Der Sport-Tag

Der Sport-TagZweitliga-Dino vor dem Abstieg: Trainer kann Fan-Wut "komplett verstehen"

15.05.2026, 13:47 Uhr
00:00 / 01:53

Vor dem Abstiegs-Endspiel der SpVgg Greuther Fürth in der 2. Fußball-Bundesliga kann Trainer Heiko Vogel den Unmut der eigenen Fans verstehen. "Wir sind in einer Situation, die maximal prekär ist", unterstrich der Coach vor der Partie gegen Fortuna Düsseldorf am Sonntag (15.30 Uhr/Sky und im Liveticker auf ntv.de), bei der die Franken gegen den Absturz in die 3. Liga kämpfen. "Alles andere als wütende und mit Unverständnis reagierende Fans wären nicht angebracht. Ich kann die Unruhe vollends verstehen", räumte Vogel ein.

Nach dem 1:2 zuletzt in Berlin trotz mehr als einstündiger Überzahl waren die Spieler vor der Gästekurve von den Anhängern beschimpft worden. In dieser Woche gab es dann eine Online-Petition gegen die Vereinsführung, der die Schuld an dem Absturz in den vergangenen Monaten gegeben wird. "Ich muss es ausblenden", sagte Vogel dazu. Er ist sich aber im Hinblick auf seine Spieler bewusst, dass solche Aktionen "mit Sicherheit an sie herangetragen werden".

Seit der Saison 1997/98 spielt Fürth in der 1. oder 2. Liga - nun droht nach fast drei Jahrzehnten wieder der Absturz in die Drittklassigkeit. Die Ausgangslage ist einigermaßen simpel: Ein Remis oder eine Niederlage gegen Düsseldorf bedeuten den sicheren Abstieg. Selbst ein Sieg mit weniger als drei Toren Differenz kann nicht reichen, wenn parallel sowohl Arminia Bielefeld nicht gegen Hertha BSC und Eintracht Braunschweig nicht deutlich bei Schalke 04 verlieren. Gewinnt Fürth mit mehr als drei Toren Abstand, ist mindestens die Relegation sicher und abhängig von den anderen Partien auch die direkte Rettung möglich.

Quelle: ntv.de