Nase an Nase: Kehl und Simeone geraten aneinander
Plötzlich flogen die Funken: Nase an Nase schrien sich Sebastian Kehl und Diego Simeone an, Borussia Dortmunds Sportdirektor und der Trainer von Atlético Madrid Nase gerieten aneinander, schubsten sich gegenseitig. Beim Viertelfinal-Hinspiel in der Champions League ging es nach knapp einer Stunde an der Seitenlinie hoch her, weil Atletico einen Konter ausspielte, obwohl BVB-Kapitän Emre Can angeschlagen auf dem Rasen lag.
Eisbären nutzen Matchball und verhindern DEL-Geschichte
Die Eisbären Berlin haben ihren zweiten Matchball genutzt und die Finalspiele der Deutschen Eishockey Liga (DEL) erreicht. Der DEL-Rekordmeister setzte sich gegen die Straubing Tigers in Spiel fünf mit 3:2 (0:0, 1:1, 1:1, 1:0) nach Verlängerung in der eigenen Halle durch und trifft nach dem 4:1 in der Best-of-seven-Serie im Endspiel auf die Fischtown Pinguins Bremerhaven. Straubing verpasste die erste Finalteilnahme der Vereinshistorie. Nachdem Straubing am Sonntag zu Hause den ersten Matchball abgewehrt hatte (3:2), lieferten sich beide Teams in Berlin erneut einen offenen Schlagabtausch.
Durch das 3:0 am Dienstag gegen Titelverteidiger Red Bull München hatten die Bremerhavener ebenfalls schon nach dem fünften Spiel zum ersten Mal in ihrer Klubhistorie den Einzug ins DEL-Finale geschafft, München schied dagegen erstmals im Halbfinale aus. Die Finalserie beginnt am 17. April. Bremerhaven genießt im ersten, dritten und im möglichen fünften und siebten Spiel als Hauptrundensieger Heimrecht.
"Nicht irgendein Geschäftsführer": Beim Schäfer-Aus flossen Tränen
Aufsichtsrats-Chef Frank Witter vom VfL Wolfsburg bedauert die Trennung von Sport-Geschäftsführer Marcel Schäfer. "Natürlich ist Enttäuschung da. Es ist auch die eine oder andere Träne geflossen. Denn Marcel war nicht irgendein Geschäftsführer", sagte der frühere Finanzvorstand des Volkswagen-Konzerns zu Wolfsburger Journalisten. Schäfer bleibe "immer ein Teil der VfL-Familie. Wir können uns weiter in die Augen schauen."
"Wir müssen nach vorne schauen, deswegen haben wir entschieden: Es ist hier im Interesse von allen Beteiligten am besten, wenn er zeitnah seine Aufgaben ruhen lässt", sagte Witter, der bereits in der vergangenen Woche von Schäfer über das Angebot aus Leipzig informiert worden war. "Es ist sehr schwierig, zum Beispiel eine Kaderplanung für die neue Saison zu machen, wenn man weiß, dass man nicht mehr dabei ist."
Der "Kicker" und die "Wolfsburger Nachrichten" hatten darüber berichtet, dass dem 39 Jahre alten Schäfer ein Angebot des Bundesliga-Rivalen und nächsten Gegners RB Leipzig vorliege. Die Wolfsburger entschieden sich deshalb zu einer sofortigen Trennung von dem langjährigen Spieler und Sportdirektor des Klubs, der erst 2023 als Nachfolger von Jörg Schmadtke zum Geschäftsführer befördert worden war.
Diagnose da: FC Bayern muss "vorerst" auf Serge Gnabry verzichten
Fußball-Nationalspieler Serge Gnabry vom FC Bayern München hat sich im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League beim FC Arsenal (2:2) einen Muskelfaserriss im linken Oberschenkel zugezogen. Das teilte der deutsche Rekordmeister nach einer Untersuchung durch die medizinische Abteilung des Klubs mit. Nähere Angaben zur Ausfallzeit machten die Bayern nicht. Man werde "vorerst auf Serge Gnabry verzichten" müssen, heißt es in der Bayern-Mitteilung.
Gnabry (28), der am Dienstagabend den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich erzielt hatte, war erst Anfang März nach einer Muskelverletzung in den Kader der Münchner zurückgekehrt. In London musste er in der zweiten Halbzeit noch auf dem Rasen behandelt und anschließend ausgewechselt werden (70.). Ein Einsatz im Rückspiel in einer Woche in München ist damit ausgeschlossen. "Er ist auf jeden Fall raus, das ist auf jeden Fall auch ein Thema, wir müssen eine Lösung finden", hatte Trainer Thomas Tuchel bereits nach dem Hinspiel gesagt.
"Man sollte aber schnell sein": Weitere Olympia-Tickets gehen bald in den Verkauf
In der kommenden Woche gehen noch einmal eine Viertelmillion Eintrittskarten für die Olympischen Sommerspiele in Paris (26. Juli bis 11. August) in den Verkauf. Dies teilte OK-Chef Tony Estanguet mit. "Ab dem 17. April, 10.00 Uhr, werden wir 250.000 neue Tickets für alle Sportarten in allen Preisen für alle Austragungsstätten anbieten", sagte Estanguet.
Nachdem zuletzt Kritik an den hohen Preisen laut geworden war, soll nun die Hälfte des neue Kontingents für unter 100 Euro angeboten werden. Unter anderem werden noch 10.000 Tickets für die Turnwettbewerbe, 12.000 für Tennis, 15.000 für Schwimmen und 35.000 für die Beachvolleyball-Spiele unter dem Eiffelturm verkauft.
"Man sollte aber schnell sein", sagte Estanguet mit dem Hinweis darauf, dass die große Mehrheit der insgesamt 7,9 Millionen Tickets bereits veräußert worden ist. Zwei Drittel der Karten seien dabei nach Frankreich verkauft worden, insgesamt sollen sich Sportfans aus 150 Ländern Tickets gesichert haben.
Mats Hummels bekommt sein großes Jubiläum
Mats Hummels absolviert sein 500. Pflichtspiel für Borussia Dortmund. Der Routinier gehört zur Startaufstellung von Trainer Edin Terzić für das Viertelfinal-Hinspiel der Champions League am Abend (21.00 Uhr/DAZN und ntv.de-Liveticker) bei Atlético Madrid im ausverkauften Estadio Metropolitano.
Kapitän Emre Can kann nach leichter Erkrankung ebenfalls spielen, überraschend startet zudem Felix Nmecha für Julian Brandt. Top-Angreifer Donyell Malen war wegen eines Infekts in Dortmund geblieben. Das Rückspiel findet am Dienstag (21.00 Uhr/Prime Video und ntv.de-Liveticker) statt.
Ex-Schiri Merk ordnet umstrittene Abstoßszene ein
Der frühere Schiedsrichter Markus Merk hat in der Diskussion um den nicht gegebenen Handelfmeter für den FC Bayern München im Champions-League-Duell beim FC Arsenal seinen schwedischen Kollegen Glenn Nyberg kritisiert, kann dessen Entscheidung aber nachvollziehen. "Sinn und Geist des Fußballs sprechen bei Betrachtung der gesamten Situation, dem unmittelbaren Zusammenhang des Pfiffes bei der ersten Ausführung gegen eine Elfmeterentscheidung. Für alle, die von größter Fehlentscheidung oder gar von Betrug sprechen: Wer möchte in dieser Situation einen Elfmeter gegen sich haben?", sagte Merk.
Regeltechnisch gebe es in diesem Fall keine Diskussion, es hätte Elfmeter geben müssen, erklärte Merk. "Gerade, wenn Profis und noch auf diesem Niveau solche Fehler machen, müssen sie sanktioniert werden. Wie soll ich sonst dem Bambinikicker erklären, dass er es nicht darf, wo er gesehen hat, dass Arsenal-Star Gabriel dies auch tut?", sagte der langjährige Bundesliga- und FIFA-Schiedsrichter Merk.
Dopingverdacht: Pokalfavorit muss auf Torwart verzichten
Handball-Bundesligist SC Magdeburg muss im Final 4-Turnier um den DHB-Pokal voraussichtlich auf Torhüter Nikola Portner wegen eines möglichen Doping-Vergehens verzichten. Wie der Bundesliga-Zweite bekannt gab, wurde er vom Spieler sowie von der Handball-Bundesliga (HBL) darüber informiert, dass aufgrund einer positiven Wettkampfkontrolle ein sogenanntes Ergebnismanagementverfahren gegen den Schweizer eingeleitet wurde.
"Uns sind bislang sehr wenige Details zum Vorwurf und zum Verfahrensstand bekannt. Nikola Portner nimmt einstweilen nicht am Trainings- und Wettkampfbetrieb unseres Klubs teil. Wir unterstützen Nikola Portner bei der Aufklärung und stehen im Austausch mit der HBL", hieß es vom Verein. Bei einer neuen Sachlage werde man diese in Abstimmung mit dem Spieler so transparent wie möglich kommunizieren. Der 30 Jahre alte Portner spielt seit 2022 beim SC Magdeburg. Der Schweizer Nationaltorhüter hat noch einen Vertrag bis 2027 beim Team von Cheftrainer Bennet Wiegert, das am Wochenende in Köln um den Pokalsieg spielt. Gegner im Halbfinale am Samstag ist Bundesliga-Tabellenführer Füchse Berlin.
BVB versieht Moukoko offenbar mit Preisschild
Toptalent Youssoufa Moukoko hat sich beim BVB auch in dieser Saison keinen Stammplatz ergattern können. Möglicherweise stehen die Zeichen auf Abschied: Einem jüngsten Bericht der "Sport Bild" zufolge ist der BVB durchaus bereit, sein Eigengewächs im Sommer abzugeben - sofern der Preis stimmt. Demnach müsste ein Interessent rund 25 Millionen Euro auf den Tisch legen, in etwa so hoch wird Moukokos aktueller Marktwert eingeschätzt.
Der 19-Jährige ist hinter Nationalspieler Niclas Füllkrug die klare Nummer zwei im Team von Cheftrainer Edin Terzić. Auch Afrika-Cup-Sieger Sébastien Haller strebt nach Verletzungsrückkehr wieder Einsatzminuten an. Für Youssoufa Moukoko bleiben somit nur vereinzelte Joker-Chancen, seit Januar wartet er auf einen Treffer. Da der U21-Nationalspieler erst im Januar 2023 seinen Vertrag beim BVB bis 2026 mit deutlich erhöhten Bezügen verlängert hatte, ist eine Ausleihe laut "Sport Bild" allenfalls ein Plan B bei den Dortmunder Verantwortlichen. Denn: Kaum ein Bundesligist wäre finanziell in der Lage, die angeblich rund fünf Millionen Euro Jahresgehalt zu zahlen. Der BVB wolle wiederum vermeiden, Teile von Moukokos Gehalt für die Dauer des Leihgeschäfts zu übernehmen.
Ex-Nationalspieler trainiert bei Schalke-Reserve mit
Beim Training der Regionalliga-Mannschaft des Fußball-Zweitligisten Schalke 04 sammelt sich immer mehr Prominenz. Neben den aus dem Profikader gestrichenen Dominick Drexler und Timo Baumgartl kickte bei der Übungseinheit auch Ex-Nationalspieler Amin Younes mit. Der 30-Jährige, der zwischen 2017 und 2021 acht A-Länderspiele bestritt, ist seit seinem letzten Engagement in Saudi-Arabien vereinslos und will sich in Gelsenkirchen fit halten.
Younes stand für Borussia Mönchengladbach und Eintracht Frankfurt 52-mal in der Bundesliga auf dem Platz. Seine beste Zeit erlebte der Offensivspieler zwischen 2015 und 2018 beim niederländischen Rekordmeister Ajax Amsterdam. Bei der Schalker U23 trifft er unter anderem auch auf den ehemaligen Hamburger Pierre-Michel Lasogga. Im vergangenen Sommer hatte sich Younes bereits in Gladbachs U23 fit gehalten, aber keinen Vertrag erhalten.
Gute Nachrichten für Klopp: Guardiolas Glücksbringer braucht dringend eine Pause
Wenn Mittelfeld-Star Rodri spielt, verliert der englische Meister Manchester City nicht. Seit 66 Spielen ist das Team von Trainer Pep Guardiola ungeschlagen, wenn der 27-Jährige auf dem Feld war. Das 3:3-Hinspielremis im Viertelfinale der Champions League war bei Real Madrid war schon Rodris 41. Einsatz in dieser Saison, doch der spanische Nationalspieler merkt: Er stößt an seine Grenzen. "Ich brauche eine Pause", sagte er nach dem Spiel.
Rodri und der Klub würden die Situation weiter verfolgen, aber: "Manchmal ist es, was es ist", sagte er. "Ich muss mich anpassen und (eine Pause) ist das, was wir planen, ja." Insgesamt hat er 3497 Minuten diese Saison absolviert, das sind laut BBC die 23-meisten in allen fünf europäischen Topligen. Doch: Nur drei Spieler standen für ihren Klub öfter in der Startelf, zwei davon waren Torhüter. Rodri fehlte in dieser Saison vier Spiele, allesamt hatte City verloren. Im engen englischen Titeldreikampf ist die Pause also eine möglicherweise gute Nachricht für die punktgleichen FC Arsenal und den FC Liverpool.
Deutsches Eishockey-Talent Szuber feiert NHL-Debüt
Unaufhörlich jagt NHL-Star Alex Ovechkin von den Washington Capitals den Tor-Rekord von Eishockey-Ikone Wayne Gretzky. Bis dahin ist es für Maksymilian Szuber noch ein weiter Weg, doch der erste Schritt ist schon einmal geschafft. Für die Arizona Coyotes feiert der Verteidiger sein Debüt in der Elite-Liga.
Bayern will wohl mit Torwart-Hoffnung verlängern und sie erneut ausleihen
Torhüter Alexander Nübel soll einem Medienbericht zufolge seinen Vertrag beim deutschen Fußball-Meister FC Bayern München langfristig verlängern und auch in der kommenden Saison an den VfB Stuttgart ausgeliehen werden. Beide Bundesliga-Klubs sollen sich nach Informationen der "Bild"-Zeitung auf eine Fortsetzung der Leihe geeinigt haben. Zudem, so der Bericht, soll der 27-jährige Nübel bei den Bayern zeitnah ein bis 2030 gültiges Arbeitspapier unterschreiben. Die Bayern, bei denen Nationaltorhüter Manuel Neuer noch einen Vertrag bis zum 30. Juni 2025 besitzt, wollten den Bericht nicht kommentieren. Auch der TV-Sender Sky berichtet übereinstimmend.
Weltmeister Klose formuliert klares Trainerziel
WM-Rekordtorschütze Miroslav Klose peilt einen Trainerjob in Italien an. "Ich bin hoffnungsvoll, dass es für mich eine Möglichkeit geben wird", sagte Klose anlässlich eines Termins zur Fußball-EM in der Residenz des deutschen Botschafters in Rom. Klose hat nach seiner Spielerkarriere bereits als Assistent von Hansi Flick bei Bayern München und als Trainer in Österreich erste Erfahrungen im Coaching gesammelt. "Ich weiß, dass meine Zeit als Trainer kommen wird", betonte Klose. Er orientiert sich dabei am Beispiel von Simone Inzaghi, der nach einer Spielerkarriere bei Lazio zum Toptrainer von Serie-A-Tabellenführer Inter Mailand avanciert ist.
Bei der EM im Sommer hofft er unterdessen mindestens auf den Halbfinaleinzug des deutschen Teams. "Danach kann alles geschehen", sagte der Weltmeister von 2014, der die Rückkehr von Toni Kroos in die DFB-Elf begrüßte. "Ich mag ihn als Person und Spieler. Wenn er spielt, wie er es gegen Frankreich getan hat, kann Deutschland einen weiten Weg bei dieser EM gehen", betonte Klose.
Österreicher wird neuer Chef der deutschen Skispringerinnen
Der Österreicher Heinz Kuttin wird neuer Bundestrainer der deutschen Skispringerinnen. Der 53-Jährige folgt auf Thomas Juffinger, der das Team um Weltmeisterin Katharina Schmid interimsweise in der vergangenen Saison betreut hatte. "Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe", sagte Kuttin, der zuletzt bei den deutschen Kombinierern für das Sprungtraining verantwortlich gezeichnet hatte.
Der ehemalige Olympiadritte Kuttin hatte bis April 2018 die österreichischen Skisprung-Männer trainiert, ehe er zum Deutschen Skiverband wechselte. "Mit Blick auf die Zukunft gilt es, junge Athletinnen mit der richtigen Methodik und Strategie kontinuierlich weiterzuentwickeln. Wir wollen vom Nachwuchs bis hinauf in die Weltspitze erfolgreich sein", sagte Kuttin.
Hinter den deutschen Skispringerinnen liegt ein weitgehend enttäuschender Winter, der Rücktritt von Bundestrainer Maximilian Mechler kurz vor Saisonstart hatte für viel Unruhe gesorgt. Rekordweltmeisterin Schmid kam im Gesamtweltcup nicht über Rang zehn hinaus und hatte zuletzt mit einem Karriereende geliebäugelt.
Schwer verletzte deutsche Golf-Ikone kündigt großen Abgang an
Deutschlands Golf-Idol Bernhard Langer wird 2025 sein letztes Masters spielen. Eigentlich wollte der 66 Jahre alte gebürtige Anhausener ab diesem Donnerstag seinen sportlichen Abschied im Augusta National Golf Club feiern, doch ein Riss der linken Achillessehne im Februar verhinderte seinen 41. Start bei dem Major-Turnier im US-Bundesstaat Georgia.
"Ich plane, 2025 das Masters zu spielen. Ich möchte mich gebührend von der Masters-Bühne verabschieden und ein letztes Mal als Spieler die einzigartige Atmosphäre genießen", erklärte Langer in einer Mitteilung seines Sponsors Mercedes-Benz. Als Masters-Champion hat er ein lebenslanges Startrecht bei dem Turnier.
Trotz der Verletzung ist der Masters-Sieger von 1985 und 1993 auch in diesem Jahr in Augusta vor Ort. Im Kreise der ehemaligen Masters-Sieger genoss er das Champions Dinner. Bei der über 70 Jahre alten Tradition lässt der Vorjahressieger vor dem Masters ein Festessen servieren. In diesem Jahr lud Jon Rahm zu baskischen Köstlichkeiten ein. Derzeit arbeitet Langer intensiv an seinem Comeback. Auf seinem Instagram-Account sind Fotos zu sehen, auf denen er bereits wieder Putts und kurze Schläge übt.
Kimmichs Abgang vom FC Bayern "wäre eine Bankrott-Erklärung"
Die Zukunft von Joshua Kimmich beim FC Bayern ist offen. Beim Rekordmeister steht der 29-Jährige nur noch bis 2025 unter Vertrag. Zuletzt berichtete unter anderem die "Sport Bild", dass es durchaus offen ist, ob der Nationalspieler auch in der kommenden Saison das Bayern-Dress tragen wird. Zahlreichen europäischen Top-Klubs wird Interesse nachgesagt. Ex-Profi und TV-Experte Matthias Sammer hofft derweil, dass Kimmich noch lange beim FC Bayern bleibt. "Für den deutschen Fußball und für uns in der Bewertung mit ihm, wäre es eigentlich eine Bankrott-Erklärung, wenn er weggehen würde", sagte der 56-Jährige am Dienstag bei "Amazon Prime". "Wir müssen Typen wie ihn natürlich auch manchmal sportlich kritisieren, aber nie als Typ infrage stellen. Das Hierarchische haben wir in Vergessenheit geraten lassen, weil solche Typen eine Mannschaft führen. Von Ottmar Hitzefeld habe ich eins gelernt: Führungsspieler lasse ich es als Verein nie zu, dass sie infrage gestellt werden", legte der Europameister von 1990 nach.
Hertha BSC entschuldigt sich für Dardais irritierenden Abgang
Eine Woche nach dem aufsehenerregenden Abgang von Trainer Pal Dardai auf der Pressekonferenz von Hertha BSC hat sich der Klub entschuldigt. "An dieser Stelle möchten wir nicht versäumen, uns an die Medienschaffenden zu wenden, die in der vergangenen Woche aufgrund dieser Situation daran gehindert wurden, ihre vollumfängliche Vorberichterstattung vorzunehmen. Das bedauern wir sehr [...]", sagte Pressesprecherin Vera Krings. Dardai hatte die Medienrunde genervt abgebrochen, nachdem ein Reporter, mit dessen Berichterstattung Dardai nicht einverstanden war, wiederholt eine Frage stellen wollte. Das Verhalten des Berliner Trainers hatte sowohl in der Öffentlichkeit als auch im Verein für Irritationen gesorgt.
Krings berichtete von "einigen internen Gesprächen", die im Nachgang stattgefunden hätten. "Auch Gespräche zwischen Hertha BSC und der Kicker-Redaktion sowie zwischen unserem Cheftrainer Pal Dardai und 'Kicker'-Reporter Steffen Rohr. In diesem Zuge wurde dieser Vorfall von letzter Woche aufgearbeitet." Rund um das 3:2 beim SC Paderborn hatte Dardai in der Vorwoche auf seinem Standpunkt beharrt, dass mit Unwahrheiten über den Verein berichtet werde. Auf der Pressekonferenz am Mittwoch beantwortete der Ungar die Fragen des Reporters mit einem Lächeln.
Heikles Gerücht: RB Leipzig schnappt Liga-Konkurrenten den Sportchef weg
Sport-Geschäftsführer Marcel Schäfer vom VfL Wolfsburg steht angeblich vor einem Wechsel zu RB Leipzig. Das berichteten der "Kicker" und die "Wolfsburger Nachrichten" nur drei Tage vor dem direkten Bundesliga-Duell der Klubs übereinstimmend. Eine offizielle Bestätigung dafür gibt es nicht. Beiden Berichten zufolge denken die Wolfsburger nun sogar über seine sofortige Trennung von dem 39-Jährigen nach, der bereits von 2007 bis 2017 für den VfL spielte. 2018 kehrte Schäfer als Sportdirektor zurück, am 1. Februar 2023 wurde er als Nachfolger von Jörg Schmadtke zum Geschäftsführer befördert.
Bei den Leipzigern ist der entsprechende Posten seit der Trennung von Max Eberl im September 2023 nicht mehr besetzt. Rouven Schröder ist bei RB als Sportdirektor angestellt. Trotz aller Verbundenheit zum VfL wäre ein Wechsel nach Leipzig für den früheren Nationalspieler Schäfer ein sportlicher Aufstieg. RB steht auf einem Champions-League-Platz. Die Wolfsburger haben ihre sportliche Krise auch nach dem Trainerwechsel von Niko Kovac zu Ralph Hasenhüttl noch nicht beenden können.
Fischtown Pinguins watscheln auf historischem Eis
Mit ihrem Sieg des fünften Spiels im Play-off-Halbfinale gelingt den Fischtown Pinguins Historisches. Die Bremerhavener schalten Titelverteidiger München aus und erreichen erstmals in der Geschichte des Vereins das Playoff-Finale der DEL. Besiegelt wird der Triumph durch ein sehenswertes Empty Net Goal.
1000 Polizisten schützen brisantes Zweitliga-Derby
Rund 1000 Polizisten werden am kommenden Sonntag das brisante Fußball-Derby zwischen Eintracht Braunschweig und Hannover 96 in der 2. Fußball-Bundesliga absichern. Das berichtet die "Braunschweiger Zeitung" unter Berufung auf den Einsatzleiter Uwe Lange. "Wir liegen hier sicherlich im vierstelligen Bereich. Wir werden auch von Kräften aus anderen Bundesländern wie Thüringen und Hessen unterstützt sowie von der Bundespolizei", sagte der Vizepräsident der Polizeidirektion Braunschweig in einem Interview. "Insgesamt werden aber weniger Polizistinnen und Polizisten auf der Straße sein als noch beim letzten Derby in Braunschweig."
Aufgrund der großen Rivalität und der verfeindeten Fanlager gehört Eintracht Braunschweig gegen Hannover 96 zu den größten Risikospielen im deutschen Profifußball. Beim Hinspiel im November in Hannover hatten Braunschweiger Fans im Stadion einen Schaden von etwa 150.000 Euro verursacht. Bei einer Rangelei im Heimbereich war ein Polizeibeamter schwer verletzt worden.
Mord an Luke Fleurs: Sechs Verdächtige festgenommen
Eine Woche nach dem Mord am südafrikanischen Fußballprofi Luke Fleurs hat die Polizei in Johannesburg sechs Verdächtige festgenommen. Die Männer sollen zu einer Gang gehören, die sich auf den Diebstahl von Autos spezialisiert hat. "Die Suche nach weiteren Beteiligten dauert noch an", sagte Polizeisprecher Mavela Masondo. Der 24 Jahre alte Fleurs war an einer Tankstelle erschossen worden. Nach ersten Erkenntnissen zwangen zwei bewaffnete Männer den Profi des Erstligisten Kaizer Chiefs zunächst, sein Auto zu verlassen. Kurz darauf erschossen sie Fleurs und fuhren mit dem Auto davon. Innenverteidiger Fleurs spielte in mehreren Junioren-Nationalmannschaften Südafrikas und nahm 2021 für sein Land an den Olympischen Spielen in Tokio teil.
Euphorischer Boss nimmt Stars des FC Bayern in die Pflicht
Bayern-Vorstandschef Jan-Christian Dreesen hat den Auftritt im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League gelobt und mehr solcher Leistungen des Starensembles eingefordert. "Was soll ich sagen? Totgesagte Leben länger - das ist, glaube ich, das Motto des heutigen Abends", sagte Dreesen im noblen Mannschaftshotel The Landmark in der Nacht zum Mittwoch in London. "Das war ein schwerer Monat. Wir haben, glaube ich, einige schwere Wochen in den Knochen mit zwei Niederlagen in der Bundesliga. Und was war das heute für ein Tag? Die Mannschaft hat heute ihr wahres Gesicht gezeigt, ein fantastisches Spiel, ein intensives Spiel abgeliefert", hob Dreesen nach dem 2:2 beim FC Arsenal hervor. Damit hat sich die Mannschaft um die Torschützen Serge Gnabry und Harry Kane eine gute Ausgangssituation für das Rückspiel in einer Woche in München erarbeitet.
Nach zuletzt zwei Bundesliga-Niederlagen gegen Dortmund und Heidenheim trat das Starensemble im Emirates Stadion mit anderer Energie und Intensität auf. "Das ist das wahre Gesicht des FC Bayern und das wollen wir von euch, liebe Mannschaft, noch viel, viel öfter sehen", sagte Dreesen.
Hummels feiert gegen Atlético legendäres Jubiläum
Legendenstatus bei Borussia Dortmund hat er bereits erreicht - schon vor dem Ende seiner Profi-Karriere. Sowohl bei den Fans als auch bei der Vereinsführung genießt Mats Hummels hohe Wertschätzung. Im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League bei Atlético Madrid (21 Uhr/DAZN und im ntv.de-Liveticker) wird er sein 500. Pflichtspiel im schwarzgelben Trikot bestreiten. Dass er zwischen 2016 und 2019 kurzzeitig zum FC Bayern zurückkehrte, hat ihm der BVB-Anhang längst verziehen.
Die vereinsinterne Bestmarke von Michael Zorc (572) dürfte er nicht mehr übertreffen. Mit Saisonschluss endet der aktuelle Vertrag des Innenverteidigers, der im Dezember 36 Jahre alt wird. Ob er sich ähnlich wie im vergangenen Sommer wieder überreden lässt und seine bewegte Profi-Karriere noch ein weiteres Jahr fortsetzt, bleibt vorerst offen. "Es ist gar nichts entschieden in irgendeine Richtung. Ich glaube, das wird tatsächlich erst nach Saisonende entschieden bei mir", kommentierte Hummels. Nach heutigem Stand wird der Weltmeister von 2014 über sein Karriereende selbst entscheiden. Dem Vernehmen nach würde die Vereinsführung gern verlängern.
Thomas Müller: "Glaube nicht, dass der Schiri das darf"
Der wankende FC Bayern erkämpft sich im Champions-League-Viertelfinale ein höchst achtbares Unentschieden beim FC Arsenal. Im Anschluss aber erregt vor allem eine Szene die bajuwarischen Gemüter: Ein klarer Elfmeter sei ihnen verweigert worden. Besonders die Erklärung des Schiedsrichters empört Tuchel und Müller.
Fünfter Platz für CL: England zieht an Bundesliga vorbei
Deutschland ist im Rennen um den fünften Champions-League-Startplatz für die kommende Saison vorerst ins Hintertreffen geraten. Durch die Ergebnisse in der Champions League verdrängte England Deutschland zunächst auf Rang drei in der für die Startplatz-Vergabe maßgebliche Jahrestabelle der Europäischen Fußball-Union (UEFA).
Nach dem 2:2 von Bayern München im Viertelfinal-Hinspiel beim FC Arsenal sowie dem 3:3 von Manchester City bei Real Madrid sind beide Nationen in der Rangliste zwar punktgleich (16,500), England schob sich jedoch aufgrund einer besseren Platzierung in der vergangenen Saison vorbei. Italien führt die Tabelle mit reichlich Vorsprung an. Die beiden besten Nationen der Rangliste erhalten am Ende der Saison einen zusätzlichen Startplatz für die kommende Spielzeit in der Champions League, wenn die Königsklasse infolge einer umfassenden Reform von 32 auf 36 Mannschaften aufgestockt wird.
"Jederzeit unerwartet abwärtsgehen": Profi spricht über Leben nach Krebserkrankung
Bundesliga-Profi Stefan Lainer geht seit der überstandenen Krebs-Therapie mit einer anderen Denkweise durchs Leben. "Du hast mehr Wertschätzung für jeden Moment im Leben: mit dem Kleinen, mit der Familie. Aber auch auf dem Platz", sagte der 31 Jahre alte Fußballer von Borussia Mönchengladbach in einem Interview der "Sport Bild". "Ich spüre es bewusster, wenn eine Grätsche funktioniert, wenn man einen Assist gibt und das Stadion explodiert. Man lernt, dass das alles nicht selbstverständlich ist. Und es im Leben auch jederzeit unerwartet abwärtsgehen kann."
Bei dem Verteidiger war im Juli 2023 Lymphknotenkrebs diagnostiziert worden. Der Nationalspieler Österreichs hatte vier Blöcke mit Chemotherapie. "Als ich die sechste und letzte Antikörpergabe bekommen habe, wurde mir mitgeteilt, dass ich geheilt bin", berichtete er. "Am prägendsten war aber der Moment nach der vierten Chemo, als ich das letzte Mal aus dem Krankenhaus gegangen bin. Danach war ich zwar mit allem durch, körperlich aber richtig platt." Lainer gab am 21. Januar sein Comeback mit einer Einwechslung gegen den FC Augsburg.
"Relativ chancenlos": Kroos warnt vor Déjà-vu in Manchester
Dem Spektakel im Estadio Bernabeu folgte ein durchaus sorgenvoller Blick nach England. Toni Kroos und Real Madrid reisen mit einem Remis zum Rückspiel bei Manchester City - und genau diese Konstellation ist in der vergangenen Champions-League-Saison ganz furchtbar schiefgegangen für die Spanier.
"Wir müssen es deutlich besser machen als letztes Jahr", sagte Kroos bei DAZN, "da sind wir auch mit einem Unentschieden dort hingefahren und waren dann ja relativ chancenlos." 1:1 hieß es damals im Halbfinal-Hinspiel in Madrid, 4:0 gewann Manchester das Rückspiel, es ist eine Mahnung für die Königlichen. Nach dem wilden, atemlosen 3:3 (2:1) im ersten Duell des Viertelfinals gelte es am kommenden Mittwoch, auch auswärts das Heim-Gesicht zu zeigen. "Wir wissen, dass City zu Hause nochmal ein Niveau stärker ist", sagte Kroos: "Wir müssen dort mit der gleichen Persönlichkeit auftreten wie im eigenen Stadion, dann haben wir eine Chance."
Vertrauen in Tuchel: Bayern-Boss sagt "Chapeau"
Sportvorstand Max Eberl hat erneut sein Vertrauen in Trainer Thomas Tuchel beim FC Bayern München bekräftigt. "Dass die Mannschaft und der Trainer zusammenpassen, wenn man funktioniert, das hat man heute wieder gesehen", sagte Eberl nach dem 2:2 des deutschen Fußball-Rekordmeisters im Viertelfinal-Hinspiel beim FC Arsenal. Zum Saisonende trennen sich Klub und Coach voneinander. Tuchel will mit dem Team am kommenden Mittwoch das Halbfinale der Königsklasse erreichen.
"Man hat eine Entscheidung gefällt für Sommer und dann sollte man einfach die Dinge so stehen lassen und nicht alle zwei Tage fragen: Ist er noch? Ist er nicht? Kann er noch? Wie lange noch? Wann ist er nicht mehr?", sagte Eberl. Bei allem Verständnis für die Fragen müsse auch mal gesagt werden: "Hey, Chapeau vor der Leistung des Trainers mit der Mannschaft."
FC Bayern bezahlt Topleistung mit verletztem Torschützen
Der FC Bayern muss erneut auf Nationalspieler Serge Gnabry verzichten. Der 28-Jährige erlitt beim 2:2 im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League am Dienstag beim FC Arsenal wieder eine Oberschenkelverletzung, wie Trainer Thomas Tuchel bei Amazon Prime Video bestätigte. "Er ist auf jeden Fall raus, das ist auf jeden Fall auch ein Thema, wir müssen eine Lösung finden", sagte Tuchel.
Gnabry, der den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich erzielt hatte, war erst Anfang März nach einer Muskelverletzung in den Kader der Münchner zurückgekehrt. In London musste er in der zweiten Halbzeit noch auf dem Rasen behandelt und anschließend ausgewechselt werden (70.).