Der Sport-Tag

Der Sport-Tag Hausverbot für Lokalzeitung: Steuer-Zoff um Großkreutz-Klub

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Bei TuS Bövinghausen ist Ajhan Dzaferoski viele Dinge: Vorsitzender, Mäzen und immer wieder umstritten.

(Foto: picture alliance / augenklick/Jürgen Fromme/ firo)

Der TuS Bövinghausen ist nicht allen Menschen in Deutschland ein Begriff. Doch der Dortmunder Vorortverein ist nicht nur ein weiterer Amateurverein, sondern einer, der sich unter anderem einen Weltmeister in seinen Reihen hält. Mit dem Ur-Dortmunder Kevin Großkreutz kam nicht nur der große Fußball an die Provinzialstraße im Westen der Stadt, auch der Erfolg gastiert dort seit einigen Jahren.

  • Das hängt auch mit dem Unternehmer Ajhan Dzaferoski zusammen, der sein Geld in den Klub steckt und ihn somit zur ersten Adresse im Amateurfußball der vom Bundesligisten Borussia Dortmund erdrückten Stadt machte. Doch der sportliche Aufstieg hat seinen Preis: Nicht nur die lokale Presse schaut genauer, auch die Steuerfahndung interessiert sich plötzlich für den Klub.
  • Die, so berichtet die Lokalzeitung "Ruhr Nachrichten", soll fündig geworden sein. Die Staatsanwaltschaft ermittelte, eine Steuerrückzahlung in "niedriger sechsstelliger Höhe" soll verlangt worden sein und der Ärger endete dort nicht. Denn obwohl sich die Staatsanwaltschaft und die Finanzverwaltung NRW gegenüber der Dortmunder Zeitung mit Verweis auf das Steuergeheimnis nicht äußern wollten, gelangte der Fall an die Öffentlichkeit.
  • Sehr zum Unmut des Klubs, der den "Ruhr Nachrichten" nun Hausverbot erteilt und Trainer Sebastian Tyrala und den Spielern um Kevin Großkreutz den Kontakt mit der Zeitung verboten haben soll. Die zog ihre Konsequenzen: "Deshalb stellt unser Verlag vorerst die Berichterstattung über den TuS Bövinghausen ein", teilte die Zeitung in ihrer Wochenendausgabe mit.

Quelle: ntv.de

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