Was bedeuten schon Abmachungen?Apple veräppelt Verlage
Computerhersteller Apple fordert von den deutschen Zeitungsverlagen, ihre Inhalte künftig nur noch über iTunes zu verkaufen. Damit verblieben aber Apple 30 Prozent des Umsatzes und die Kundendaten der Verlage.
Zwischen dem Computerhersteller Apple und den deutschen Zeitungsverlagen bahnt sich ein heftiger Streit an: Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) will über eine Aufforderung des Konzerns beraten, digitale Zeitungsverkäufe künftig über die Apple-Software iTunes abzuwickeln, wie der "Focus" berichtete. "Wir haben einen Termin vorgezogen, um über das weitere Vorgehen zu beraten", sagte Hans Joachim Fuhrmann vom BDZV dem Magazin.
Apple will dem Bericht zufolge erreichen, dass die Verlage ihre Verkäufe an iPad-Nutzer künftig über den iTunes-Store abwickeln, über den auch Apps für das iPhone oder Musikdownloads vertrieben werden. Damit verblieben aber bei dem Computerhersteller 30 Prozent des Umsatzes und die Kundendaten der Verlage. Bisher hatte Apple diesen auch App-Inhalte genehmigt, die nicht über iTunes verkauft werden mussten (In-App-Verkäufe). Viele Zeitungen hätten Geschäftsmodelle entwickelt, die dann künftig so nicht mehr erlaubt wären, sagte Fuhrmann dem "Focus". "Es kann nicht sein, dass sich Apple nicht an Abmachungen hält."