Advocaat darf doch Rekord feiernDFB-Gegner Curacao bestätigt Trainer-Kehrtwende per SMS

Dick Advocaat führt Curacao zur Fußball-Weltmeisterschaft, danach muss er aus persönlichen Gründen zurücktreten. Doch seinem Nachfolger vertrauen sie nicht - und so kehrt der Niederländer zurück.
Deutschlands Auftaktgegner Curacao geht mit seinem Erfolgstrainer Dick Advocaat in die Fußball-WM in den USA, Mexiko und Kanada. Wie die Nachrichtenagentur AFP von Curacaos Verbandspräsident Gilbert Martina per SMS erfuhr, kehrt der Niederländer zurück und ersetzt seinen Landsmann Fred Rutten, der am Montag wegen interner Probleme zurückgetreten war. Spieler und Sponsoren hatten sich zuvor gegen Rutten ausgesprochen.
Advocaat hatte das Team zur WM-Teilnahme geführt. Im Februar war er jedoch zurückgetreten, um sich um seine schwer erkrankte Tochter zu kümmern. Mittlerweile soll es dieser wieder besser gehen, sodass einem WM-Engagement Advocaats aus privater Sicht nichts mehr entgegenstand.
Rutten war erst seit Februar im Amt, entschied sich aber doch für den vorzeitigen Abschied und gegen die WM-Teilnahme. "Es darf kein Klima herrschen, das ein gesundes professionelles Verhältnis innerhalb der Mannschaft oder des Trainerteams gefährdet", hatte er am Montag gesagt: "Deshalb ist der Rücktritt die richtige Entscheidung. Die Zeit drängt, und Curacao muss vorankommen. Ich bedauere den Verlauf der Dinge, wünsche aber allen Beteiligten alles Gute."
Mit 78 Jahren würde der frühere Gladbach-Coach Advocaat Otto Rehhagel (72 Jahre bei der WM 2010) als ältesten Trainer bei einer Weltmeisterschaft ablösen. Curacao startet am 14. Juni gegen das DFB-Team in die Weltmeisterschaft, ehe am 21. und 25. Juni die Duelle mit Ecuador und der Elfenbeinküste folgen.