Der Sport-Tag"Ohne seine Information ...": Schiri-Chef verteidigt Zwayer
Schiedsrichter-Chef Lutz Michael Fröhlich hat sich in der Debatte um Felix Zwayer vor seinen Schützling gestellt. Nach Ansicht Fröhlichs wird Zwayers Rolle im Hoyzer-Skandal oftmals nicht korrekt dargestellt. "Was viele nicht wissen: Felix Zwayer gab damals den entscheidenden Impuls für die Aufklärung des sogenannten Hoyzer-Skandals", sagte Fröhlich der "Sport Bild": "Ohne seine Information hätte es damals, zu diesem Zeitpunkt, keine Anzeige des Vorfalls gegeben."
2004 hatte Zwayer den Akten zufolge als Assistent Geld vom Drahtzieher Robert Hoyzer angenommen. Später deckte er den Skandal mit auf, eine Manipulation wurde ihm trotz Sperre nie nachgewiesen.
Über Bellinghams Kritik an Zwayer sagte Fröhlich: "Die Aussage gehört sich nicht. Sie ist aber augenscheinlich auch das Ergebnis, dass einzelne Personen dieses Thema in 17 Jahren immer wieder strapaziert haben."
Damit bezieht sich Fröhlich augenscheinlich auf Manuel Gräfe, der an der Aufdeckung des Hoyzer-Skandals maßgeblich beteiligt war. Der Ex-Referee ist der Meinung, dass Zwayer aufgrund seines damaligen Verhaltens nicht mehr als Schiedsrichter im Profibereich aktiv sein dürfte.