Team ermahnt Hobby-SportlerVerfolgt von Fan? Rad-Superstar Vingegaard stürzt

Crash im Training: Jonas Vingegaard stürzt in einer Abfahrt in Málaga. Der Hergang des Unfalls scheint brisant zu sein - offenbar ist ein Hobby-Sportler beteiligt. Das Team des Rad-Superstars wendet sich an die Fans.
Der dänische Radprofi Jonas Vingegaard ist im Trainingslager in Málaga gestürzt. Dies bestätigte sein Team Visma-Lease a Bike über X. Laut Mitteilung zog sich der zweimalige Tour-de-France-Sieger keine ernsthaften Verletzungen zu. Als mögliche Ursache des Sturzes deutete das Team jedoch eine Störung durch einen Fan an.
"Wir würden generell an die Fans auf Rädern appellieren, die Sicherheit an erste Stelle zu setzen", hieß es in der Mitteilung: "Sowohl für unsere Fahrer als auch für die Gesundheit anderer. Bitte erlaubt es den Fahrern zu trainieren und gebt ihnen so viel Raum und Freiheit wie möglich."
Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtete, hatte ein spanischer Amateurradfahrer am Montag in der Tracking-App Strava ein Video von Vingegaard bei einer Abfahrt geteilt, während er dem dänischen Rennfahrer folgte. "Jonas stürzt, als er versucht, mich bei der Abfahrt von Fuente de la Reina abzuhängen. Ich halte an, um ihn zu fragen, wie es ihm geht, und er wird wütend auf mich, weil ich ihm gefolgt bin. Er fuhr schnell bergab, um mich abzuhängen, und landete schließlich auf dem Boden", schrieb der Amateurradfahrer namens Pedro Garcia Fernandez dazu in der App.
Pogacar reagierte witzelnd auf Amateure
Der Süden Spaniens hat sich in den letzten Jahren zum Epizentrum des professionellen Radsports im Winter entwickelt, um sich auf die Saison vorzubereiten. Das zieht eine immer größer werdende Schar von Amateurradfahrern an, die die Profis beim Training beobachten und ihnen versuchen zu folgen. Der slowenische Dominator Tadej Pogacar trainierte im vergangenen Sommer nach seinem Tour-de-France-Sieg mit einem "Bitte nicht stören"-Trikot.
Vingegaard ist, was Stürze und deren Folgen angeht, ein gebrandmarktes Kind. Der Däne hatte sich bei der Baskenland-Rundfahrt im Jahr 2024 bei einem Sturz schwerste Verletzungen zugezogen und musste operiert werden. Zwischenzeitlich stand sogar sein Karriereende im Raum. Erst nach vielen Monaten kämpfte er sich wieder ins Peloton zurück.