Formel1

Besondere Ehre zum Geburtstag Vettel fährt mit Weltmeister-Auto in Silverstone

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"Red 5" ist der Spitzname des Williams, in dem Nigel Mansell 1992 den WM-Titel gewann.

(Foto: REUTERS)

Formel 1 ist für Sebastian Vettel nicht nur ein Beruf, sondern auch Leidenschaft. Die Historie der Rennserie begeistert den Ex-Weltmeister, der sich an seinem 35. Geburtstag einen besonderen Wunsch erfüllt. Vor dem britischen Grand Prix dreht er einige Runden im Weltmeister-Williams der Saison 1992.

Sebastian Vettel hat sich zu seinem 35. Geburtstag mit ganz besonderen Ehrenrunden beschenkt. Der Hesse steuerte kurz vor seinem Start im Formel-1-Rennen in Silverstone noch den 30 Jahre alten Rennwagen des Ex-Weltmeisters Nigel Mansell über die Strecke. "Ich war ziemlich aufgeregt. Dann hat das Auto mich permanent angeschrien: Los, schneller, geht noch", sagte Vettel dem TV-Sender Sky. Der 68 Jahre alte Mansell sah den Runden von der Boxenmauer zu.

1992 hatte der Brite in dem FW14B den WM-Titel und auch den Grand Prix in Silverstone gewonnen. Vettel hatte das Auto vor einigen Jahren gekauft. "Ich bin ein Riesenfan von dem Auto und der Zeit", sagte der Aston-Martin-Pilot. Vettel eilt längst der Ruf eines wandelnden Formel-1-Lexikons voraus, was er im vergangenen Jahr auch eindrucksvoll unter Beweis stellte.

Im Rahmen der Videoserie "Grill The Grid", in der die Fahrer verschiedene Aufgaben und Fragen bewältigen müssen, war die chronologische Nennung aller Weltmeister von heute bis 1950 gefordert. Während die meisten Piloten zwischen 10 und 20 Ex-Champions erinnern konnten, zählte Vettel augenscheinlich mühelos alle Weltmeister auf, ehe er seine eindrucksvolle Vorstellung mit Premierensieger Alberto Ascari beendete.

Betankt hatte Vettel den Rennwagen mit einer CO2-neutralen Mischung aus Biosprit und E-Kraftstoffen. Der viermalige Weltmeister engagiert sich seit einiger Zeit öffentlich stark für den Schutz von Klima und Umwelt. Seine berufsbedingt schlechte Klimabilanz schönt der vierfache Weltmeister nicht, sagte der BBC jüngst aber auch: "Ich mache mir Sorgen um die Zukunft. Die Fragen um Energie und die Abhängigkeit von Energie beschäftigen mich. Wir müssen aufhören, von fossiler Energie abhängig zu sein. Und das können wir. Es gibt Lösungen dafür."

Auch von seiner Familie gab es für Vettel ein besonderes Geschenk für den Rennsonntag. Als Überraschung hatten seine drei Kinder den Helm des Heppenheimers bunt bemalt und beschriftet, unter anderem mit den Worten "so much love" (so viel Liebe). Außerdem hatten sie 35 Kerzen aufgemalt, eine für jedes Lebensjahr.

Quelle: ntv.de, tsi/sid

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