Oktagon 88 im LiveblogPer "Suloev Stretch" - Detzel verbiegt Gegner wie eine Brezel

Hannover bekommt endlich sein heiß ersehntes Main Event zwischen Max Holzer und Khalid Taha. Der Hassgipfel war geprägt von Sticheleien, Provokationen und auch Beleidigungen. Bei Oktagon 88 findet das Duell einen sportlichen Sieger.
Hannover bekommt endlich sein heiß ersehntes Main Event zwischen Max Holzer und Khalid Taha. Der Hassgipfel war geprägt von Sticheleien, Provokationen und auch Beleidigungen. Bei Oktagon 88 findet das Duell einen sportlichen Sieger. Neben Holzer werden viele Lokalmatadoren der Stadt die große Bühne vor mehr als 10.000 Zuschauern für sich nutzen. Das Event können Sie hier im Liveblog oder auf RTL+ verfolgen.
Den Auftakt machte der kleine Bruder von Hauptkämpfer Holzer gegen den Berliner Paul Kulze. Zwar ist Jan Holzer noch Amateurkämpfer, aber ein besonders vielversprechender. Gegen den etwas erfahreneren Kulze dominierte Holzer von Beginn an. Er trieb seinen Gegner vor sich her und landete gute Treffer. Im Amateurbereich wird mit dickeren Handschuhen gekämpft, entsprechend hatten die wuchtigen Schläge Holzers zunächst weniger Wirkung.
Nach zwei Minuten hatte er Kulze aber weichgeklopft. Ein linker Haken brachte den Berliner zum Taumeln. Zwei weitere Treffer passierten die Deckung und Kulze ging zu Boden. Lokalmatador Holzer wurde frenetisch gefeiert.
Kabak zeigt sich unerbittlich
Der Hannoveraner Imran Daurbekov bekam es im Mittelgewicht mit Bedirhan Kabak zu tun. Ringer gegen Striker - so könnte man das Duell beschreiben. Vom herausragenden Ringen Daurbekovs war aber in der ersten Runde nichts zu sehen. Kabak verteilte stattdessen heftige linke Haken und klingelte den Mann von der Fightschool Hannover mehrfach an. In der zweiten Runde gelangen dem versierten Ringer mehrere Takedowns, aber Schaden konnte Daurbekov nur bedingt anrichten. Der Ringrichter richtete beide Kämpfer wegen Passivität wieder auf. So ging auch Runde zwei an den vermeintlichen Außenseiter Kabak.
Einen gescheiterten Takedownversuch nutzte Kabak dann, um seinen vorzeitigen Sieg einzuleiten. Er pinnte Daurbekov an den Käfig und setzte zum Schlaghagel an, bis der Referee dazwischenging.
Mit Justin Detzel sollte ein weiterer Kämpfer aus Hannover sein Glück versuchen. Der 22-Jährige bekam es Mate Kola aus Stockstadt zu tun. Detzel dominierte die erste Runde mit technischem Striking und nutzte seine Reichweitenvorteile. Kola zeigte sich zumindest von der Körpersprache stets präsent und landete bei seinen Vorstößen vereinzelt Treffer. In der zweiten Runde war Kola dann deutlich effektiver. Detzels Schlagkombinationen konnte er gut ausweichen und selbst mit Haken zum Erfolg kommen. In Runde drei leitete ein Fehler von Kola das Ende des Kampfes ein. Ein Ellbogenschlag ins Leere ermöglichte Detzel, den Rücken seines Gegners zu erobern. Von dort setzte er zum super seltenen Suloev Stretch an - eine schmerzhafte Überdehnung des Oberschenkelmuskels. Kola musste umgehend abklopfen.
Danielle Misteli ist für MMA-Verhältnisse in einem biblischen Alter. Die 49-jährige Schweizerin tragf auf Ivana Petrovic, die bereits in der UFC angetreten war. Die 31-Jährige setzte früh zum Takedown an und von da an dominierte die Serbin am Boden. Misteli musste harte Treffer einstecken. Aus der misslichen Position am Boden kam die Schweizerin nicht heraus. Petrovic landete Treffer um Treffer ehe der Ringrichter einschritt und Petrovic dadurch zur Siegerin ernannt.
Es folgt der Kampf von Haci Akseker und Raphael Federico...