Technik

Stiftung Warentest prüft 15 Tablets Das sind die besten iPad-Alternativen

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Das Toshiba Excite Write AT10PE-A-106 hat ein Display mit 2600 x 1600 Pixeln.

(Foto: Toshiba)

Was soll man kaufen, wenn man kein iPad haben will? Stiftung Warentest hat 15 Tablets mit anderen Betriebssystemen getestet und festgestellt: Auch für 340 Euro gibt es gute Geräte.

In der bisherigen Bestenliste von Stiftung Warentest stehen Apples iPad 4 und Samsungs Galaxy Note 10.1 (2013) gemeinsam an der Spitze. Für ihren neuen Bericht haben die Tester das erst seit Kurzem erhältliche iPad Air nur schnell unter die Lupe nehmen können und deswegen  auf eine Benotung verzichtet. Allerdings attestieren sie dem Gerät, einen noch etwas besseren Bildschirm als das iPad 4 zu haben, "ähnlich leistungsstark wie sein Vorgänger" und leichter zu sein. Wie bei allen Apple-Geräten kritisiert Warentest den nicht erweiterbaren Speicher und fehlende Standardanschlüsse. Das ebenfalls erst kürzlich erschienene neue Galaxy Note 10.1 hat es gar nicht mehr in die Testlabors geschafft.

Nicht alle aktuellen Geräte im Test

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Schick, gut verarbeitet und ausdauernd: das Asus Memo Pad FHD 10

(Foto: Asus)

Microsofts Surface 2 wurde ebenfalls in einem Schnelltest abgehandelt. Gelobt wird seine erheblich längere Akku-Laufzeit und seine höhere Rechenleistung. Allerdings sei es noch genauso schwer wie sein Vorgänger und Windows 8.1 kein "perfektes Tablet-Betriebssystem".

Insgesamt hat sich die Stiftung im fürs Weihnachtsgeschäft wichtigen Dezember-Heft 15 Tablets angesehen, 13 mit dem Betriebssystem Android, 2 mit Windows 8. Letztendlich sehen die Tester derzeit für Käufer aber nur in Android-Tablets echte Alternativen zu den iPads, da es für Windows 8 zwar eine große Auswahl an Programmen gäbe, die aber in den allermeisten Fällen kaum Touchscreen-tauglich seien. Das Angebot an optimierten Windows-Apps sei vergleichsweise klein. Das Surface Pro und das Acer Iconia W3-810 belegten im Test auch nur die beiden letzten Plätze. Tablets mit Windows RT hat Stiftung Warentest nicht geprüft.

Android-Nutzer haben größere Auswahl

Die Entscheidung zwischen den Betriebssystemen Android und iOS ist laut Stiftung Warentest Geschmackssache. Beide Systeme funktionierten gut und für beide Systeme gäbe es ein enormes Software-Angebot. "Aber nur Android-Nutzer haben eine große Auswahl an Geräten - und damit auch die Wahl zwischen preiswert und teuer." Bis auf ein Gerät haben alle Spitzenreiter außerdem Einschübe für microSD-Karten. Apropos Software-Angebot: Stiftung Warentest hat die Geräte mit vorinstallierten Apps getestet.

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Samsungs Galxy Note 8.0 wurde insgesamt am besten bewertet.

(Foto: Samsung)

Bei den großen Tablets mit Bildschirmen zwischen 9,2 und zehn Zoll schnitt das rund 700 Euro teure Toshiba Excite Write AT10PE-A-106 mit der Gesamtnote 2,1 am besten ab. Die Prüfer heben besonders das sehr hochauflösende, aber kratzempfindliche Display und den mitgelieferten Eingabestift hervor. Der Akku ist allerdings nur "befriedigend". Ohne Mobilfunkmodem kostet es 600 Euro.

Fast ebenso gut (2,2) wurde das Asus Memo Pad FHD 10 bewertet. Es hat einen ausdauernden Akku, ist sehr gut verarbeitet und bietet wie das Toshiba-Tablet einen HDMI-Ausgang. Das Testgerät mit Mobilfunkmodul hat 32 Gigabyte internen Speicher und kostet 340 Euro. Die Variante, die nur über WLAN ins Internet geht, ist bereits für 295 Euro zu haben.

Knapp hinter dem Memo Pad folgt das Samsung Galaxy Tab 3 10.1, mit dessen Mobilfunkmodul man auch telefonieren kann. Das Galaxy Tab ist sehr gut verarbeitet und hat ein sehr helles Display, sein Akku ist "gerade noch gut", weil er sehr lange lädt. Mit und ohne 3G-Modul kostet es 445 oder 340 Euro.

Samsung holt Gesamtsieg

In der Klasse der Tablets mit Touchscreens zwischen 6,9 und 8 Zoll hat Samsung mit seinem Galaxy Note 8.0 den Testsieg holen können. Das Gerät mit ausgeklügelter Stifteingabe hat ein sehr helles Display, eine sehr ausdauernde Batterie und ein Mobilfunk-Modul, das auch Telefonate gestattet. Preis: rund 415 Euro, 315 Euro ohne Mobilfunkmodul. Die Note 1,9 bedeutet auch den Gesamtsieg.

Das von Asus gefertigte erste Google Nexus 7 hat es mit der Note 2,1 und dem besten Display der Testkandidaten auf den zweiten Platz geschafft. Es ist handlich, sehr gut verarbeitet, hat einen starken Akku, aber keinen erweiterbaren Speicher. Das LTE-Gerät mit 32 Gigabyte Speicher kostet 350, ohne Mobilfunkmodem 270 Euro. Stiftung Warentest hat das Nexus 7 herabgewertet, da es ohne Gebrauchsanleitung und Hilfe ausgeliefert wird. Online steht auf der Support-Seite beides jedoch ausführlich zur Verfügung.

Obwohl die Prüfer beim Acer Iconia A1-811 eine schwache Textlesbarkeit und teilweise geringe Blickwinkel kritisieren, ist das Gerät mit der Gesamtnote 2,7 das drittbeste kleine Tablet im Test. Immerhin ist sein Akku "gerade noch gut" und es hat einen HDMI-Ausgang. Mit UMTS-Modem und 16 Gigabyte Speicher kostet es fast 240 Euro, ohne Mobilfunk-Modem nur rund 170 Euro.

Quelle: ntv.de, kwe

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