"Regelrecht beschissen"Pechvögel, Dickköpfe, Russen: Diese Stars fehlen bei Olympia
"Unglaublich weh" tut es Sportlern, wenn sie den Jahreshöhepunkt verpassen: Die Olympischen Winterspiele starten und zahlreiche Topstars fehlen. Die Gründe dafür sind höchst unterschiedlich - und nicht alle haben mit Pech zu tun.
Alexander Owetschkin
Die NHL-Stars stehen erstmals seit 2014 wieder auf olympischem Eis, doch einer der besten Torjäger der Geschichte fehlt. Owetschkin (Washington Capitals) muss wegen des Ausschlusses russischer Mannschaften passen.
Marcel Hirscher
Österreichs Ski-Idol hatte Olympia im Blick, als er 2024 in den Weltcup zurückkehrte - dann riss er sich das Kreuzband. "In Wahrheit", sagte er Anfang Januar, "ist es so: Es geht sich nicht aus." Das trifft bei den Alpinen auf zahlreiche Stars zu: Auch die Olympiasiegerinnen Lara Gut-Behrami und Michelle Gisin (beide Schweiz), Frankreichs Kitzbühelsieger Cyprien Sarrazin oder Italiens zweimalige Weltmeisterin Marta Bassino müssen passen.
Karl Geiger
Sein Skisprung-Jahr? "Regelrecht beschissen", sagte Karl Geiger Mitte Januar. Drei Medaillen hat er bei Olympia gewonnen, sechsmal war er Weltmeister - doch dieses Mal reichte es nicht mal zur Quali. Dasselbe Schicksal ereilte den viermaligen Olympiasieger Simon Ammann oder Japans Flugsaurier Noriaki Kasai.
Victoria Carl
In Peking noch strahlende Gold-Heldin, ist die Langläuferin tief gefallen. Mit der Einnahme eines Hustensafts bei der Militär-WM, verabreicht von einem Bundeswehrarzt, löste sie eine Dopingaffäre aus, die zum Albtraum wird. "Die Sportlerin trifft keinerlei Schuld", teilte der DSV mit, zusehen muss Carl dennoch.
Nathalie Armbruster
Das IOC hat sich Geschlechtergleichheit auf die Fahne geschrieben, in der Nordischen Kombination gilt sie nicht. "Ich sitze hier zu Hause und muss mir die Wettkämpfe am Fernseher anschauen. Das tut enorm weh", sagt die dreimalige WM-Zweite Nathalie Armbruster über den Ausschluss ihrer Sportart.
Tess Ledeux
"Die Risiken sind zu hoch", sagte Frankreichs Freestyle-Hoffnung, auch Monate nach einem Sturz im März 2025 klagte sie über die Nachwirkungen einer Gehirnerschütterung. Ledeux gewann dreimal WM-Gold, mehrmals bei den X-Games und 2022 Olympia-Silber im Big Air.
Rémi Bonnet
Der Schweizer ist "Mr. Skibergsteigen" und als sechsmaliger Weltmeister das Maß der Dinge in der Sportart, die neu im Programm ist. Doch Bonnet verzichtet - freiwillig! Die kurzen Olympia-Formate entsprechen nicht seinem Stil, der 30-Jährige lebt für lange, harte Touren. "Ich habe einen harten Schädel", sagte er, "ich bleibe mir lieber treu".
Iouri Podlatchikov
Auch der Halfpipe-Olympiasieger von 2014 trat für Olympia vom Rücktritt zurück. Doch ein Sturz, bei dem er sich einen Bruch der Augenhöhle zuzog, stoppte den Schweizer Snowboarder. Auch der kanadische Slopestyle-Weltmeister Liam Brearley (Knie/Knöchel) muss passen: "Es tut unglaublich weh."
