Der Sport-Tag"Wir werden uns nicht entschuldigen": Barça-Boss bleibt gegenüber UEFA aufmüpfig
Die Verfechter einer neuen Super League wollen offenkundig auf Konfrontationskurs zur Europäischen Fußball-Union (UEFA) bleiben. "Das Projekt ist immer noch am Leben", erklärte Präsident Joan Laporta vom FC Barcelona auf einem Mitgliedertreffen und versprach aufgrund angeblich "finanzieller Nachhaltigkeit" des bislang nicht zustande gekommenen Konkurrenzwettbewerbs zur Champions League erneut Jahreseinnahmen in Höhe von "mindestens 700 Millionen Euro".
Zugleich ließ Laporta auch die Strategie seines Vereins sowie der beiden verbliebenen Super-League-Antreiber Real Madrid und Juventus Turin in der juristischen Auseinandersetzung mit der UEFA durchblicken: "Wir werden uns nicht dafür entschuldigen, in der Welt des Fußballs Herr über unser eigenes Schicksal sein zu wollen. Die UEFA ist faktisch ein Monopol."
Laportas Monopolvorwurf deutet vermutlich die geplante Vorgehensweise der drei aufmüpfigen Vereine an. Denn ein Gericht in Spaniens Hauptstadt Madrid hatte der UEFA bereits Ende April Maßnahmen gegen das Super-League-Projekt und die dazugehörigen Vereine untersagt und das Verfahren außerdem an den Europäischen Gerichtshof (EuGH) wegen der Klärung wettbewerbsrechtlicher Fragen weitergeleitet.