Der Sport-Tag

Der SportTödlicher Sturz lässt deutschen Radprofi nicht los

30.06.2023, 12:50 Uhr

Auch gut zwei Wochen nach dem Tod von Radprofi Gino Mäder geht Routinier Simon Geschke die Tragödie immer noch nah. "Es lässt einen nicht kalt, gerade wenn man bei der Tour de Suisse live dabei war. Es ist eine schwere Sache zu verdauen, wenn man mit jemandem einen Tag zuvor noch geredet hat", sagte der 37-Jährige vor dem Start der 110. Tour de France am Samstag in Bilbao.

Mitte des Monats war der Schweizer Mäder bei der Tour de Suisse auf einer rasenden Abfahrt in eine Schlucht gestürzt und später im Krankenhaus gestorben. Bei Geschke fährt daher die Vorsicht bei den Abfahrten mit. "Ausblenden tut man es nicht. Man weiß, dass die Sturzgefahr immer besteht. Ich fahre schon immer vorsichtig und hoch konzentriert", so der gebürtige Berliner, der vor seiner elften Tour-Teilnahme steht.

Bei der Sicherheitsdebatte im Radsport bleibt Geschke realistisch. "Radsport ist immer gefährlich. Es ist schnell, wir haben nicht viele Knautschzonen. In den Abfahrten wird super schnell gefahren, aber auch auf den Flachetappen. Bei der Streckenführung wurde schon viel gemacht, aber das Risiko wird immer bleiben. Man kann den Radsport nicht zu 100 Prozent sicher machen", so der Cofidis-Profi.

Quelle: ntv.de