Der Sport-TagVettel verrät seine klare Haltung zum Verbrenner-Verbot
Sebastian Vettel sieht dem möglichen Verbot der Neuzulassung von Autos mit Verbrenner-Motor ab 2035 gelassen entgegen. Das sei "in gewisser Weise eine Phantomdiskussion", sagt der vierfache Formel-1-Weltmeister im Gespräch mit RTL/ntv, da er davon ausgeht, dass sich "bis dahin schon sehr viel von alleine geregelt haben wird". Also ein Wandel weg vom Verbrenner und hin zu Antrieben mit erneuerbaren Energien.
Zwar finde Vettel "als Verbrenner-Fan gewisse Dinge am Verbrenner toll. Aber man muss sich der Zukunft öffnen, offen sein, für Neues." Der 36-Jährige denkt "ohnehin nicht, dass 2035 noch Verbrenner verkauft werden. Ich glaube aber, dass E-Fuels eine zentrale Rolle spielen werden als Brückentechnologie. Gerade auch in der Logistik, was die Schifffahrt angeht, was das Fliegen angeht. Ich glaube, dass dort auf absehbare Zeit noch keine Lösungen außer synthetische Kraftstoffe zur Verfügung stehen werden."
Vettel hatte im vergangenen Jahr selbst die Leistungsstärke klimaneutraler Kraftstoffe unterstrichen. Vor dem Großen Preis von Großbritannien drehte er in Silverstone einige Runden mit einem davon angetriebenen Williams-Boliden aus dem Jahr 1992. Er geht davon aus, dass "synthetische Kraftstoffe" künftig "auch im Motorsport [...] eine große Rolle spielen werden".