Matchball und riss danach jubelnd die Arme hoch.
Wandschneider ist damit der erste deutsche Medaillengewinner im Badminton bei Paralympics und Olympischen Spielen. Der erste Satz war ein echter Krimi, die Führung wechselte immer hin und her - doch am Ende setzte sich Wandschneider mit all seiner Erfahrung durch. Im zweiten Satz ließ er seinem 13 Jahre jüngeren Kontrahenten dann keine Chance.
Wandschneider hatte als einziger Deutscher in der Arena Porte de la Chapelle die Gruppenphase überstanden. Badminton ist in Paris erst zum zweiten Mal Teil des paralympischen Programms, in Tokio war das deutsche Team ohne Medaille geblieben.
Neues Gerücht, wo Mats Hummels jetzt unterschreibt
Fußball-Weltmeister Mats Hummels zieht es wohl nach Italien. Laut "Corriere dello Sport" hat sich der 35-Jährige mit dem Erstligisten AS Rom auf einen Einjahresvertrag geeinigt, der automatisch um eine weitere Saison verlängert werden kann. 2,5 Millionen Euro plus Boni soll der Innenverteidiger demnach in Rom kassieren. Hummels wird in den kommenden Tagen in Rom zum Medizincheck erwartet.
Hummels ist seit dem Sommer vereinslos, sein Vertrag bei Borussia Dortmund war nach fünf Jahren ausgelaufen. Ein Wechsel des Weltmeisters von 2014 zum siebenmaligen italienischen Meister FC Bologna war trotz eines Angebotes nicht zustande gekommen. Darüber hinaus stand ein Wechsel in die englische Premier League und der spanischen La Liga im Raum.
Para-Schwimmerin bekämpft nach Hai-Angriff ihr Trauma
Im Mai 2023 wird Ali Truwit Opfer eines Hai-Angriffs. Sie verliert ihren linken Unterschenkel. Doch sie beschließt, ins Wasser zurückzukehren. Zunächst bekämpft sie ihr erfolgreich ihr Trauma und nun in Paris um Medaillen bei den Paralympcis.
Angriff auf Nürnberger - Polizei ermittelt
Nach dem Angriff auf einen U23-Spieler des 1. FC Nürnberg hat sich Abwehrspieler Niklas-Wilson Sommer mit einem Instagram-Post an seine Follower gewendet. "Vor 22h genau mir geht's gut Danke für die ganzen Nachrichten", schrieb der 26-Jährige zu einem Video von sich, auf dem über seinen Augenbrauen Schwellungen zu sehen sind.
Der fränkische Fußball-Zweitligist hatte zuvor von einer Attacke auf einen seiner U23-Spieler berichtet, den Namen aber nicht genannt. Die Polizei ermittelt nun wegen Körperverletzung gegen vier Unbekannte, wie ein Polizeisprecher erklärte. Sommer war vor einem Jahr zur zweiten Mannschaft der Nürnberger zurückgekehrt. Er ist auch Influencer und hat rund eine Million Follower bei Instagram.
Dem Klub zufolge war es in der Nacht von Samstag auf Sonntag zu einem körperlichen Angriff gekommen. "Mit dem Auflauern vor der Haustür am frühen Abend sowie dem körperlichen Angriff einige Stunden später in der Nacht haben die Personen jegliche Grenzen überschritten", schrieb der Traditionsverein.
"Farce": Klub-Boss ärgert, dass Teams für European League draufzahlen
Handball-Bundesligist VfL Gummersbach wird in der anstehenden Saison wohl europäisch spielen können. Das Qualifikations-Hinspiel zur Gruppenphase der European League gewannen die Gummersbacher 35:22 beim dänischen Klub Mors-Thy Handbold. Doch europäisch spielen muss man sich im Handball leisten können!
"Das ist eigentlich eine Farce", sagte Geschäftsführer Christoph Schindler laut "Bild" zum schon jetzt erwartbaren Minusgeschäft. "Wenn der finanzielle Verlust am Ende nicht sechsstellig ist, haben wir schon verdammt viel richtig gemacht." Denn in der Gruppenphase gibt es vom europäischen Handball-Verband für jeden geholten Punkt gerade einmal 500 Euro Bonus, in Playoffs- und Viertelfinalpartien sind es 1000. Wer seine Hauptrundengruppe gewinnt, bekommt einen Bonus von 6000 Euro. Wer beim Final4-Turnier im Mai in Hamburg triumphiert, bekommt 100.000 Euro extra. Die Reisen müssen die Teams natürlich selbst zahlen - und auch eine Teilnahmegebühr von 1950 Euro.
Darum soll der Wechsel von Bayern-Star Coman geplatzt sein
Ein Wechsel in die Premier League hätte Kingsley Coman dem Vernehmen nach gereizt. Aus der englischen Liga ging in diesem Sommer aber nie ein passendes Angebot ein. Die Tür nach Saudi-Arabien stand hingegen weit offen, der Franzose lehnte einen Transfer in die schwerreiche Pro League jedoch ab.
Er sei nach wie vor davon überzeugt, eine wichtige Rolle beim FC Bayern spielen zu können, berichtet die "AZ". Der Franzose wisse nach all den Jahren, dass alles passieren und er selbst als quasi Aussortierter am Ende doch noch länger im Klub sein könne, als etwa der aktuelle Cheftrainer, schreibt die Zeitung.
Zudem hat Coman den finanziell lukrativen Wechsel nach Saudi-Arabien laut "AZ" vor allem aus Rücksicht auf seine Familie abgelehnt. Erst Ende Juni brachte seine Lebensgefährtin das zweite gemeinsame Kind auf die Welt. Zwei weitere Kinder hat Coman noch aus seiner vorherigen Beziehung. In seinem gewohnten Umfeld in München könne er sich besser dem Familienleben widmen, nennt die "AZ" den entscheidenden Grund für das Wechsel-Veto des Franzosen.
"Dachte, mein Leben wäre vorbei": Gold-Gewinnerin nach Reitunfall am Boden
Als die Hymne in der vollbesetzten Arena La Defense erklang, brachen bei Tanja Scholz endgültig alle Dämme. Bei der goldenen Erlöserin des Team D lief einmal der dramatische Film ihres vergangenen Lebensabschnitts ab. "Vor vier Jahren war ich in der Klinik und dachte, mein Leben wäre vorbei. Jetzt sitze ich hier und habe Gold gewonnen, da kommen mir die Tränen", sagte die Schwimmerin mit stockender Stimme.
Im Juni 2020 hatte sich ihr Leben durch einen Reitunfall dramatisch verändert. Seitdem sitzt sie mit einer inkompletten Querschnittslähmung im Rollstuhl. Die Lähmung sei zu hoch für Aktivität im Wasser, befanden damals zunächst Betreuer in der Reha-Klinik. Doch Scholz wollte es trotzdem versuchen - und fühlte sich sofort wohl. "Schwimmen ist ein Stück heile Welt für mich", erklärte die Elmshornerin. Fortan begann ihr kometenhafter Aufstieg zu einer der erfolgreichsten deutschen Para Schwimmerinnen. Nur zwei Jahre nach ihrem Unfall wurde sie erstmals Weltmeisterin, mittlerweile hat sie sechs WM-Titel. In Paris folgte nun die ultimative Krönung.
Schumacher hat nach Formel-1-Tiefschlag ein Erfolgserlebnis
Rennfahrer Mick Schumacher hat beim Sechs-Stunden-Rennen in Austin/USA zum zweiten Mal in dieser Saison Punkte gesammelt. Der 25-Jährige belegte mit seinen Alpine-Teamkollegen Nicolas Lapierre und Matthieu Vaxiviere im sechsten Saisonrennen der Langstrecken-WM (WEC) den neunten Rang. Es ist das bisher beste Ergebnis des Fahrergespanns in diesem Jahr. Den Sieg holten sich Ex-Formel-1-Pilot Robert Kubica, Robert Schwarzman und Yifei Ye im Ferrari von AF Corse.
In der Fahrerwertung liegen Schumacher, Lapierre und Vaxiviere nun mit insgesamt drei Punkten auf einem geteilten 24. Platz. Ihren ersten Zähler hatten sie im Juli in Brasilien geholt. In zwei Wochen geht es mit dem vorletzten Saisonevent - den sechs Stunden von Fuji/Japan - weiter. Das WEC-Finale steigt dann am 2. November mit den acht Stunden von Bahrain.
Gesamtführender ist der Duisburger André Lotterer (125 Punkte) von Porsche Penske Motorsport, gemeinsam mit Kevin Estré und Laurens Vanthoor. Vor zwölf Jahren war Lotterer schon einmal Langstrecken-Weltmeister mit Audi geworden.
Große Erlösung: Mbappé bricht Bann mit Doppelpack
Ein schneller Antritt und ein kühler Abschluss, wenig später dann souverän am Elfmeterpunkt - für Kylian Mbappé ist der Bann gebrochen: Real Madrids neuer Superstar hat im vierten Anlauf seine ersten beiden Treffer in Spaniens La Liga erzielt und die Königlichen damit auf Kurs gebracht. Gegen das weiterhin sieglose Betis Sevilla stand am Ende ein 2:0 (0:0), Real kletterte dank Mbappé mit nun acht Punkten auf den zweiten Tabellenplatz.
Vier Punkte beträgt zwar der Rückstand auf den Erzrivalen FC Barcelona, der unter Trainer Hansi Flick mit vier Siegen perfekt in die Saison kam. Real verhinderte nach zwei Unentschieden gegen Mallorca und Las Palmas aber immerhin einen weiteren Punktverlust.
Der 25-jährige Mbappé hatte sich im Sommer mit dem Wechsel von Paris Saint-Germain nach Madrid einen Kindheitstraum erfüllt, und es ging auch gut los für den Superstar: Im europäischen Supercup gegen Atalanta Bergamo traf Mbappé gleich zum 2:0-Endstand für den Champions-League-Sieger. In La Liga war er dann allerdings ein Gesicht des Fehlstarts - bis der Doppelpack gegen Betis kam.
Traumdebüt nach Blitz-Abschied: Ex-Nationalspieler schlägt voll ein
Nur zwei Tage nach seinem Blitz-Wechsel zur AC Florenz hat Robin Gosens ein Traumdebüt hingelegt. Der deutsche Nationalspieler, der erst Stunden vor dem Ende der Transferperiode von Union Berlin an den italienischen Klub abgegeben worden war, stand im Heimspiel gegen die AC Monza in der Startelf und erzielte in der Nachspielzeit den Ausgleich zum 2:2 (1:2).
Gosens war im Vorjahr für 13 Millionen Euro von Inter Mailand nach Berlin gewechselt, hatte in der Fast-Abstiegssaison jedoch selten überzeugt und die Heim-EM verpasst. Lange wurde über einen Wechsel in diesem Sommer spekuliert, zuletzt war jedoch wieder von einem Verbleib ausgegangen worden. Dann kam es kurz vor dem Heimspiel gegen den FC St. Pauli am Freitag (1:0) doch noch zum Abschied.
Die Fiorentina geriet am 3. Spieltag der Serie A früh durch Treffer von Milan Djuric (18.) und Daniel Maldini (32.) mit 0:2 in Rückstand. Moise Kean, wie Gosens ein Neuzugang, verkürzte kurz vor der Pause (45.). Gosens spielte durch und rettet spät den Punkt (90.+6). Florenz, dritte Italien-Station für den 30-Jährigen nach Atalanta Bergamo und Inter, wartet weiter auf den ersten Saisonsieg.
Traum von Grand-Slam-Titel rückt näher: Zverev stürmt ins Viertelfinale
Alexander Zverev hat zum vierten Mal in seiner Karriere das Viertelfinale der US Open erreicht. Der Hamburger setzte sich in New York nach Anlaufschwierigkeiten mit 3:6, 6:1, 6:2, 6:2 gegen den ungesetzten US-Amerikaner Brandon Nakashima durch und machte den nächsten Schritt auf seinem Weg zum ersehnten ersten Grand-Slam-Titel. Für Zverev war es der 450. Sieg auf der ATP-Tour und der 101. bei einem Major.
In der Runde der letzten Acht trifft Zverev auf den US-Amerikaner Taylor Fritz, gegen den er vor rund zwei Monaten im Achtelfinale von Wimbledon angeschlagen verloren hatte. In New York präsentiert sich Zverev bislang körperlich aber in Topverfassung. Der Weg ins Endspiel scheint zudem frei, nachdem Olympiasieger Novak Djokovic überraschend schon in der dritten Runde ausgeschieden war.
"Ich war sehr defensiv zu Beginn, das hat er gut genutzt. Ich wusste, ich muss mich steigern und aggressiver spielen. Ich hab es dann gut gemacht und bin froh, wieder im Viertelfinale zu sein", sagte Zverev. Gegen Fritz erwartet er einen harten Kampf. "Wir stehen im Viertelfinale eines Grand-Slam-Turniers. Ich denke von nun an gibt es keine leichten Spiele mehr", sagte Zverev.