Tausende ungebetene GästeNeuer Gegner nagt an Trumps Käfigkampfspektakel

Anlässlich des 250. Jahrestags der amerikanischen Unabhängigkeit wird MMA-Veranstalter UFC die erste Sportveranstaltung überhaupt im Weißen Haus abhalten. Der neue Rosengarten von US-Präsident Trump sorgt nun für ein nerviges Problem.
4500 Menschen werden beim MMA-Event auf dem Rasen vor dem Weißen Haus in Washington um den Käfig herum sitzen, weitere 85.000 das Spektakel vor dem Ellipse Park verfolgen. Der Veranstalter Ultimate Fighting Championship (UFC) sieht sich nun mit zigtausenden ungebetenen Gästen konfrontiert, die das Event stören könnten. Nach dem Eröffnungsdinner des Rosengartens vor dem Weißen Haus zeigte sich UFC-Boss Dana besorgt, eine Insektenplage könnte die Veranstaltung am 14. Juni heimsuchen. An diesem Tag wird US-Präsident Donald Trump 80. Wenige Wochen später, am 4. Juli, feiert das Land 250 Jahre Unabhängigkeit.
"Die Menge an Mücken, die da herumflogen … Da dachte ich nur: 'Heilige Scheiße …'", sagte White im Podcast von Rich Kleiman. White habe umgehend sein Produktionsteam in Kenntnis gesetzt. Die riesigen Lichtanlagen für eine solche Open-Air-Produktion könnten sogar noch mehr Insekten anziehen, so White. White räumte zudem ein, dass Mücken, Motten und Co. zu einer echten Störung für die Kämpfe im Ring werden könnten. Nur eine kleine Ablenkung könnte schon den Ausgang des Kampfes verändern und "stellen sie sich vor, sie fliegen in Mund und Nase", sagte der 56-Jährige.
Im Podcast erinnerte Gastgeber Richman in diesem Moment an die berühmte Niederlage der New York Yankees im Jahr 2007, als Pitcher Joba Chamberlain im achten Inning von Stechmücken befallen wurde und einen gefangenen Ball fallen ließ. Die Situation führte zum Ausgleich durch die Cleveland Indians, die letztlich auch gewinnen konnten.
Die Organisatoren erwägen nun verschiedene Maßnahmen zur Schädlingsbekämpfung wie von der US-Umweltschutzbehörde zugelassene Sprühmittel, Nebelbehandlungen und das Trimmen von Pflanzen, um den Lebensraum der Insekten einzuschränken. White brachte im Gespräch zudem große Industrieventilatoren ins Spiel. "Mücken haben es schwer im Wind", so White.
US-Präsident Donald Trump hatte Käfigkämpfe auf dem Gelände des Weißen Hauses zu seinem 80. Geburtstag bereits im April angekündigt. Seitdem sieht sich die UFC immer wieder mit neuen logistischen Problemen konfrontiert. Die Veranstaltung könnte sich wetterbedingt um einige Stunden verschieben, falls in der Vorhersage Gewitter angekündigt werden. "Wir arbeiten mit dem Militär zusammen", sagte White vor einigen Wochen. "Das Militär kennt also die Wettervorhersage für die nächsten zehn Tage und wird uns in diesen zehn Tagen alle zwei Stunden informieren. Ab sieben Tagen vor der Veranstaltung werden sie uns stündlich informieren. Das Einzige, was uns wirklich das Wasser abgraben könnte, ist Blitzschlag." Durch die Vorhersage könne man den Beginn des Events zwei Stunden vor oder nach hinten schieben.
Trump ist ein großer MMA-Fan. Der US-Präsident ist regelmäßig bei Events der UFC vor Ort dabei. MMA vereint verschiedene Disziplinen miteinander. Kämpfer nutzen bei ihren Duellen auf käfigartigen Kampfflächen unter anderem Elemente und Techniken aus dem Boxen, Kickboxen und Ringen. Anders als etwa beim Wrestling sind die Kämpfe nicht gestellt.