Formel1

"Fahren mit Sicherheit 2021" Mercedes bekennt sich zur Formel 1

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Mercedes wird wohl auch über die kommende Saison hinaus ein Werksteam in der Formel 1 stellen.

(Foto: imago images/HochZwei)

Britische Medien berichten, dass Mercedes in der Formel 1 ab 2021 kein Werksteam mehr ins Rennen schicken will. Die Konzernspitze dementiert schnell, jetzt positioniert sich auch die Leitung des Rennstalls eindeutig - und kommentiert ihre wichtigste Personalie.

Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff ist den Gerüchten um einen Ausstieg des Stuttgarter Automobilherstellers aus der Formel 1 zur übernächsten Saison energisch entgegengetreten. "Mercedes fährt mit Sicherheit 2021. Wir wollen dabeibleiben. Die Formel 1 macht für uns Sinn", sagte der Chef des Weltmeister-Rennstalls der vergangenen sechs Jahre "auto, motor und sport".

Britische Medien hatten in der Vorwoche berichtet, Mercedes würde bei einer Vorstandssitzung am 12. Februar über einen Ausstieg zum Jahresende entscheiden. Daimler-Vorstandschef Ola Källenius dementierte sogleich. Mercedes muss sich allerdings in den nächsten Monaten verbindlich entscheiden. Zur Formel-1-Saison 2021 wird mit dem neuen Grundlagenvertrag auch ein grundlegend verändertes Reglement eingeführt, bei dem ein Budgetdeckel sowie technische Vorgaben die Schlüsselelemente sind.

"Wenn du dir zehn Monate auf der Pelle sitzt ..."

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"Die Rahmenbedingungen müssen stimmen", sagte Wolff: "Die Formel 1 muss als solche funktionieren. Wir wollen ein Concorde Abkommen haben, mit dem wir gut leben können. Es muss ein gut ausbalancierter Vertrag sein, für uns und auch die kleineren Teams. Die Formel-1-Führung will den Teams bis zum Sommer Zeit geben bei der Entscheidungsfindung.

Bezüglich der anstehenden Vertragsgespräche mit dem sechsmaligen Weltmeister Lewis Hamilton, dessen Kontrakt am Jahresende ausläuft, gab sich Wolff betont gelassen: "Wenn du dir zehn Monate lang auf der Pelle sitzt, ist es wichtig, auch einmal Abstand zu nehmen. Wenn es im Februar wieder losgeht, werden wir uns hinsetzen und diskutieren."

"Werden wir sie einsetzen? Ich bezweifle es."

Neben Mercedes hatte sich bereits Ferrari zu einer Zukunft in der Formel 1 bekannt, auch, weil im neuen "Concorde Agreement" für die Jahre 2021 bis 2025 weiter die nicht unumstrittene Veto-Klausel enthalten sein wird, die es dem italienischen Traditionsrennstall erlaubt, ein Veto gegen technische Regeländerungen einzulegen. "Wir haben die Vetorechte behalten", bestätigt der Ferrari-Vorsitzende Louis Camilleri schon im November in einem Interview mit der 'Financial Times'.

Die Klausel sei nicht nur für Ferrari "entscheidend, sondern auch für die Formel 1" insgesamt. "Werden wir sie je einsetzen? Ich bezweifle es. Sorgt die Tatsache, dass wir es haben, für Aufmerksamkeit? Ich denke schon."

Quelle: ntv.de, ter