Der Sport-Tag

Der Sport-TagWirbel bei Olympia: Steven van de Velde spricht über die Wut gegen ihn

14.08.2024, 10:51 Uhr

Der niederländische Beachvolleyballer Steven van de Velde musste bei den Olympischen Spielen wütende Pfiffe und Buhrufe aushalten. Der 30-Jährige wurde 2016 in England verurteilt, weil er Sex mit einem damals 12 Jahre alten Mädchen hatte. Van de Velde wird per internationalem Haftbefehl nach England ausgeliefert und dort zu vier Jahren Haft verurteilt. Nach einem Jahr wird er an seine Heimat ausgeliefert und kommt einen Monat später frei. In den Niederlanden sind die Gesetze liberaler. Seine Tat wird als Unzucht gewertet, ein minderschweres Vergehen. Das Urteil als Kindesvergewaltiger hängt ihm aber weiter an. Vor allem bei den Olympischen Spielen.

Im Interview mit dem niederländischen Sender NOS sagt er nun: "Ich kann nicht ändern, was die Leute über mich denken. Man kann mich für immer für das verantwortlich machen, was passiert ist, und das ist in Ordnung, denn so ist es nun einmal. Es ist ihr Recht. Also akzeptiere ich das." Er zeigte sogar Verständnis für den Unmut: "Willst du jemanden mit dieser Geschichte? Kann er auf dem Podium stehen? Das sind legitime Fragen." Vor den Spielen hatte er überlegt, seine Teilnahme abzusagen. Doch er entscheidet sich dagegen. "Ich dachte: Das will ich nicht. Ich werde anderen nicht die Macht geben zu entscheiden, dass sie mich weg schikanieren oder loswerden können."

Quelle: ntv.de