Der Sport-TagOlympia ohne "schönste Wellen der Welt"? Wettbewerb könnte verlegt werden
Die Surf-Wettbewerbe der Olympischen Spiele 2024 finden womöglich doch nicht am berühmten Spot Teahupoo auf Tahiti statt. Moetai Brotherson, der Präsident Französisch-Polynesiens, bestätigte der Nachrichtenagentur AFP, dass er aus Umweltschutzgründen den Umzug an einen anderen Ort der Südseeinsel erwäge.
Die Austragung der Wettbewerbe in dem traditionsreichen Ort Teahupoo ist bei Umweltschützern, Anwohnern und Surfern hoch umstritten. Ihrer Meinung nach würde die fragile Unterwasserwelt in der Lagune durch den geplanten Bau eines Aluminiumturms für die Kampfrichter in den Meeresboden nachhaltig geschädigt werden.
Brotherson, erst seit Mai Präsident des französischen Überseegebietes, teilt die Befürchtungen. Er plant nun die Verlegung der Wettbewerbe in das weniger bekannte, aber leichter zugängliche Taharuu auf dem großen Inselteil Tahiti Nui. "Das ist ein Badeort mit der gesamten nötigen Infrastruktur. Wenn wir uns schon bei der ursprünglichen Planung dafür entschieden hätten, hätten wir eine ganze Reihe an Problemen vermeiden können", sagte Brotherson.