Weltpolitik bei Olympia: Pfiffe für Vance und Israel, großer Jubel für Ukraine
Die Weltpolitik hat auch bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele von Mailand und Cortina eine hörbare Rolle gespielt. Beim Einlauf der Athletinnen und Athleten gab es für Israel deutliche Pfiffe und Buhrufe von den Rängen im Mailänder San-Siro-Stadion. Ebenso wurde gebuht, als beim Einzug des US-Teams auf den Videoleinwänden JD Vance zu sehen war. Der amerikanische Vizepräsident verfolgte die Zeremonie auf der Ehrentribüne. Die Sportlerinnen und Sportler aus den USA wurden hingegen kurz zuvor eher gefeiert.
Besonders großen und langen Jubel bei der Athletenparade erhielt in Mailand die kleine Delegation aus der Ukraine. Der Skeletonpilot Wladislaw Heraskewitsch, der die ukrainische Fahne bei der parallelen Feier in Cortina d'Ampezzo trug, äußerte sich kurz vor Beginn der Zeremonie über die Lage seines Landes angesichts des russischen Angriffskriegs.
Nächstes Olympia-Team vom Norovirus betroffen
Im olympischen Frauen-Eishockeyturnier ist das nächste Team von einem Norovirus-Fall betroffen. Nach der schwer geplagten finnischen Auswahl meldeten auch die Schweizerinnen einen Positivtest bei einer Spielerin. Zur Vorsicht musste das gesamte Team isoliert werden und durfte nicht an der Eröffnungsfeier der Winterspiele in Mailand am Freitagabend teilnehmen. Das Testergebnis habe erst nach dem 4:3-Sieg der Schweizerinnen gegen Tschechien in ihrem Auftaktspiel am Nachmittag vorgelegen, teilte die Dachorganisation Swiss Olympic mit.
Die betroffene Athletin habe nach Ankunft im olympischen Dorf ein Einzelzimmer bezogen und sei nach Auftreten erster Symptome bereits vom Team isoliert worden, hieß es weiter. Inzwischen sei die Spielerin wieder symptomfrei. Ihre Teamkolleginnen zeigen demnach keine Anzeichen für eine Norovirus-Erkrankung.
Mit ihren "Ponchos": Deutsche Olympia-Delegation läuft ein
Angeführt von Katharina Schmid und Leon Draisaitl sind die deutschen Athletinnen und Athleten nun auch ganz offiziell bei den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo angekommen. Die Skispringerin und der Eishockeystar trugen am Freitagabend die deutschen Fahnen bei den Eröffnungsfeiern, insgesamt 130 Sportlerinnen und Sportler des Team D nahmen an den Zeremonien teil - verteilt auf vier Orte. Draisaitl lief im Mailänder San Siro Stadium mit der größten Gruppe ein, Schmid war in Predazzo dabei, Feierlichkeiten gab es zeitgleich auch in Cortina und Livigno.
Ski-Freestylerin Mohr verletzt sich - will trotz Knie-OP starten
Die deutsche Freestyle-Skierin Muriel Mohr wird bei den Olympischen Winterspielen den Slopestyle-Wettbewerb, der am Montag ausgetragen wird, verpassen. Wie der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) mitteilte, zog sich die 19-Jährige beim Training am Donnerstag nach der Landung eines Sprunges eine Verletzung am linken Knie zu. Bei einer MRT-Untersuchung wurde ein kleiner eingeklemmter Meniskuslappen im linken Knie diagnostiziert.
Heute unterzog sich Mohr in München einem kleinen arthroskopischen Eingriff. Manuel Köhne, der die Operation durchführte, sagte danach: "Wir haben das eingeklemmte Meniskusstück arthroskopisch entfernt. Das Knie ist stabil und weist keine weiteren Verletzungen auf. Einen positiven Heilungsverlauf vorausgesetzt, kann das Knie in einigen Tagen wieder voll belastbar sein."
Mohr gibt die Hoffnung auf einen Start bei den Olympischen Spielen daher noch nicht auf: "Sollte die Heilung positiv verlaufen, werde ich alles versuchen, um in meiner Paradesdisziplin, dem Big Air, starten können." Das Finale im Big Air findet am 16. Februar statt, die Qualifikation wird zwei Tage zuvor ausgetragen. Mohr hatte sich vor knapp einem Jahr einen Kreuzbandriss zugezogen, nach ihrem Comeback aber dennoch die Qualifikation für Olympia geschafft.
Britischer Olympionike provoziert
Der britische Ski-Freestyler Gus Kenworthy hat auf ebenso kreative wie provokante Weise zum Protest gegen die US-Einwanderungsbehörde ICE aufgerufen. Der 34-Jährige, der einen Großteil seines Lebens in den USA verbrachte, veröffentlichte vor dem Auftakt der Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d'Ampezzo ein Foto mit eindeutiger Botschaft via Instagram: Zu sehen sind die Spitzen zweier Ski im Schnee, dazwischen sind in dunkelgelber Farbe die Worte "fuck ice" zu lesen.
Kenworthy, der in Norditalien in der Halfpipe antreten wird, reicherte seinen Post allerdings mit weiterem Inhalt an: All seinen Followern stellte er eine Textvorlage zur Verfügung, mit der US-Bürger sich direkt an Senatorinnen oder Senatoren ihres Bundesstaates wenden können, um gegen die weitere Finanzierung der Behörde zu protestieren. "Unschuldige Menschen wurden ermordet, und es reicht", heißt es in der Vorlage, "wir können nicht tatenlos zusehen, während ICE in unseren Gemeinden weiterhin mit unkontrollierter Macht agiert." Zu fordern seien "echte Leitplanken und Rechenschaftspflichten" für die Beamten.
Kenworthy trat bereits bei den Winterspielen 2014 und 2018 an, damals noch für das Team USA. 2014 gewann er Silber im Slopestyle, fünf Jahre später wechselte er in das Team seines Geburtslandes Großbritannien. 2022 in Peking war er dann als Brite dabei,
Sportreporter entdeckt "absoluten Rohbau" bei Olympia
Die Olympischen Winterspiele starten, Tausende Sport-Fans aus aller Welt strömen nach Italien um die Wettkämpfe zu verfolgen. Schon jetzt ist klar: Per Seilbahn zur Abfahrtspiste reisen werden sie nicht. ntv-Sportreporter Marcel Klein hat die Baustelle vor Ort besichtigt.
Hoffenheims Erfolgscoach lässt eigene Zukunft offen
Hoffenheims Trainer Christian Ilzer hat für den Fall einer Abberufung von Sport-Geschäftsführer Andreas Schicker einen eigenen Rücktritt offengelassen. "Kann sein", antwortete der Österreicher auf die entsprechende Frage vor dem Topspiel bei Bayern München am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN und ntv.de-Liveticker): "Ich kann nichts ausschließen. Das hängt aber auch von vielen anderen Faktoren ab. Diese Faktoren werde ich hier nicht besprechen."
Er hoffe "nicht, dass wir unseren sehr erfolgreichen Weg an der Heimatfront kaputtmachen", führte Ilzer aus. Für ihn sei Schicker ein zentraler Baustein des Höhenflugs des Tabellendritten. "Andi stellt nicht nur für mich, sondern für das gesamte Team die Rahmenbedingungen her, dass wir erfolgreich sein können", so der 48-Jährige: "Dazu ist er menschlich ein Charakter, der Personen und Abteilungen verbindet. Wir sind hier im Haus eine gemeinsame große Familie mit Identität geworden." Dafür trage der Sport-Geschäftsführer "große Verantwortung". Mehrere Medien hatten übereinstimmend berichtet, dass Schicker am Tag nach dem Bayern-Spiel Geschichte bei der TSG sein könnte.
Das sind die Olympia-Outfits von Team Deutschland
"Wie eine Decke zum Anziehen" - so beschreibt Eisschnellläufer Felix Maly den Poncho der "Team D" zu den Medaillen tragen soll. Das Outfit für die Winterspiele in Italien ist unkonventionell. Beim Gastgeber geht es deutlich klassischer zu.
Lindsey Vonn rast mit Kreuzbandriss über Olympia-Piste
Mit 41 Jahren will Lindsey Vonn es noch einmal wissen. Die Ikone des Alpin-Skisports rast über die Olympia-Piste - noch nur im Training. Im "Renn-Modus" sei sie noch nicht, versichert ihr Coach. Ein weiteres Training steht noch auf dem Plan, dann wird es am Sonntag ernst für Vonn und Co.
Krankheitssorgen beim FC Bayern: Brisantes Torwartduell wackelt
Zwei Tage vor dem Bundesliga-Topspiel gegen die TSG Hoffenheim hat es beim FC Bayern München eine gute und eine schlechte Trainingsnachricht gegeben. Am 31. Geburtstag von Fußball-Nationalspieler Leon Goretzka war Torjäger Harry Kane bei der geschlossenen Einheit auf dem Vereinsgelände wieder dabei, wie der deutsche Rekordmeister berichtete.
Kapitän Manuel Neuer fehlte dagegen wegen eines Magen-Darm-Infektes. Ob der 39-Jährige für das Heimspiel am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN und im ntv.de-Liveticker) und das brisante Torwartduell mit Nationalkeeper Oliver Baumann ausfällt, muss sich noch zeigen. Am Samstag bestreiten die Münchner ihr Abschlusstraining. Kane hatte in dieser Woche bislang krankheitsbedingt ausgesetzt. Der 22-fache Saisontorschütze konnte nun aber wieder teilweise mit dem Team trainieren.
"Eis, Eis Baby" - Deutsche Olympioniken ziehen blank
Deutsche Spitzensportler müssen auf dem Weg nach einer Finanzierung ihrer Wettkämpfe und Trainings manchmal kreativ werden. Die deutschen Eisschnellläufer haben sich für das Olympia-Jahr 2026 etwas ganz Besonderes einfallen lassen.
Staatsanwaltschaft ermittelt: Verband sieht in Missbrauchsskandal keinen Anlass für Rücktritte
Im Missbrauchsskandal um Turnerinnen in Stuttgart und Mannheim liegt aus Sicht des Deutschen Turner-Bund (DTB) kein strafbares Fehlverhalten von Funktionären vor. Deshalb soll es auch keine personellen Konsequenzen geben, wie der DTB mitteilte.
Nachdem die Staatsanwaltschaft gegen insgesamt neun aktuelle und ehemalige Funktionäre Ermittlungen eingeleitet hat, habe die vom DTB beauftragte Kanzlei Redeker Sellner Dahs die Einleitungsverfügung geprüft.
Die Kanzlei sei zu dem Ergebnis gekommen, "dass sich eine Strafbarkeit der beschuldigten DTB-Funktionäre auf Grundlage der Einleitungsverfügung nicht nachvollziehen lasse. Die darin enthaltenen tatsächlichen Ausführungen und rechtlichen Erwägungen seien im Ergebnis nicht geeignet, die erhobenen strafrechtlichen Vorwürfe zu tragen", hieß es in einer Verbandsmitteilung. Auf dieser Grundlage sehe "das Präsidium keine Veranlassung für personelle Konsequenzen".
Der DTB nehme die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Stuttgart weiterhin sehr ernst und werde diese unterstützen. Darüber hinaus behalte der DTB die weiteren Entwicklungen im Blick und "werde die Situation erforderlichenfalls ergänzend bewerten".
Der "Finnen-Messi" schlägt beim FCK ein
Naatan Skyttä wirbelt seit dem Sommer durch die Offensive des 1. FC Kaiserslautern. Mit neun Toren und vier Vorlagen gehört er zu den Topscorern der Liga. Manche Fans vergleichen ihn schon mit Lionel Messi, doch der kleine Finne bleibt ganz bescheiden.
Proteste vor Olympiastart: In Mailand heißt es "ICE out" und "Fuck ICE"
Aus Protest gegen die Anwesenheit von Beamten der US-Einwanderungspolizei ICE bei den Olympischen Winterspielen sind mehrere Hundert Studenten durch Mailand gezogen. Bei dem Demonstrationszug durch die Innenstadt waren Plakate wie "ICE out" ("ICE raus") zu sehen. An eine Wand sprühten mehrere Männer in Schwarz den Slogan "Fuck ICE". Die Proteste verliefen bis zum frühen Nachmittag friedlich.
Die US-Einwanderungspolizei steht in der Kritik wegen ihres teils brutalen Vorgehens gegen Migranten in den Vereinigten Staaten, bei dem auch zwei Menschen getötet wurden. In der US-Olympiadelegation sollen sich ICE-Beamte um den Schutz von Offiziellen wie US-Vizepräsident JD Vance und Außenminister Marco Rubio kümmern. Italiens rechte Regierung betonte mehrfach, dass die ICE-Angehörigen auf den Straßen nicht zum Einsatz kämen.
ntv-Reporterin schaut sich um: So leben die deutschen Olympia-Athleten
Während der Olympischen Winterspiele sind die Athleten im Olympischen Dorf untergebracht. Eisschnellläufer Felix Maly zeigt ntv-Reporterin Jessica Matyschok sein Zimmer und vieles mehr.
Nach Sturz wegen Fan: Rad-Superstar sagt Rundfahrt ab
Der dänische Radsport-Star Jonas Vingegaard hat seine Teilnahme an der UAE-Tour nach seinem durch einen Fan ausgelösten Trainingssturz und einer darauffolgenden Erkrankung abgesagt. Die siebentägige Rundfahrt in den Vereinigten Arabischen Emiraten, bei der Vingegaard seinen Saisoneinstieg geben wollte, beginnt am 16. Februar.
"Ich habe mich wirklich darauf gefreut, zur UAE-Tour zurückzukehren und bin enttäuscht, diese Entscheidung zu treffen", wurde Vingegaard in der Mitteilung seines Rennstalls zitiert: "Die Kombination des Sturzes und der anschließenden Krankheit haben uns dazu gebracht, diese Entscheidung zu treffen. Es ist besser, jetzt vollständig zu reagieren, damit ich mich auf meine nächsten Ziele fokussieren kann."
Der zweimalige Tour-Sieger (2022, 2023) war Ende Januar bei einer Trainingsfahrt in der Nähe von Malaga zu Fall gekommen. Ein Amateurfahrer teilte im Zuge dessen mit, dass er vermutlich der Auslöser war, nachdem Vingegaard eine Abfahrt mit erhöhtem Risiko gefahren war, um ihn abzuhängen. Dabei war Vingegaard gestürzt.
"Wenn ich in die Gesichter der Kollegen schaue ...": FC Bayern will zurückschlagen
Mit den zwei überraschenden Rückschlägen in der Liga wollte sich Vincent Kompany vor dem Topduell gegen die Mannschaft der Stunde erst gar nicht groß beschäftigen. "Jetzt", betonte der Trainer des FC Bayern, "werden wir genau das machen, was wir immer machen: Wir werden auf dem Platz reagieren." Da ist es Kompany auch egal, dass es am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN und im Liveticker auf ntv.de) ausgerechnet gegen die aktuell bärenstarke TSG Hoffenheim geht.
Auch Torwart Manuel Neuer schaltete vor dem Spitzenspiel gegen den seit sieben Partien ungeschlagenen Tabellendritten, vor dem die Münchner um Torjäger Harry Kane bangen, trotzig in den Angriffsmodus. "Wenn ich in die Gesichter der Kollegen schaue, dann ist das ein gutes Zeichen, dass wir wieder angreifen wollen", sagte der Kapitän.
Kompany und Neuer wissen, dass ein dritter Ausrutscher nach dem 1:2 gegen den FC Augsburg und dem 2:2 beim Hamburger SV beim erfolgsverwöhnten Rekordmeister zu erster leichter Unruhe in dieser Saison führen könnte. Noch ist eine Krise nicht in Sicht. Es fühle sich "nicht so an, als würden wir in einer schlechten Phase stecken", sagte Nationalspieler Jonathan Tah bei Sky mit Nachdruck. Es herrsche der Geist vor, "dass wir jeden Gegner schlagen können. In dieser Saison ist alles drin für uns."
Wer zur Vonn-Show will, hat Stress: Seilbahn wird nicht fertig, Schulen sollen schließen
Der erste Auftritt von Ski-Queen Lindsey Vonn ist eines der größten Highlights der Olympischen Spiele. Die US-Amerikanerin wird am Sonntag mit einem teilweise künstlichen Knie und frisch gerissenem Kreuzband im anderen um eine Medaille in der Abfahrt kämpfen. So oder so wird mit dem Rennen in Cortina d'Ampezzo die wohl größte Geschichte der ersten Olympiatage geschrieben. Wer vor Ort dabei sein will, muss sich allerdings in Geduld üben, denn die Seilbahn Apollonio-Socrepes, die bis zu 7000 Menschen an die Piste hätte bringen sollen, wird nicht rechtzeitig fertig.
Die Organisatoren wollen stattdessen auf mehr Shuttle-Busse ausweichen, welche die Fans an die Strecke bringen sollen, wie "Welt.de" berichtet. Bei den folgenden Wettbewerben unter der Woche droht ein Verkehrschaos. Ein internes Schreiben von Andrea Francisi, Chief Games Operations Officer, warnt: "Der Verlust dieser strategischen Infrastruktur kurz vor Beginn der Olympischen Spiele stellt uns vor erhebliche organisatorische Herausforderungen." Laut "Welt.de" sollen deshalb vom 10 bis zum 12. Februar die Schulen in Cortina schließen, um die Straßen zu entlasten.
"Mein Schweigen macht Lärm": Vor der Eröffnung gibts Ärger um die Hymne
Kurz vor Beginn der Olympischen Winterspiele gibt es Ärger um einen der Auftritte bei der Eröffnungsfeier in Mailand: Der Italo-Rapper Ghali hat behauptet, vom Singen der italienischen Nationalhymne ausgeschlossen worden zu sein. Der 32-Jährige - außerhalb Italiens wenig bekannt - gehört zu den Künstlern, die bei der Eröffnungsshow vor mehr als 70.000 Zuschauern im San-Siro-Stadion auftreten sollen. Die Hymne soll von der italienischen Sängerin Laura Pausini kommen.
Auf seinem Instagram-Account schrieb Ghali, der mit Nachnamen Amdouni heißt: "Ich weiß, warum ich die italienische Nationalhymne nicht mehr singen durfte. (...) Ich weiß auch, dass mein Schweigen Lärm macht. Ich weiß, dass alles ein großes Theater ist." Eine genauere Erklärung blieb er allerdings schuldig. Der Mailänder hatte 2024 beim Musikfestival von Sanremo Schlagzeilen gemacht, weil er mit Blick auf Israels Vorgehen im Gazastreifen von "Völkermord" gesprochen hatte.
Aus der rechten Dreier-Koalition von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni, die in Rom an der Regierung ist, hatte es zuvor schon Kritik an Ghalis Auftritt bei der Eröffnungsfeier gegeben. Sportminister Andrea Abodi kündigte an, der Rapper werde "auf der Bühne seine Meinung nicht äußern".
Langlauf-Legende verpasst Olympia wegen "Krankheitsfall in der Familie"
Die norwegische Langlauf-Ikone Marit Björgen muss auf eine Teilnahme an den Olympischen Winterspielen von Mailand und Cortina d'Ampezzo verzichten. Die achtmalige Olympiasiegerin, die inzwischen als Trainerin für ihr Heimatland agiert, muss "wegen eines Krankheitsfalls in der Familie" passen, wie sie bei TV2 sagte. Ihre Erbinnen sieht sie dennoch "in guten Händen".
Nach Auskunft der norwegischen Delegation wird Björgen (45) auch zu einem späteren Zeitpunkt nicht nachreisen nach Italien. Sie hatte 2024 wie Pal Gunnar Mikkelsplass, der am 14. Februar zum Team stoßen soll, einen Posten als Assistenzcoach bei der Frauen-Mannschaft übernommen. Der norwegische Cheftrainer Sjur Ole Svarstad ist bereits vor Ort, der erste Olympia-Wettbewerb der Langläuferinnen findet mit dem Skiathlon bereits am Samstag (13 Uhr/ZDF und Eurosport) statt.
Björgen hatte ihre aktive Karriere 2018 beendet. Mit achtmal Gold, viermal Silber und dreimal Bronze ist sie die erfolgreichste Winterolympionikin.
Wahnsinnssprung in Wales: Extremsportler stürzt sich mit Skiern von Klippe
Tim Howell wagt in Wales einen Basejump mit Skiern - als erster Mensch überhaupt. Bei der waghalsigen Aktion kommt es vor allem aufs Timing an. Die Helmkamera des Extremsportlers filmt den Sprung und hält spektakuläre Bilder fest.
Riesch warnt Vonn vor "Ritt auf Messers Schneide"
Olympiasiegerin Maria Riesch hat Lindsey Vonn nach deren Kreuzbandriss vor dem Risiko bei einem Olympia-Start gewarnt. "Es ist ein Ritt auf Messers Schneide, was sie sich da in Cortina zumutet", sagte Riesch der "Rheinischen Post". Zwar sei Vonn topfit, habe nach eigenen Angaben keine Schmerzen und verfüge über ein gutes Stabilitätsgefühl sowie eine gute Muskulatur. "Aber es ist in einer Extremsituation eben das Kreuzband des linken Knies gerissen. Das ist sehr riskant", sagte Riesch.
Die 41-jährige Vonn war am vergangenen Freitag in der letzten Weltcup-Abfahrt vor den Spielen im schweizerischen Crans-Montana heftig gestürzt und in ein Fangnetz gerauscht. Dabei zog sie sich nach eigenen Angaben einen Riss des vorderen Kreuzbandes und Knochenprellungen zu. Mit Blick auf die Abfahrt am Sonntag (11.30 Uhr) sei sie dennoch zuversichtlich. Auch Starts im Super-G und in der Team-Kombination schloss sie nicht aus.
Punktabzug: Sensationsmeister droht Absturz in 3. Liga
Leicester City droht zehn Jahre nach dem sensationellen Gewinn der englischen Fußball-Meisterschaft der Absturz in die dritte Liga. Der Traditionsklub ist wegen Verstößen gegen die finanziellen Regularien mit einem Abzug von sechs Punkten bestraft worden. Damit rutschten die Foxes in der Championship vom 17. auf den 20. Platz ab und liegen nur noch dank der besseren Tordifferenz über der Abstiegszone.
Eine unabhängige Kommission stellte fest, dass Leicester die zulässige Verlustgrenze im maßgeblichen Dreijahreszeitraum bis zur Saison 2023/24 um knapp 21 Millionen Pfund (24 Millionen Euro) überschritten hatte. In den drei betroffenen Spielzeiten verbuchte der Klub Verluste von zusammen mehr als 200 Millionen Pfund (230 Millionen Euro).
Leicester bezeichnete die Strafe als unverhältnismäßig und kritisierte, es seien nicht ausreichend "mildernde Umstände" berücksichtigt worden. Sportlich steckt der Klub in einer Krise: In den vergangenen vier Ligaspielen blieb Leicester ohne Sieg und verlor dreimal, zudem steht nach der jüngsten Trennung von Marti Cifuentes aktuell kein Cheftrainer unter Vertrag.
Oldie gewinnt enges Rennen: Stafford ist NFL-MVP
Quarterback Matthew Stafford von den Los Angeles Rams ist zum ersten Mal in seiner Karriere zum wertvollsten Spieler der NFL-Saison gewählt worden. Der 37-Jährige wurde drei Tage vor dem Super Bowl als MVP geehrt. Stafford war mit den Rams in den Playoffs an den Seattle Seahawks gescheitert, die in der deutschen Nacht zu Montag (0.30 Uhr MEZ/RTL) auf die New England Patriots treffen werden. Deren erst 23 Jahre alter Quarterback, Drake Maye, belegte bei der Wahl knapp Rang zwei.
Stafford hatte mit 4707 Yards Raumgewinn nach Pässen und 46 Touchdowns die Bestwerte der National Football League in beiden Kategorien vorzuweisen. Auch seine Quote von Touchdowns zu Interceptions war besser als die aller anderen Quarterbacks in der Liga. Stafford hatte in der Saison eine Phase von acht Partien mit insgesamt 28 Touchdown-Pässen und keiner Interception.
"Nicht auf dem Rücken von Sportlern austragen": Baerbock positioniert sich klar zu WM-Boykott
Annalena Baerboc lehnt einen WM-Boykott im Zuge der aggressiven Politik und der Annexions-Drohungen des amerikanischen Präsidenten Donald Trump ab. In einem Interview sagte die Präsidentin der UN-Vollversammlung und ehemalige Bundesaußenministerin dem RedaktionsNetzwerk Deutschland: "Das würde ja auch Kanada und Mexiko treffen, die ebenso Ausrichter sind."
Sie halte auch darüber hinaus nichts davon, "notwendige politische Debatten auf dem Rücken von Sportlerinnen und Sportler auszutragen, die jahrelang auf eine Meisterschaft hingearbeitet haben", betonte Baerbock. Die Verbände und Funktionäre stünden im Rahmen von sportlichen Großereignissen aber in der Pflicht, "dass ihre eigenen Vergabekriterien wie Pressefreiheit, Nichtdiskriminierung oder auch Einreisebestimmungen nicht mit Füßen getreten werden".
Auf dieser Ebene gebe es auch eine politische Verantwortung, "sich nicht als Claqueur auf den Rängen instrumentalisieren zu lassen", sondern sich vielmehr auch vorher klar zu positionieren.
Nicht mal "entsetzt": Glööckler lästert über deutsche Olympia-Outfits
Modeschöpfer Harald Glööckler hält die Kleidung der deutschen Olympia-Mannschaft für misslungen. "Ich würde gerne sagen, ich bin entsetzt. Aber das ist leider nicht der Fall, denn es ist so langweilig, dass keine Emotionen hochkommen und man sich damit gar nicht weiter befassen möchte", sagte Glööckler der Deutschen Presse-Agentur. Er sei wirklich offen für Neues. "Aber was einem hier geboten wird, ist weder innovativ noch erfrischend neu - geschweige denn ansprechend."
Deutschen werde oft nachgesagt, dass sie kein Stilempfinden besäßen. Auch fehle ihnen die Eleganz und Lässigkeit, mit denen sich zum Beispiel Italiener kleiden, meinte Glööckler. "Dass man das aber noch beweisen muss mit einer Kollektion, mit der man auf internationalem Parkett antritt, ist wieder eine ganz andere Sache. Von mir gibt es dafür leider null Punkte."
Ausrüster Adidas hatte die rund 70-teilige Kollektion in engem Austausch mit den Athletinnen und Athleten entwickelt.