"Schönes Rennen" und große Enttäuschung für deutsche Biathleten
Die deutschen Biathleten haben den ersten Weltcup nach den Olympischen Spielen ohne Podestplatz beendet. Im abschließenden Massenstart von Kontiolahti wurde Philipp Nawrath guter Siebter. Philipp Horn hatte weniger Glück und landete nach vier Strafrunden nur auf dem enttäuschenden Rang 26. Mehr deutsche Starter hatten sich nicht für das 30er-Feld qualifiziert. "Es war ein schönes Rennen. In der Loipe habe ich mich mehr ganz so frisch gefühlt, vor allem das letzte Schießen war gut", sagte Nawrath im ZDF.
Seinen ersten Saisonsieg feierte derweil der Norweger Sturla Holm Laegreid. Der Gesamtweltcupsieger der Vorsaison kam fehlerfrei durch und hatte nach 15 Kilometern 16,5 Sekunden Vorsprung auf den Gesamtweltcupführenden Eric Perrot (1 Fehler). Der Franzose sicherte sich nach dem Einzel auch die kleine Kristallkugel für die Disziplinwertung im Massenstart. Rang ging an Laegreids Teamkollegen Vetle Sjaastad Christiansen (1/+ 24,1 Sekunden).
Pyro, Krawalle, Fans im Innenraum beim Spiel der Erzrivalen
Fans der schottischen Fußball-Erzrivalen Celtic und Glasgow Rangers sind nach dem Pokal-Viertelfinale im Ibrox Park auf dem Spielfeld aneinandergeraten. Nach dem 4:2-Sieg der Gäste im Elfmeterschießen stürmten jubelnde Celtic-Fans in den Innenraum, daraufhin wurden sie von mehreren Hundert Rangers-Anhängern attackiert. Es flogen Pyrotechnik und Raketen, ehe die Polizei und die Ordnungskräfte die beiden Gruppen trennten.
Die Krawalle überschatteten das erste "Old Firm" seit fast einem Jahrzehnt mit zahlreichen Auswärtsfans. Wegen gewalttätiger Ausschreitungen in der Vergangenheit hatte es bei den Derbys lange gar keine und zuletzt nur wenige Tickets für den Anhang der Gäste gegeben.
66 Zentimeter fehlen: Pech für Olympiasieger im Duo
Philipp Raimund blickte zerknirscht zur Anzeigetafel, wieder einmal hatte ihm dieser verflixte Super-Team-Wettbewerb die Laune verdorben. Nur Rang vier zum Abschluss eines eigentlich so starken Wochenendes in finnischen Lahti weckte bei dem Skisprung-Olympiasieger böse Erinnerungen an den umstrittenen Abbruch bei den Winterspielen in Italien. Diesmal fehlten nur 66 Zentimeter zum Podest. "Eigentlich habe ich im Super Team schon gute Wettkämpfe gezeigt. Aber heute wieder nicht, da hat die Energie gefehlt", sagte Raimund im ZDF. Beflügelt von seinem ersten Weltcupsieg am Freitag und Rang vier am Samstag ging der Olympiasieger zusammen mit Felix Hoffmann in die insgesamt drei Durchgänge. Doch am Ende fehlten mit 804,1 Punkten ganze 1,2 Zähler zum Treppchen.
Damit verpasste Raimund auch die Revanche für den umstrittenen Wettbewerb bei den Olympischen Spielen, als es nach einem viel diskutierten Abbruch ebenfalls nur zu Platz vier gereicht hatte - sogar nur 15 Zentimeter hinter Bronze. Der Sieg in Lahti ging wie in Predazzo an Österreich, diesmal in der Besetzung Daniel Tschofenig und Jan Hörl (858,6 Punkte). Auf den Plätzen folgten Domen Prevc und Anze Lanisek für Slowenien (836,8) sowie überraschend die Finnen Antti Aalto/Niko Kytösaho (805,3).
Russland dabei - aber Ukraine feiert sportliche Ausrufezeichen
Nach dem Boykott der Eröffnungsfeier und dem Entsetzen über die Teilnahme Russlands hat die Ukraine bei den Paralympics gleich einmal sportlich einige Ausrufezeichen gesetzt. Nach dem ersten Wochenende setzte sich das Team im Medaillenspiegel an die zweite Stelle hinter China. Die Emotionen angesichts der prekären Lage in der Heimat waren groß. "Ehre der Ukraine. Ich möchte meinen Sieg dem ganzen ukrainischen Volk und der ukrainischen Armee widmen, denn im Moment sind es schwere Zeiten in der Ukraine. Wir versuchen, die Ukraine so gut wie möglich zu repräsentieren", sagte die Para-Biathletin Oleksandra Kononowa mit Gold um den Hals unter Tränen. Sie sei "sehr glücklich, dass wir hier die ukrainische Hymne hören."
Auch Ljudmyla Ljaschenko, die im Biathlon Bronze holte, war sichtlich berührt. Sie fühle sich "geehrt, die Ukraine vertreten zu dürfen. Wir würdigen alle Sportler und Kämpfer, die in diesem Krieg gestorben sind." An den ersten beiden Wettkampftagen zeigte sich das ukrainische Biathlon-Team in Tesero trotz aller Sorgen wegen des russischen Angriffskrieges in Topform. Insgesamt holten sie zehn Medaillen, davon dreimal Gold. Im Vorfeld der Paralympics hatte es viel Wirbel um die Zulassung russischer und belarussischer Sportler unter eigener Flagge durch das Internationale Paralympische Komitee (IPC) gegeben. Die Ukraine fühlte sich dadurch verraten.
"Finde ich gut": Kapitän lobt Anhänger für Sabotage
Ihrem Banner "Dem VAR den Stecker ziehen" ließen Anhänger von Preußen Münster im Zweitliga-Duell mit Hertha BSC Taten folgen. Der VAR-Bildschirm blieb schwarz, Schiedsrichter Felix Bickel musste sich als auf Video-Assistentin Katrin Rafalski verlassen. Bei Münster-Kapitän Jorrit Hendrix sorgte das für Amüsement: "Unsere Fans sind legendär, die machen alles für die Unterstützung", sagte er bei Sky. "Dass ein Fan den Stecker rauszieht, finde ich eigentlich gut, denn die Fans wollen auch unbedingt, dass wir gewinnen, und wenn sie dafür alles machen, dann habe ich dafür volles Verständnis."
Ein gewisses Mitgefühl mit den Preußen hatte Berlins Trainer Stefan Leitl. "Ich wünsche mir, dass die Konsequenzen für die Münsteraner nicht zu groß sind", sagte er bei Sky, meinte aber auch: "Das geht einfach nicht, man stelle sich nur vor, es müssen weitere Entscheidungen getroffen werden und du hast gar kein Fernsehbild; das ist jetzt eine Technik, die zum Fußball gehört, man kann sie mögen oder auch nicht - aber man muss dafür sorgen, dass solche Dinge nicht passieren."
Jetzt auch offiziell: Abstiegsgefährdeter Klub holt den Ex zurück
Der frühere Erfolgstrainer soll zum Retter werden: Dieter Hecking kehrt nach fast zehn Jahren zum VfL Wolfsburg zurück und geht mit den schwer kriselnden Niedersachsen die Mission Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga an. Der 61 Jahre alte Trainer-Routinier wird Nachfolger des entlassenen Daniel Bauer. Dies teilte der Tabellen-17. einen Tag nach der empfindlichen 1:2 (1:1)-Niederlage gegen den Hamburger SV mit.
"Zum VfL Wolfsburg zurückzukehren, bedeutet mir viel. Ich habe hier eine intensive und erfolgreiche Zeit erlebt und weiß, welche Qualität und Energie in diesem Verein steckt. Jetzt gilt es, den Fokus voll auf die kommenden Aufgaben zu richten und gemeinsam alle Kräfte zu bündeln, um in der Bundesliga zu bleiben", sagte Hecking. Hecking arbeitete bereits von 2013 bis 2016 in Wolfsburg. Unter dem Castrop-Rauxeler gewannen die Autostädter den DFB-Pokal und den Supercup.
Zweifacher Medaillengewinner trauert um seine Mutter
Biathlet Marco Maier hat die beiden Bronzemedaillen bei den Paralympischen Winterspiele seiner verstorbenen Mutter gewidmet. "Ihr größter Traum war es, hierherzukommen, mich nochmal live laufen zu sehen. Das hat leider nicht geklappt", sagte der 26-Jährige. Ein Foto seiner Mama lag auf dem Platz auf der Tribüne neben Maiers Vater. Dort, wo sie hätte sitzen sollen. Stolz zeigte Maier seine Einzel-Bronzemedaille am Sonntag bei der Medaillenzeremonie in Richtung der Zuschauer, auch seine Frau und seine acht Monate alte Tochter Emilia waren gekommen. Zum Auftakt war Maier im Sprint auf aufs Podest gelaufen.
"Das ganze Jahr war sehr turbulent", sagte Maier: "Ich habe eine Tochter bekommen, dann ist meine Mama gestorben." Vor den Winterspielen war Maier, der in Peking in der stehenden Startklasse in den Sprints im Biathlon und Langlauf Silber geholt hat, auch noch krank. "Dass es so läuft, wie es jetzt läuft, damit hätte ich nicht gerechnet", erklärte Maier, der aufgrund der warmen Temperaturen in kurzer Hose an den Start gegangen war. Noch hat Maier in Norditalien drei Rennen vor sich, es könnten also auch noch mehr als seine insgesamt vier Paralympics-Medaillen werden.
Rekordweltmeister feiert krönenden Saisonabschluss
Der bereits als Gesamtweltcupsieger feststehende Felix Loch hat beim Weltcupfinale in Sachsen einen krönenden Abschluss der Rodel-Saison gefeiert. Im Einsitzer der Männer verbesserte der Rekordweltmeister seinen am ersten Wettkampftag aufgestellten Bahnrekord nochmals um 73 Tausendstel. Loch knackte erstmals die 53-Sekunden-Marke auf der Bahn in Altenberg (52,998) und verteidigte somit seine Führung von gestern souverän. Damit feierte er seinen 57. Weltcupsieg und zog mit dem Italiener Armin Zöggeler an der Spitze gleich.
"Sensationell", kommentierte Felix Loch seine Rekordfahrt: "Es war eine gelungene Saison - bis auf einen kleinen Makel." Bei Olympia hatte Loch die angepeilte Medaille klar verpasst. Beim Saisonabschluss, der neunten und letzten Station im Weltcup, folgten dem 36 Jahre alten Loch der Italiener Dominik Fischnaller (+0,364) und David Gleirscher aus Österreich (+0,434). Der in dieser Saison wiedererstarkte Berchtesgadener Loch hatte den Gewinn des Gesamtweltcups bereits vor den Läufen in Sachsen sicher. Es war seine insgesamt achte Kristallkugel seit der Saison 2011/2012.
Vermummte ziehen Stecker - VAR-Bildschirm bleibt schwarz
Felix Bickel wollte doch so gern checken, ob es einen Foul-Elfmeter in der Zweitliga-Partie zwischen Preußen Münster und Hertha BSC gegeben hatte. Doch der Schiedsrichter wurde quasi stehen gelassen - vor einem schwarzen Bildschirm nämlich. War Michael Cuisance nun gefoult worden? Der Unparteiische musste seiner Videoassistentin vertrauen und teilte mit: "Meine Kollegin Katrin Rafalski hat festgestellt, dass der 24er von Münster Cuisance klar am Schienbein trifft." Bickel übernimmt also ihre Einschätzung, weil er die Szene nicht nachträglich bewerten kann.
Und warum das Ganze? Weil Vermummte aus dem Block von Preußen Münster den Stecker vom Bildschirm gezogen haben, berichtet Sky. Auch Funke-Kollege Stefan Döring teilte das bei Bluesky.
"So glücklich": Alter Weltrekordler bricht neuen Weltrekord
Jacob Kiplimo aus Uganda hat sich den Weltrekord im Halbmarathon zurückgeholt. Der 25-Jährige absolvierte die 21,1 Kilometer beim Straßenrennen in Lissabon in einer Zeit von 57 Minuten und 20 Sekunden, damit unterbot er die vorherige Rekordzeit von Yomif Kejelcha um zehn Sekunden. Der Äthiopier hatte die alte Marke 2024 in Valencia aufstellt und damit Kiplimo als Weltrekordhalter abgelöst. Dieser hatte die Bestmarke zuvor bereits für drei Jahre gehalten, nachdem er 2021 ebenfalls in der portugiesischen Hauptstadt in einer Zeit von 57:31 Minuten triumphiert hatte.
"Ich bin so glücklich, den Weltrekord gebrochen zu haben", sagte Kiplimo: "Nach den ersten 10 Kilometern dachte ich, dass der Weltrekord möglich wäre. Ich habe versucht, das Tempo auf den letzten zwei Kilometern weiter zu steigern." Im vergangenen Jahr war der dreimalige Crosslauf-Weltmeister in Barcelona die Distanz bereits in 56:42 Minuten gelaufen, die Rennbedingungen entsprachen damals jedoch nicht vollständig den von World Athletics vorgegebenen Regeln.
DFB greift Kölner Stadionsprecher scharf an
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat mit Unverständnis auf die Kommentare des Kölner Stadionsprechers Michael Trippel reagiert. "Wir missbilligen die Äußerungen entschieden und halten sie für inakzeptabel", hieß es in einer Stellungnahme der Sportlichen Leitung der DFB Schiri GmbH: "Unabhängig davon, ob eine Entscheidung des Schiedsrichters richtig, strittig oder falsch ist, kann und darf es nicht sein, dass ein Stadionsprecher sie negativ kommentiert und das Publikum so gegen den Unparteiischen aufbringt. Bei allem Verständnis für Emotionalität wurde hier eindeutig eine Grenze überschritten."
Trippel hatte im Rahmen der Partie zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Dortmund (1:2) über die Stadionlautsprecher Entscheidungen von Schiedsrichter Daniel Siebert infrage gestellt. "Pfui, widerlich", sagte der 71-Jährige deutlich hörbar, als Siebert die Rote Karte für FC-Verteidiger Jahmai Simpson-Pusey nach VAR-Intervention verkündete. "Ich werde Ärger kriegen, aber ich sage es: In der Nachspielzeit gab es ein klares Handspiel eines Dortmunders, und das guckt sich noch nicht mal einer an", fluchte der 71-Jährige zudem kurz nach Schlusspfiff. In der hektischen Schlussphase hatte BVB-Verteidiger Yan Couto einen Ball mit dem Arm berührt - einen VAR-Eingriff gab es trotz heftiger Proteste der Kölner nicht.
Die Worte Trippels hatten auch im eigenen Verein deutliche Kritik hervorgerufen. "Das gefällt mir nicht", sagte Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler und kündigte ein klärendes Gespräch an. Diese Aussagen begrüßte die Schiri GmbH.
"Bin einfach nur angepisst": Nächster Rückschlag für Emma Aicher
Skirennläuferin Emma Aicher hat an einem Wochenende zum Vergessen viele Punkte im Kampf um die Weltcup-Kugeln verloren. Nach einem zwölften Rang in der Abfahrt am Samstag schied die 22 Jahre alte zweifache Olympia-Zweite im italienischen Val die Fassa im Super-G aus. "Ich bin einfach nur angepisst auf mich selber heute", sagte sie im ZDF.
Im Abfahrtsweltcup hat Aicher vor dem letzten Rennen beim Weltcup-Finale ab 21. März in Kvitfjell und Hafjell 28 Punkte Rückstand auf Laura Pirovano aus Italien. Im Gesamtweltcup wuchs ihr Rückstand auf Mikaela Shiffrin aus den USA sechs Rennen vor dem Saisonende auf 125 Punkte wieder ein wenig an.
Shiffrin ging im Val di Fassa auf Nummer sicher und startete erst zum zweiten Mal in diesem Winter in einem Super-G. Für Rang 23 erhielt sie aber nur acht Punkte. Der Sieg ging an die Italienerin Elena Curtoni. Kira Weidle-Winkelmann, in der Abfahrt am Vortag starke Fünfte, kam nur auf Rang 27.
Medien: RB Leipzig krallt sich Bundesliga-Kapitän, will aber kaum was zahlen
Rocco Reitz hat sich offenbar mit RB Leipzig auf einen Wechsel verständigt. Der Kapitän von Fußball-Bundesligist Borussia Mönchengladbach soll sich laut Sky mit den Sachsen auf einen Vertrag bis 2031 geeinigt haben. Der 23-Jährige steht in Gladbach noch bis 2028 unter Vertrag, besitzt dort dem Vernehmen nach eine Ausstiegsklausel. Diese soll bei etwa 25 Millionen Euro liegen, Leipzig möchte den Preis aber frei verhandeln und weniger zahlen. Reitz soll bei Leipzig die Nachfolge von Xaver Schlager antreten. Der österreichische Nationalspieler hatte angekündigt, seinen Vertrag nicht verlängern zu wollen.
Viermaliger Weltmeister schimpft: Verstappen fordert "Formel 1 auf Steroiden"
Der viermalige Formel-1-Weltmeister Max Verstappen fordert schon nach dem Auftaktrennen in Australien Regeländerungen. "Ich liebe den Rennsport", versicherte der Red-Bull-Star nach dem ersten Grand Prix nach der Regelrevolution in Melbourne. Man könne aber nicht alles hinnehmen. Seiner Meinung nach seien Motorsport-Weltverband Fia und die Leitung der Formel 1 bereit zuzuhören, "aber ich hoffe nur, dass etwas unternommen wird, denn ich bin nicht der Einzige, der das sagt."
Verstappen hat schon in den vergangenen Wochen die Reformen der Motorsport-Königsklasse kritisiert. Die Fahrer sind während der Rennen nun zu permanentem Batterie-Management aufgerufen. Vollgas fahren können sie nicht mehr komplett, sonst geht ihnen mit den neuen Motoren der Saft aus. Die Aggregate beziehen zu gut 50 Prozent Leistung vom Verbrenner und zu fast 50 Prozent aus der Batterie, die wieder geladen werden muss.
"Fahrer und Fans wollen nur das Beste für den Sport. Wir sind nicht einfach nur um der Kritik willen kritisch", sagte Verstappen, der nach Startplatz 20 in Melbourne noch Sechster wurde. "Wir sind aus gutem Grund kritisch, denn wir wollen, dass es die Formel 1 bleibt, also die richtige Formel 1 auf Steroiden." Beim Saisonauftakt sei das "natürlich wieder einmal nicht der Fall" gewesen. Verstappen hofft auf Änderungen noch in dieser Saison. Während der Tests in Bahrain hatte sich der Niederländer schon über die neue Auto-Generation aufgeregt. "Es hat mit der Formel 1 eigentlich nichts zu tun", klagte er. "Es fühlt sich eher an wie die Formel E auf Steroiden."
Darts-Superstar spricht über Rücktrittsgedanken
Die vergangenen Jahren liefen für den zweifachen Darts-Weltmeister Peter Wright nicht nach Plan. Gehört der schottische Superstar fast zwei Jahrzehnte lang zu den besten Spielern des Sports, ließ der Routinier sein Können in den vergangenen 24 Monaten nur noch vereinzelt aufblitzen. Zwischenzeitlich habe er daher sogar über ein Karriereende nachgedacht.
"Ja, das habe ich kurz in Erwägung gezogen", bestätigte Peter Wright auf einer Pressekonferenz bei den UK Open am Freitagabend. Beim größten Major-Turnier des Jahres in Minehead schaffte es der 55-Jährige immerhin bis in die fünfte Runde, nachdem er nach Freilosen in Runde eins und zwei den Letten Darius Labanauskas und Cameron Menzies ausgeschaltet hatte. Dann war gegen Danny Noppert aber Endstation.
Insgesamt seien die vergangenen zwei Jahre "enttäuschend" gewesen, so der zweimalige Weltmeister weiter: "Es ist schrecklich, wenn Leute sagen: 'Oh, gegen den würde ich gern spielen, der spielt schlecht.' Es hat mich etwas an den armen Glen Durrant erinnert. Wenn ich ihn früher bei Turnieren gesehen habe, hoffte ich immer, dass ich so was nie durchmachen muss. Jetzt muss ich mir eingestehen, dass ich etwas ganz Ähnliches durchmache. Es ist hart."
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Medien: Vereinslegende soll Krisenklub retten
Um 19.14 Uhr verließ Daniel Bauer am Samstag womöglich zum letzten Mal die Volkswagen Arena, der schwer angezählte Trainer des VfL Wolfsburg zog einen schwarzen Rollkoffer hinter sich her. Parallel berieten die Bosse über die Zukunft des Coaches und darüber, wie der Krisenklub aus der Autostadt noch vor dem ersten Abstieg aus der Bundesliga gerettet werden kann. Er selbst, so Bauer, habe nach dem bitteren 1:2 (1:1) gegen den HSV noch keine Rückmeldung hinsichtlich einer möglichen Trennung erhalten. "Wir haben über das Spiel und die Szenen gesprochen. Es ging um die unmittelbare Spielnachbereitung", sagte Bauer und verwies auf das Spielersatztraining um 11 Uhr am Sonntag: "Nach dem Spiel gibt es nullkommanull Gedanken an meine Zukunft."
Sportdirektor Pirmin Schwegler vermied derweil ein Bekenntnis zu Bauer, der erst im November Paul Simonis beerbt hatte: "Wir werden jetzt Gespräche führen, das wie in der letzten Woche analysieren und dann eine Entscheidung treffen, damit wir in Hoffenheim wieder so viele Prozentpunkte, wie wir zusammenbekommen können, auch zusammenbekommen, um dort konkurrenzfähig zu sein", sagte er bei DAZN. Dass Bauer am Samstag (15.30 Uhr/Sky und im Liveticker bei ntv.de) bei der TSG Hoffenheim noch auf der Bank sitzt, ist höchst unwahrscheinlich. Wie die "Wolfsburger Allgemeine Zeitung" am Samstagabend schrieb, soll die Verpflichtung von Dieter Hecking als Nachfolger bereits fix sein. Der 61-Jährige hatte den VfL 2015 zum Gewinn des DFB-Pokals geführt.
Der HSV hat einen Weltstar
Die Rudelbildung nach dem Spiel fand ohne Luka Vuskovic statt. Ansonsten war der Abwehrchef des Hamburger SV beim wichtigen 2:1 (1:1) in Wolfsburg aber wieder einmal überall. Der 19-Jährige sorgte per Strafstoß für das 1:1, nachdem er zuvor selbst gefoult worden war.
Dann holte Vuskovic auch noch den zweiten Elfmeter für den HSV heraus, den Jean-Luc Dompé zum Siegtreffer verwandelte. Und als die Wolfsburger in der Schlussphase noch einmal alles nach vorn warfen, war es vor allem Vuskovic, der den Ausgleich der Gastgeber verhinderte.
"Der kann alles. Er gibt uns viel Rückhalt. Ich bin froh, dass er in unserer Mannschaft ist", sagte Nicolai Remberg über die wieder einmal überragende Nummer 44 des HSV. "Ich würde immer gerne Weltstar sagen, aber der ist noch so jung und hat noch so viel vor sich. Ich war mit 19 bei weitem nicht so weit", geriet Remberg regelrecht ins Schwärmen, als er über den von Tottenham Hotspur ausgeliehenen Innenverteidiger sprach.
Timo Werner erobert Amerika
Mit einem "Zuckerpass" als Vorlage für das einzige Tor hat der eingewechselte Timo Werner die San Jose Earthquakes in der Major League Soccer (MLS) zum dritten Sieg im dritten Spiel geführt. San Jose gewann 1:0 (0:0) bei Philadelphia Union. Ousseni Bouda (59.) nutzte die starke Vorarbeit Werners, der zur zweiten Hälfte gekommen war.
"Timo ist ein Spieler mit großer Qualität. Wir wissen, dass er zukünftig nicht nur Vorlagen liefern, sondern auch Tore schießen wird. Wenn er fitter wird, wird er für uns ein kompletter Spieler sein", sagte San Joses Trainer Bruce Arena: "Er ist in kurzer Zeit ein Führungsspieler für unser Team geworden. Deshalb glaube ich, dass sehr viele positive Dinge vor ihm liegen."
Wie San Jose stehen auch die Vancouver Whitecaps bei drei Siegen aus drei Partien. Der Vorjahresfinalist mit dem früheren Nationalspieler Thomas Müller gewann 4:1 (1:0) bei Portland Timber. Müller spielte durch, war aber an keinem Treffer beteiligt. Marco Reus verlor mit Los Angeles Galaxy 1:4 (0:1) bei den Colorado Rapids. LA hat einen Sieg, ein Unentschieden und eine Niederlage auf dem Konto.
Für Nick Woltemade läuft es einfach nicht mehr
Für Nick Woltemade und Malick Thiaw ist der Traum vom Gewinn des FA Cups mit Newcastle United geplatzt. Die Mannschaft mit den beiden Fußball-Nationalspielern verlor am Samstagabend mit 1:3 (1:1) gegen Manchester City und scheiterte damit im Achtelfinale des traditionsreichen englischen Pokalwettbewerbs.
Woltemade, der zuletzt krank gefehlt hatte, und Thiaw standen jeweils in der Startformation von Teammanager Eddie Howe. Der frühere Stuttgarter verpasste zunächst die frühe Führung für das Heimteam, sein Kopfball wurde auf der Linie geklärt (12.). Kurz darauf machte es Harvey Barnes dann besser (18.). City schlug aber noch vor der Pause durch Savinho (39.) zurück, der Ex-Frankfurter Omar Marmoush sorgte dann in Halbzeit zwei mit einem Doppelpack (47., 65.) für die Entscheidung. Für beide Mannschaften geht es nun mit dem Achtelfinale in der Champions League weiter. Während Newcastle am Dienstag auf Hansi Flicks FC Barcelona trifft, muss Pep Guardiolas City am Mittwoch (jeweils 21 Uhr/DAZN und im Liveticker auf ntv.de) zu Real Madrid.
Plötzlich Seriensieger: Auch ohne Franz Wagner läuft's für Orlando Magic
Orlando Magic hat in der nordamerikanischen Basketballliga NBA den dritten Sieg in Serie gefeiert und die Teilnahme an den Playoffs fest im Blick. Ohne den weiterhin verletzt fehlenden Welt- und Europameister Franz Wagner setzte sich die Mannschaft aus dem US-Bundesstaat Florida mit 119:92 bei den Minnesota Timberwolves durch.
Bester Werfer für die Gäste war Desmond Bane mit 30 Punkten. Tristan da Silva, zuletzt beim 115:114 gegen die Dallas Mavericks Magic-Matchwinner, zeigte mit elf Zählern und sieben Rebounds wieder eine gute Leistung. Moritz Wagner steuerte jeweils sieben Punkte und Rebounds zum Sieg bei. "Es fühlt sich gut an", sagte da Silva: "Ich finde, wir passen als Team wirklich gut zusammen." Mit dem 34. Saisonerfolg zog Orlando in der Eastern Conference mit den Philadelphia 76ers gleich, die derzeit als Tabellensechster auf dem letzten direkten Playoff-Platz liegen.
"Kann nicht unser Anspruch sein": BVB-Bosse wüten trotz Sieg in Köln
Borussia Dortmunds Trainer Niko Kovac hat seinen Spielern trotz des 2:1-Sieges beim 1. FC Köln mit Konsequenzen für eine zu lasche Einstellung gedroht. Laut Sportchef Sebastian Kehl kam es nach dem Spiel noch in der Kabine zu einer Standpauke. "Wir haben sehr intensiv diskutiert mit der Mannschaft. Da gab es gerade auch ein paar kritische Töne", sagte Kehl nach dem knappen Sieg in der Fußball-Bundesliga gegen die abstiegsbedrohten Kölner, die eine Halbzeit in Unterzahl spielten.
"Das werden wir sicherlich aufarbeiten müssen", kündigte Kovac mit leicht heiserer Stimme an. Der Tabellenzweite war trotz einer 2:0-Führung und nach einer Roten Karte gegen Kölns Jahmai Simpson-Pusey (45.+2) in der Schlussphase noch arg unter Druck geraten. "Ich kann nicht zufrieden sein. Denn wir haben in der letzten Wochen gegen Bayern München ein richtig gutes Spiel gemacht. Und ich erwarte von meinen Spielern, dass sie gegen egal welchen Gegner auf demselben Niveau sind", schimpfte Kovac.
"Wir haben all das, was wir in der Halbzeit besprochen haben, nicht umgesetzt. Das kann nicht sein. Das kann nicht unser Anspruch sein. Wenn jeder irgendwo einen Meter weniger macht, sieht es so aus, wie es eben auch aussieht", befand Kovac weiter.
Leroy Sané fliegt im Istanbul-Derby vom Platz
Nationalspieler Leroy Sané stand in einem hitzigen Istanbuler Derby im Mittelpunkt. Der 30-Jährige bereitete beim 1:0 (1:0) seines Klubs Galatasaray bei Stadtrivale Besiktas in der 39. Minute den Siegtreffer von Victor Osimhen mit einer punktgenauen Flanke vor. Das Ende des Spiels erlebte der Ex-Bayern-Profi aber nicht auf dem Feld. In der 60. Minute trat Sané bei einem eigenen Dribbling seinem Gegenspieler Ridvan Yilmaz unglücklich in die Achillessehne und sah die Rote Karte. Schon in der ersten Halbzeit war der 30-Jährige bei einem Tackling viel zu spät dran und traf einen Besiktas-Spieler am Knöchel. Dafür sah er aber nur eine Gelbe Karte - sehr zum Ärger des Rivalen. Titelverteidiger Galatasaray führt die Tabelle nach dem Sieg weiter souverän an.
Audi-Fiasko: Hülkenberg schafft es in Melbourne nicht bis zur Startlinie
Der einzige deutsche Formel-1-Fahrer Nico Hülkenberg hat den Saisonstart im australischen Melbourne kurzfristig verpasst. Bei der Premiere von Audi als Werksteam konnte der Rheinländer aufgrund von technischen Problemen nicht starten. Vor den Augen von Konzernchef Gernot Döllner wurde das Auto des 38 Jahre alten Routiniers von den Mechanikern zurück in die Garage geschoben. Auch von dort konnte Hülkenberg nicht mehr in den ersten Saisonlauf gehen. Die Qualifikation hatte er als Elfter abgeschlossen. Audi hatte den Schweizer Sauber-Rennstall übernommen und ist in dieser Saison erstmals als Werksteam am Start.
Crash-Drama um Piastri: Australier scheidet schon vor F1-Rennstart aus
Oscar Piastris McLaren brach bei gemächlicher Fahrt aus, krachte in die Bande - und auf den Tribünen schlugen Tausende Heimfans die Hände über dem Kopf zusammen: Für den Australier war der Heim-Grand-Prix zum Saisonauftakt schon vor dem Start beendet, auf einer Installationsrunde verlor Piastri plötzlich die Kontrolle. Nach Kurve vier drehte sich der McLaren unvermittelt, beim Kontakt mit der Streckenbegrenzung wurde die Nase beschädigt, unter anderem ging ein Vorderrad verloren.
"Ich bin okay", funkte Piastri an die Box, sein Weltmeister Lando Norris erkundigte sich nach der Ursache des Unfalls seines Teamkollegen. "Er hat das Auto beim Gangwechsel verloren", ließ der Kommandostand wissen.
"Mit dem neuen Getriebe, das Schalten ist Mist, nicht sein Fehler", sagte Norris wenig später noch vor dem Rennstart bei Sky. Piastri wäre von Rang fünf ins Rennen gegangen. Bemerkenswert: Auch Max Verstappen hatte zu Beginn des Qualifyings am Samstag in einer eigentlich unbedenklichen Situation die Kontrolle über seinen Red Bull verloren. Nico Hülkenberg im Audi rollte indes auf dem Weg in die Startaufstellung aus und musste von seinem Team weitergeschoben werden. Die Rennleitung untersuchte dies aufgrund eines Verstoßes gegen das Startprozedere.