Schwere Krawalle besorgen die Tour-Organisatoren
Die gewaltsamen Proteste in Frankreich nach dem Tod eines 17-Jährigen durch den Schuss eines Polizisten beschäftigen auch die Organisatoren der 110. Tour de France. "Wir stehen im Austausch mit dem Innenministerium und verfolgen die Situation sehr genau", sagte Tour-Boss Christian Prudhomme am Freitag in Bilbao.
Am Dienstag war der 17 Jahre alte Nahel M. auf dem Fahrersitz eines Autos bei einer Verkehrskontrolle in Nanterre erschossen worden. In einem Video war zu sehen, wie der Polizist mit seiner Waffe auf den Fahrer zielt und aus nächster Nähe schießt, als das Auto plötzlich beschleunigt. Seitdem wird Frankreich von gewaltsamen Protesten erschüttert.
Prudhomme sprach auf einer Pressekonferenz, bei der eigentlich die Vision für erhöhte Sicherheit im Profi-Radsport vorgestellt wurde. Das Programm "SafeR" soll verschiedene Stakeholder um den Weltverband UCI zusammenbringen und das Risiko für Fahrerinnen und Fahrer auf der Strecke minimieren. Ein Pilotprojekt soll zur Saison 2024 starten.
Unterschreibt Bayern-Star noch heute bei PSG?
Der Wechsel von Bayern Münchens Rekordeinkauf Lucas Hernández zu Paris Saint-Germain steht offensichtlich kurz vor dem Abschluss. Die französische Sportzeitung "L'Équipe" berichtete, dass der 27-Jährige einen Vertrag über drei oder fünf Jahre unterzeichnen werde. Die offizielle Bestätigung wird dem Bericht zufolge aber erst in der kommenden Woche erwartet. Am Freitag sollte Hernández den obligatorischen Medizincheck absolvieren, der laut RMC Sport erfolgreich verlaufen sei. Demnach sollte der Abwehrspieler noch am Freitagabend seinen Vertrag bei PSG unterschreiben. Die Ablösesumme soll laut "L'Équipe" bis zu 50 Millionen Euro betragen. Demnach sollen sich PSG und die Bayern auf eine Summe zwischen 40 und 45 Millionen geeinigt haben, zu der aber noch Bonuszahlungen kommen würden.
Vor Wimbledon: Hanfmann scheitert auf Mallorca im Halbfinale
Der Erfolgslauf von Tennisprofi Yannick Hanfmann beim ATP-Turnier auf Mallorca hat im Halbfinale ein Ende genommen. Der Karlsruher unterlag dem an Position vier gesetzten Franzosen Adrian Mannarino mit 6:7 (4:7), 4:6, kann aber zufrieden auf seine Generalprobe für den Rasenklassiker von Wimbledon zurückblicken. Er zeigte sich auf Mallorca in guter Form und schlug unter anderem den topgesetzten Griechen Stefanos Tsitsipas. Auch gegen Mannarino hielt Hanfmann vor allem im ersten Satz gut mit, nach knapp zwei Stunden war das Halbfinale dennoch beendet. Hanfmann war der einzige deutsche Teilnehmer beim Rasenturnier auf der Baleareninsel, in Wimbledon steht er im Hauptfeld. Dort trifft er auf den an Nummer neun gesetzten Amerikaner Taylor Fritz.
Bitteres Ende: Man United verabschiedet Bayern-Profi
Der österreichische Fußball-Nationalspieler Marcel Sabitzer steht nach einer halben Saison bei Manchester United vorerst wieder bei Bayern München unter Vertrag. Der englische Rekordmeister verkündete auf seiner Homepage ganz offiziell das fristgerechte Ende des Leihgeschäfts. Sabitzer, in München meist Reservist, hatte sich in Manchester bestens eingefügt, erlitt im Mai aber eine Meniskusverletzung und verpasste die Endphase der Saison. Der 29-Jährige machte sich dennoch Hoffnung auf einen Verbleib bei United, der bis zum 30. Juni gültige Leihvertrag sah aber offenbar keine Kaufoption vor.
Verstappen behält Pole, Stewards sehen kein unfaires Manöver
Formel-1-Weltmeister Max Verstappen muss um seinen ersten Startplatz beim Red-Bull-Heimrennen in Spielberg zittern. Die Rennleitung leitete eine Untersuchung gegen den Niederländer ein, Verstappen soll Nico Hülkenbergs Haas-Teamkollegen Kevin Magnussen im ersten Abschnitt des Qualifyings zum Großen Preis von Österreich (Sonntag, 15 Uhr) blockiert haben. Beide Fahrer mussten um 20 Uhr bei den Stewards vorsprechen. Sollte sich der Verdacht erhärten, könnte Verstappen eine Startplatzstrafe erhalten.
Update 20:46 Uhr: Die Stewards kamen nach Anhörung beider Fahrer aber zum Urteil, dass Magnussen "keine nennenswerten Ausweichmanöver durchführen musste". Verstappen darf demnach seine Pole behalten.
Champions-League-Traum wackelt: Eintracht erwischt Hammergruppe mit Juve
Die Fußballerinnen von Eintracht Frankfurt haben in der Qualifikation für die Gruppenphase der Champions League eine höchst anspruchsvolle Aufgabe erwischt. Der Bundesliga-Dritte trifft im Halbfinale der Gruppe 2 zunächst auf den 1. FC Slovacko aus Tschechien, im Finale des Mini-Heimturniers (6./9. September) in der eigenen Heimat droht Juventus Turin. Italiens Vizemeister trifft zum Auftakt auf den FC Oqschetpes/Kasachstan.
"Es ist Champions League, einfache Spiele gibt es auf diesem Niveau nicht", sagte SGE-Trainer Niko Arnautis nach der Auslosung am Freitag: "Wir freuen uns auf eine anspruchsvolle, attraktive Gruppe."
Nur die Sieger der Gruppen ziehen in die Playoffs ein, die dann mit Hin- und Rückspiel die letzte Hürde vor der Hauptrunde darstellen.
Der deutsche Meister Bayern München ist direkt für die Gruppenphase ab 14. November qualifiziert, Vize VfL Wolfsburg muss bereits im Oktober in der 2. Runde einsteigen.
"Alles Gute" - FC Bayern verabschiedet zwei Verteidiger
Die Abwehrspieler João Cancelo und Daley Blind werden den FC Bayern München nach der abgelaufenen Saison wieder verlassen. Der Rekordmeister verabschiedete die beiden Profis via Twitter und wünschte "alles Gute für eure Zukunft". Der 29 Jahre alte Außenverteidiger Cancelo war im vergangenen halben Jahr von Champions-League-Sieger Manchester City ausgeliehen gewesen. Die Bayern hätten ihn für eine Kaufoption in Höhe von 70 Millionen Euro fest verpflichten können. Nach dem Kreuzbandriss von Lucas Hernández hatten die Münchner im Januar 2023 den Niederländer Blind von Ajax Amsterdam verpflichtet. Der 33-Jährige konnte sich jedoch nicht durchsetzen. Sein Vertrag bei den Bayern lief nun aus.
Unbezahlbar: Meistermacher verlässt Ulms Basketballer
Bruno Caboclo verlässt als erster Spieler den neuen deutschen Basketballmeister Ratiopharm Ulm. Der 27-jährige Brasilianer macht von seiner Ausstiegsklausel Gebrauch und verabschiedet sich nach sechs Monaten vom Klub. Caboclo war im Januar nachverpflichtet worden, der Center hatte großen Anteil am Sensationserfolg. "Wir hatten eine unglaubliche Zeit mit Bruno. Mit jedem starken Spiel wurde es jedoch wahrscheinlicher, dass finanzstärkere Teams Interesse anmelden würden", sagte Sportdirektor Thorsten Leibenath. Laut Klub-Mitteilung habe Ulm "mit den finanziellen Angeboten der Konkurrenz nicht im Ansatz mithalten" können.
Klopp verleiht Top-Talent an Leipzig und lehnt RB-Wunsch ab
Die einjährige Leihe von Fábio Carvalho ist perfekt. Der im offensiven Mittelfeld flexibel einsetzbare Portugiese vom FC Liverpool spielt in der kommenden Saison beim deutschen Pokalsieger RB Leipzig. Der 20 Jahre alte Carvalho absolvierte 24 Stunden zuvor den Medizincheck bei den Sachsen. Der sächsische Fußball-Bundesligist hätte im Leihvertrag gerne eine Kaufoption mit verankert, das lehnten die Liverpooler um Trainer Jürgen Klopp aber ab.
Der 1,70 Meter große Carvalho wurde bis 2013 bei Benfica Lissabon ausgebildet. Seitdem lebt er mit seiner Familie in England und wechselte nach einem Jahr beim Balham FC in die Jugendakademie des FC Fulham, wo er im Mai 2020 seinen ersten Profivertrag erhielt. In der Premier League debütierte er als 18-Jähriger. Er durchlief die Nachwuchsteams in England von der U15 bis U18, da er aber nur die portugiesische Staatsangehörigkeit besitzt, läuft er nun für Portugal auf. In Liverpool hat er noch einen Vertrag bis Sommer 2027.
"Rebellinnen"-Trio guckt nur zu: Spanien sortiert sich für WM
Mit der wieder fitten Weltfußballerin Alexia Putellas und drei bekehrten "Rebellinnen" nimmt Spaniens Nationalteam den WM-Titel ins Visier. Nationaltrainer Jorge Vilda muss bei der Endrunde in Australien und Neuseeland (20. Juli bis 20. August) jedoch nach dem aufsehenerregenden Protest von über einem Dutzend Spielerinnen auch auf Stammkräfte verzichten.
So stehen Mapi Leon, Patri Guijarro und Sandra Panos vom Champions-League-Sieger FC Barcelona nicht zur Verfügung. Das Trio ist Teil der "Rebellion" gegen den Verband, als im September 2022 15 Spielerinnen baten, vorerst nicht mehr für das Nationalteam nominiert zu werden.
Da sie ihre Position zwischenzeitlich geändert hatten, stehen hingegen Aitana Bonmati, Mariona Caldentey und Ona Batlle im 23-köpfigen WM-Kader.
Putellas ist nach langer Verletzungspause wieder einsatzbereit. Die EM im vergangenen Sommer hatte der Barça-Star nach einem Kreuzbandriss kurz vor Turnierstart verpasst.
Angst um Wimbledon: Tennis-Dominatorin gibt bei Deutschland-Turnier auf
French-Open-Siegerin Iga Swiatek muss möglicherweise um ihre Teilnahme am Rasen-Klassiker in Wimbledon (ab Montag/Sky) bangen. Die 22-jährige Polin sagte krankheitsbedingt für ihr Halbfinale beim WTA-Turnier in Bad Homburg ab. "Ich hatte eine unruhige Nacht wegen Fieber und möglicherweise einer Lebensmittelvergiftung", schrieb die Weltranglistenerste bei Twitter.
"Ich bin nicht in der Lage, heute Leistung zu bringen und muss auf mich selbst aufpassen", fügte Swiatek hinzu, betonte aber, auf baldige Besserung zu hoffen. Zuvor war sie weitgehend mühelos durch das Turnier marschiert und hatte dabei auch Tatjana Maria in drei Sätzen besiegt. Aufgrund von Swiateks Rückzug erreichte die Italienerin Lucia Bronzetti kampflos das Finale.
Mehr Durchblick beim VAR? Schiedsrichter sollen Fans aufklären
Bei der anstehenden Fußball-WM der Frauen sollen Entscheidungen nach Videobeweis von den Unparteiischen über die Stadionmikrofone erklärt werden. Diese Möglichkeit soll nach erfolgreichen Versuchen bei der Klub-WM und der U20-WM der Männer auch bei dem Turnier in Australien und Neuseeland (20. Juli bis 20. August) zum Einsatz kommen.
Seit einem Beschluss der Regelhüter des International Football Association Board (IFAB) im Januar läuft eine zwölfmonatige Testphase bei ausgewählten internationalen Turnieren. Die Offiziellen sollen dabei ihre Entscheidungen nach Überprüfung durch den Video Assistant Referee (VAR) über die Lautsprecher des Stadions erläutern.
Damit sollen die Entscheidungen transparenter und nachvollziehbar werden. Ähnlich verfährt etwa die American-Football-Profiliga NFL.
Die Diskussionen zwischen Schiedsrichter auf dem Platz und Video-Assistent bleiben geheim, ihr Resultat jedoch soll kurz erklärt werden.
Ohne schnellste Bereifung: Verstappen ist einfach unbesiegbar
Dauersieger Max Verstappen hat in letzter Sekunde die Bestzeit im einzigen freien Training zum Großen Preis von Österreich erzielt - und nicht mal die schnellste Reifenmischung eingesetzt. Der Formel-1-Weltmeister war beim Heimspiel seines Red-Bull-Teams in 1:05,742 Minuten nicht zu schlagen und sicherte sich die ihm bereits bestens bekannte Favoritenrolle für das Qualifying (17 Uhr/Sky und im ntv.de-Liveticker).
Dahinter reihten sich die Ferrari-Piloten Carlos Sainz (+0,241 Sekunden) und Charles Leclerc (+0,270) ein, die einige neue Teile an ihren Rennwagen hatten und im Gegensatz zu Verstappen den Vorteil der weichsten Reifenmischung nutzten.
Vierter wurde Rekordweltmeister Lewis Hamilton im Mercedes, Rang fünf ging an Sergio Perez im zweiten Red Bull.
Bei hochsommerlichen Bedingungen mit fast 50 Grad Asphalttemperatur erreichte der Emmericher Nico Hülkenberg im Haas den 13. Platz (+1,104).
Im Qualifying soll es sich in der Steiermark zuziehen, entsprechend würde die Asphalttemperatur sinken. Dies würde die Fahrer herausfordern, aber auch vielen gefallen - unter anderem Verstappen beklagte geringen Grip auf der stark aufgeheizten Strecke.
Ein Auge verloren, das zweite in Gefahr: Ex-FIFA-Vize darf Gefängnis verlassen
Der ehemalige FIFA-Vizepräsident Juan Angel Napout darf das Gefängnis vorzeitig verlassen. Dies entschied die New Yorker Richterin Pamela Chen, demnach kann der wegen Korruption verurteilte Paraguayer die Haftanstalt in Miami am 6. Juli verlassen. Nach dem Urteil im Zuge des FIFA-Skandals im Dezember 2017 hätte Napout eigentlich noch bis August 2024 inhaftiert bleiben müssen.
Laut seinen Anwälten verlor Napout während seiner Inhaftierung aufgrund einer Krankheit ein Auge und laufe nun Gefahr, auch das andere zu verlieren. Bei einer Vorführung vor dem Richter am 22. Juni per Videokonferenz hatte er um eine Operation gebeten.
Der frühere Chef des paraguayischen Verbandes und der südamerikanischen Konföderation CONMEBOL war im Dezember 2015 in der Schweiz festgenommen, später an die USA ausgeliefert und dort zu einer Freiheitsstrafe von neun Jahren verurteilt worden. Napout gilt als einer der Hauptschuldigen im Korruptionsnetzwerk des südamerikanischen Fußballs bei der Vergabe von Medien- und Marketingrechten.
U21-Handballer berauschen sich an Halbfinal-Einzug
Ein Sieg gegen Dänemark ist im Handball immer etwas Besonderes. Dementsprechend grenzenlos ist die Freude der deutschen Auswahl, die nach einem Sieg gegen die Skandinavier nun im Halbfinale der U21-WM steht. Doch der Bundestrainer schaut bereits voraus - und tritt ein wenig auf die Bremse.
Kimmich ist dem FC Barcelona schlicht zu teuer
Der FC Barcelona hat einen Transfer von Fußball-Nationalspieler Joshua Kimmich ausgeschlossen. "Aus wirtschaftlichen Gründen" habe man einen Wechsel des Profis vom FC Bayern München "nicht in Betracht gezogen", sagte Barça-Präsident Joan Laporta in einem Interview des katalanischen TV-Senders TV3. Das Gleiche gelte für Martín Zubimendi vom Liga-Rivalen Real Sociedad. Auf der Suche nach einem Nachfolger für Sergio Busquets sollen die Katalanen auch am 24-Jährigen interessiert gewesen sein.
Zuletzt hatte es zwischen den Bayern und Barça Irritationen wegen Kimmich gegeben. Barça-Trainer Xavi hatte den 28-Jährigen öffentlich als "Spitzenspieler" gelobt und gesagt, dass es Verhandlungen mit den Münchnern geben müsse, sollte sich eine Tür öffnen. Daraufhin äußerte Bayern-Präsident Herbert Hainer Unverständnis über die öffentlichen Abwerbeversuche.
Hertha BSC muss keine Miete fürs Olympiastadion zahlen
Im Kampf um die Lizenz hat Bundesliga-Absteiger Hertha BSC offenbar Unterstützung vom Land Berlin erhalten. Wie mehrere Medien übereinstimmend berichten, haben der Senat und der Klub für die anstehende Fußball-Zweitliga-Saison eine Komplett-Stundung der Miete für das Olympiastadion vereinbart. Demnach soll es um eine Stadionmiete in einer Gesamthöhe von etwa 2,9 Millionen Euro (ca. 170.000 Euro pro Heimspiel) gehen.
Die finanziell heftig angeschlagenen Berliner hatten im Rahmen des Lizenzierungsverfahrens bis zum 7. Juni die von der DFL geforderten Unterlagen und Sicherheiten einzureichen. Die auf einen späteren Zeitpunkt verschobene Fälligkeit der Stadionmiete sei ein Bestandteil dieser Unterlagen gewesen.
Der Klub teilte mit, sich zu "den Nutzungskonditionen für das Olympiastadion nicht äußern" zu wollen, da die Inhalte der Nutzungsvereinbarung "der Vertraulichkeit" unterliegen. Das Land Berlin hatte der Hertha als Ankermieter des Olympiastadions in der Vergangenheit bereits mehrfach geholfen, nach den Bundesliga-Abstiegen 2010 und 2012 gab es ebenfalls eine Stundungsvereinbarung. Die Berliner spielen seit der Bundesliga-Gründung 1963 im Olympiastadion.
Tödlicher Sturz lässt deutschen Radprofi nicht los
Auch gut zwei Wochen nach dem Tod von Radprofi Gino Mäder geht Routinier Simon Geschke die Tragödie immer noch nah. "Es lässt einen nicht kalt, gerade wenn man bei der Tour de Suisse live dabei war. Es ist eine schwere Sache zu verdauen, wenn man mit jemandem einen Tag zuvor noch geredet hat", sagte der 37-Jährige vor dem Start der 110. Tour de France am Samstag in Bilbao.
Mitte des Monats war der Schweizer Mäder bei der Tour de Suisse auf einer rasenden Abfahrt in eine Schlucht gestürzt und später im Krankenhaus gestorben. Bei Geschke fährt daher die Vorsicht bei den Abfahrten mit. "Ausblenden tut man es nicht. Man weiß, dass die Sturzgefahr immer besteht. Ich fahre schon immer vorsichtig und hoch konzentriert", so der gebürtige Berliner, der vor seiner elften Tour-Teilnahme steht.
Bei der Sicherheitsdebatte im Radsport bleibt Geschke realistisch. "Radsport ist immer gefährlich. Es ist schnell, wir haben nicht viele Knautschzonen. In den Abfahrten wird super schnell gefahren, aber auch auf den Flachetappen. Bei der Streckenführung wurde schon viel gemacht, aber das Risiko wird immer bleiben. Man kann den Radsport nicht zu 100 Prozent sicher machen", so der Cofidis-Profi.
"Viel Dummes" und "Niveau niedrig": Alonso kritisiert spanische Medien heftig
Der zweimalige Formel-1-Weltmeister Fernando Alonso hat die Medien in seinem Heimatland für Spekulationen über angebliche zwischenmenschliche Probleme mit seinem Landsmann Carlos Sainz scharf kritisiert. "Wir müssen leider feststellen, dass das Niveau des Journalismus in Spanien insgesamt niedrig ist. Das ist der Stand der Dinge", sagte der 41-Jährige vor dem Großen Preis von Österreich in Spielberg: "Wir sind leider nicht oft in Spanien und versuchen aus vielen Gründen, unser Land zu meiden."
Spanische Medien hatten berichtet, dass es Spannungen zwischen den beiden Piloten gebe, beide stritten das vor dem Rennen in der Steiermark energisch ab. "Wir kennen uns schon sehr, sehr lange", sagte Alonso vom Aston-Martin-Rennstall: "Wir sind innerhalb und außerhalb der Rennstrecke gute Freunde." Es gebe "viele dumme Dinge" im Umlauf, ergänzte der Routinier. "Nur weil sie auf der Piste gegeneinander fahren, sei das kein Grund, eine Feindschaft herbeizureden", sagte Alonso.
Heute früh um 8.45 Uhr: PSG-Trainer festgenommen
Die Rassismus-Affäre hat für den scheidenden Trainer von Frankreichs Fußball-Meister Paris St. Germain, Christophe Galtier, gravierende Folgen. Heute um 8.45 Uhr wurden der Fußballlehrer und sein Sohn in Nizza vorläufig festgenommen. Es gehe um den Verdacht der Diskriminierung, sagte Staatsanwalt Xavier Bonhomme der Nachrichtenagentur AFP. Mitte April war ein Ermittlungsverfahren gegen Galtier wegen des Vorwurfs der "Diskriminierung aufgrund der Rasse oder Zugehörigkeit zu einer Religion" eröffnet worden. Es geht um Galtiers Zeit bei OGC Nizza.
Galtier hatte rassistische und islamfeindliche Äußerungen über Spieler während seiner Zeit in Nizza abgestritten. Diese waren in einer offenbar vom ehemaligen Nizza-Sportdirektor Julien Fournier verschickten E-Mail an Vertreter des Klubbesitzers INEOS aufgetaucht. Nach Veröffentlichung der Vorwürfe hatte die Staatsanwaltschaft offiziell Untersuchungen eingeleitet. Galtier seinerseits hatte rechtliche Schritte wegen Verleumdung eingeleitet.
Galtier war im vergangenen Sommer von Nizza in die französische Hauptstadt gewechselt. Er hatte PSG zur Meisterschaft geführt, war allerdings mit seinem Starensemble in der Champions League an Bayern München gescheitert. Noch ist die Ablösung des Coaches zwar nicht offiziell, aber die Trennung steht offensichtlich unmittelbar bevor.
Spionageverdacht: Russischer Profisportler verhaftet
Wegen Spionageverdachts ist ein russischer Eishockeyprofi in Polen vorläufig festgenommen worden. Das gab die Regierung des EU-Staates bekannt. Der nicht namentlich genannte Spieler kommt demnach drei Monate in Untersuchungshaft. "Der inhaftierte Mann ist ein Profisportler eines Eishockeyvereins der ersten Liga", hieß es in der Mitteilung. Der russische Staatsbürger lebe seit 2021 in Polen und stehe unter Verdacht, für Moskau spioniert zu haben.
Lahm kritisiert Flick - und wundert sich über DFB-Star
Turnierdirektor Philipp Lahm blickt rund ein Jahr vor der Heim-EM 2024 mit Sorge auf die kriselnde Fußball-Nationalmannschaft. "Die deutsche Elf strauchelt, ihr fehlen Kontrolle, Balance und Stabilität", schrieb Lahm in einer "Zeit"-Kolumne. Der Weltmeister von 2014 monierte, dass man im Team von Bundestrainer Hansi Flick "keine Formation, keine Vorgehensweise" erkenne.
Das sei laut Lahm vor allem deshalb überraschend, weil mit Champions-League-Sieger İlkay Gündoğan ein Spieler zur Verfügung stehe, der Spezialist darin sei "das Risiko auf dem Platz zu managen". Solche Spieler, zu denen Lahm auch Luka Modrić, Xavi oder Andrea Pirlo zählt, brächten normalerweise Stabilität, Sicherheit und Kontrolle.
Noch sei zwar Zeit bis zum Eröffnungsspiel in München, doch es müsse nun etwas passieren. "Es wäre schön, wenn der Gastgeber stark ist. Das ist immer gut für die Atmosphäre des Turniers", sagte Lahm.
Erling Haaland verrät, worüber er ungern redet
Erling Haaland lässt lieber Tore sprechen, über sich selbst redet der norwegische Sturm-Gigant gar nicht so gern. "Ich fühle mich nicht außergewöhnlicher als andere", erklärte der 22-Jährige der "Marca". Haaland war bei einer Umfrage des spanischen Sportblatts unter ehemaligen Spielern und Trainern, Medienvertretern und Influencern sowie bei einer Abstimmung auf der Homepage von rund 10.000 Fans zum besten Spieler der Top100 gewählt worden.
Zweiter hinter Triple-Gewinner Haaland von Manchester City wurde der argentinische Weltmeister Lionel Messi, der von Paris Saint-Germain zu Inter Miami wechseln wird. Rang drei ging an Real Madrids Brasilianer Vinícius Júnior.
Sein einziges Ziel sei immer, das nächste Spiel zu gewinnen, sagte Haaland. Er hatte in seiner ersten Saison in Manchester nach seinem Weggang von Borussia Dortmund wettbewerbsübergreifend 53 Tore erzielt. Er holte mit dem Klub die englische Meisterschaft, den Pokal und die Champions League. "Ich bin zu City gekommen, um Titel zu gewinnen. Und ja, man kann sagen, dass das meine beste Saison war", sagte Haaland.
Homo- und queerfeindlich? BVB-Boss nennt Wunschprofi "ganz normalen Jungen"
Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hat das Interesse von Borussia Dortmund an Mittelfeldspieler Felix Nmecha (22/VfL Wolfsburg) verteidigt. "Das ist ein ganz normaler Junge, ein normaler junger Fußballer", sagte der BVB-Klubchef der "Süddeutschen Zeitung". Nmecha sei "kein Typ, der innerhalb der Gruppe mit seinen Einstellungen oder seinem Verhalten für Unruhe sorgt".
Teile der BVB-Fans stehen einer möglichen Verpflichtung von Nmecha kritisch gegenüber, weil der Nationalspieler auf seinem Instagram-Profil Beiträge geteilt hatte, die als homofeindlich und queerfeindlich eingeordnet werden können. Später widersprach er entsprechenden Vorwürfen in einem längeren Post. Nmecha könnte den an Real Madrid verkauften Mittelfeldstrategen Jude Bellingham ersetzen. Er soll etwa 25 bis 30 Millionen Euro Ablöse kosten.
WAZ und "Ruhrnachrichten" berichteten zuletzt, dass Nmecha in einem Gespräch mit Watzke und BVB-Präsident Reinhold Lunow Bedenken bezüglich fragwürdiger Einstellungen gegenüber Homosexuellen und Transpersonen ausräumen konnte. Man habe Nmecha dabei klarmachen können, dass er sich trotz seines Glaubens im Team und dem Verein nicht "missionarisch" betätigen könne, sagte Watzke nun.
"Fauxpas passiert": Olympiasiegerin selbstkritisch nach EM-Bronze
Kajak-Olympiasiegerin Ricarda Funk hat sich nach Team-Bronze bei den Europaspielen in Krakau selbstkritisch gezeigt. "Mir ist ein Fauxpas passiert, als ich Tor acht berührt habe. Da habe ich es meinen Nachfolgerinnen nicht leichter gemacht, das Tor ordentlich zu passieren", sagte die 31 Jahre alte Tokio-Olympiasiegerin nach dem Kanuslalom-Rennen. Der Fahrfehler sorgte für zwei Strafsekunden und kostete dem deutschen Trio, das am Ende hinter Frankreich und Tschechien landete, damit die Silbermedaille.
"Ansonsten können wir sehr zufrieden sein, wenn man bedenkt, dass wir nur einen Trainingslauf hatten in der Konstellation. Wir haben echt viel rausgeholt", lobte Funk auch ihre Teamkolleginnen Elena Lilik und Emily Apel. "Sie haben das ganz gut gemanagt." Zunächst hatte sich das deutsche Team über Silber gefreut, weil der spätere Sieger Frankreich wegen eines vermeintlichen Fehlers nach hinten versetzt worden war. Die Französinnen legten aber erfolgreich Einspruch gegen die Wertung ein.
"Wurde ausgeraubt": F1-Star schildert schlimmen Urlaub
Formel-1-Star Lando Norris ist zum zweiten Mal innerhalb der letzten zwei Jahren Opfer eines Überfalls geworden. Wie der McLaren-Pilot in Spielberg erklärte, wurde während seines Urlaubs in Marbella in seine Luxus-Villa eingebrochen, die er gemeinsam mit ein paar Freunden bewohnte.
"Wir sind zum Essen ausgegangen und unser Haus wurde ausgeraubt. Einige Sachen wurden gestohlen. Manche waren teuer, andere weniger teuer. Die Untersuchungen laufen noch, deswegen kann ich nicht so viel dazu sagen", erklärte Norris am Rande des Großen Preises von Österreich, als er auf den Einbruch angesprochen wurden.
Bereits vor zwei Jahren geriet der McLaren-Pilot aus einem ganz ähnlichen Grund in die Schlagzeilen. Damals wurde ihm nach dem Fußball-EM-Finale zwischen England und Italien auf dem Weg zu seinem Auto seine sündhaft teure Luxus-Uhr vom Arm gerissen. Später kam heraus, dass das Modell der Marke Richard Mille einen Wert von rund 170.000 Euro hatte. Gefasst wurden die Diebe nicht.
Nach erfolgreicher EM: Thomaidis und DBB nähern sich an
Präsident Ingo Weiss vom Deutschen Basketball Bund (DBB) hat nach der erfolgreichen EM der deutschen Frauen positive Signale von Lisa Thomaidis in Bezug auf eine weitere Zusammenarbeit empfangen. Der Vertrag der 50 Jahre alten Bundestrainerin aus Kanada war nach dem Turnierende ausgelaufen. "Von beiden Seiten gibt es Interesse. Jetzt muss man nur sehen, wie man zueinander kommt", sagte Weiss am Rande eines Pressetermins in Hamburg: "Wir müssen es jetzt erst einmal 14 Tage sacken lassen und dann reden wir."
Durch den sechsten Platz bei der am Sonntag zu Ende gegangenen EM in Ljubljana und Tel Aviv tritt das DBB-Team im Februar bei einem Qualifikationsturnier für die olympischen Sommerspiele in Paris 2024 an.
Real und Barça ausgestochen: BVB holt 16-jährigen Nationalspieler
Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund hat nach einem Bericht der "Bild" den spanischen Junioren-Nationalspieler Ousmane Diallo verpflichtet. Der Verein müsse noch offiziell das Minderjährigengesuch bei der FIFA einreichen und der Weltverband den Transfer des 16-Jährigen dann offiziell bestätigen, aber das gelte als Formsache.
Der Linksaußen spielte zuletzt in der Jugend des spanischen Zweitligisten Deportivo Alavés und gilt als eines der größten Talente Spaniens. Demnach wollten auch die spanischen Schwergewichte Real Madrid und FC Barcelona Diallo in ihre Nachwuchsakademien holen. Für den deutschen Vizemeister ist es der nächste Coup der 2018 gegründeten Top-Talente-Abteilung.
Verstappen ermahnt Fans: Weniger trinken, mehr gutes Benehmen
Nach den Berichten über rassistische, homophobe und sexistische Beleidigungen am Rande des Formel-1-Rennens im Vorjahr in Spielberg glaubt Rekordweltmeister Lewis Hamilton an diesem Wochenende wieder an normale Zustände. "Ich hoffe, letztes Jahr war ein einmaliger Vorfall", sagte der britische Mercedes-Pilot im Fahrerlager vor dem Großen Preis von Österreich und ergänzte: "Ich weiß, dass Maßnahmen ergriffen worden sind, aber sicher kann man immer noch mehr tun."
Beim vergangenen Grand Prix in der Steiermark 2022 hatten verschiedene Berichte vor allem von weiblichen Fans aufschrecken lassen. Darin ging es um Übergriffe, sexistische Kommentare, rassistische oder homophobe Beleidigungen. Auch die Formel 1 sah sich in einem Statement schnell zum Handeln gezwungen. Unter anderem sollen nun mehr Sicherheitskräfte für Ordnung sorgen.
Traditionell sind in Spielberg vor allem viele niederländische Fans vor Ort. Deswegen appellierte Weltmeister Max Verstappen vor dem Rennen am Sonntag (15 Uhr/Sky und im Liveticker bei ntv.de) an seine Landsleute: "Betrinkt euch nicht zu sehr, schaut den Grand Prix und genießt es."
"Riesen-Verstärkung:" Ex-Bayern-Profi kommentiert Bayern-Transferplan
Andreas Herzog, Co-Trainer von Jürgen Klinsmann bei der südkoreanischen Fußball-Nationalmannschaft, rät Bayern München zur Verpflichtung von Jae-Min Kim. "Ich glaube, dass er eine Riesen-Verstärkung ist", sagte der Österreicher Sport1. "Er ist ein überragender Verteidiger mit einer grandiosen Athletik, Sprungkraft und Zweikampfstärke", sagte der frühere Bayern-Profi Herzog über den 26-jährigen Südkoreaner vom italienischen Meister SSC Neapel.
Dass die Bayern eine Chance bei Kim haben, hätte Herzog nicht gedacht. "Manchester United wollte ihn haben - ich habe eigentlich gedacht, dass mit Manchester United schon alles klar ist seit über einem Monat", sagte der 54-Jährige, "dann haben die Bayern dazwischengefunkt."
NFL unbarmherzig: Drei Profis für komplette Saison gesperrt
Drei Football-Profis werden die komplette kommende Saison in der NFL verpassen, weil sie auf Spiele der US-Liga gewettet haben. Wie die NFL mitteilte, sperrte sie Isaiah Rodgers und Rashod Berry von den Indianapolis Colts sowie den derzeit nicht unter Vertrag stehenden Demetrius Taylor bis auf Weiteres, zumindest aber für die nächste Spielzeit. Die Colts trennten sich daraufhin von Rodgers und Berry.
Nicholas Petit-Frere von den Tennessee Titans muss zumindest in den ersten sechs Spielen zuschauen, weil er auf dem Teamgelände in Sportarten jenseits der NFL gewettet habe. Mit den Sperren setzte die Liga ihren Kampf gegen unerlaubtes Wetten fort, hieß es in der Mitteilung.
Schon geeinigt, aber: BVB sagt Top-Transfer ab
Borussia Dortmund will laut Medienberichten nun doch nicht den mexikanischen Fußball-Nationalspieler Edson Álvarez verpflichten, obwohl sich beide Seiten schon über einen Transfer einig gewesen sein sollen. Wie unter anderem Sport1 und die "Bild" sowie die niederländische Zeitung "De Telegraaf" berichteten, ist ein möglicher Rekordtransfer zum deutschen Vizemeister vom Tisch.
Darüber habe die Dortmunder Führungsetage um Sport-Direktor Sebastian Kehl den Berater des 25 Jahre alten Mittelfeldspieler informiert, schrieb die "Bild". Trainer Edin Terzić plane doch weiter mit Emre Can, dessen Vertrag verlängert werden soll, und Salih Özcan.
Laut Sport1 sei den Borussen der Mittelfeld-Abräumer am Ende doch zu teuer gewesen. Álvarez hat bei Ajax Amsterdam noch bis 2025 einen Vertrag, den Berichten zufolge verlangte Amsterdam mit Sportdirektor Sven Mislintat - vorher beim VfB Stuttgart tätig - über 35 Millionen Euro Ablöse. Damit wäre Mittelfeldabräumer Álvarez der teuerste BVB-Einkauf geworden. Álvarez und der BVB sollen sich bereits auf einen Wechsel verständigt haben, nachdem die Schwarz-Gelben wochenlang um ihn geworben hatten.