Der Sport-Tag

Der Sport-TagRussland dabei - aber Ukraine feiert sportliche Ausrufezeichen

08.03.2026, 18:04 Uhr

Nach dem Boykott der Eröffnungsfeier und dem Entsetzen über die Teilnahme Russlands hat die Ukraine bei den Paralympics gleich einmal sportlich einige Ausrufezeichen gesetzt. Nach dem ersten Wochenende setzte sich das Team im Medaillenspiegel an die zweite Stelle hinter China. Die Emotionen angesichts der prekären Lage in der Heimat waren groß. "Ehre der Ukraine. Ich möchte meinen Sieg dem ganzen ukrainischen Volk und der ukrainischen Armee widmen, denn im Moment sind es schwere Zeiten in der Ukraine. Wir versuchen, die Ukraine so gut wie möglich zu repräsentieren", sagte die Para-Biathletin Oleksandra Kononowa mit Gold um den Hals unter Tränen. Sie sei "sehr glücklich, dass wir hier die ukrainische Hymne hören."

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Oleksandra Kononowa holte Gold im Biathlon. (Foto: REUTERS)

Auch Ljudmyla Ljaschenko, die im Biathlon Bronze holte, war sichtlich berührt. Sie fühle sich "geehrt, die Ukraine vertreten zu dürfen. Wir würdigen alle Sportler und Kämpfer, die in diesem Krieg gestorben sind." An den ersten beiden Wettkampftagen zeigte sich das ukrainische Biathlon-Team in Tesero trotz aller Sorgen wegen des russischen Angriffskrieges in Topform. Insgesamt holten sie zehn Medaillen, davon dreimal Gold. Im Vorfeld der Paralympics hatte es viel Wirbel um die Zulassung russischer und belarussischer Sportler unter eigener Flagge durch das Internationale Paralympische Komitee (IPC) gegeben. Die Ukraine fühlte sich dadurch verraten.

Quelle: ntv.de