Der Sport-TagKramer und Ginter regen sich über Mentalitäts-Debatte auf

Was nicht alles so im Sport der Einstellung zugeschrieben wird. Manchmal zu viel, finden die Fußball-Weltmeister Christoph Kramer und Matthias Ginter. "Bei diesem Thema könnte ich mich in Rage reden", sagte Kramer der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".
Wenn man im Fußball Dinge nicht erklären könne, "ist man immer schnell dabei, zu sagen: Der ist einen Schritt zu spät, kommt nicht in die Zweikämpfe, die Mannschaft will nicht so richtig." Das liege aber immer am Spiel und nicht an den mentalen Eigenschaften, sagte er.
Ginter nannte als Beispiele für die Unsinnigkeit der Diskussion seinen eigenen Klub Borussia Mönchengladbach und Schalke 04. In der vorigen Saison sei den Gladbachern vorgeworfen worden, "dass wir nicht die Mentalität hätten, dabei ist die Mannschaft jetzt fast die gleiche, unsere Mentalität hat sich nicht geändert", sagte er. Die Schalker seien im vergangenen Jahr hingegen als "Mentalitätsmonster" bezeichnet worden, "weil sie dauernd Spiele mit 1:0 gewonnen haben", fügte er an. Jetzt seien da immer noch "die gleichen Spieler, der gleiche Trainer, und plötzlich haben sie angeblich ein Mentalitätsproblem. Das ist einfach Blödsinn."