Technik

Bilder zeigen "Mercury" Blackberry haut ein letztes Mal in die Tasten

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(Foto: Weibo)

Fans von Tastatur-Smartphones erhalten offenbar noch eine letzte Chance, ein "echtes" Blackberry zu kaufen. Im Internet tauchen Fotos auf, die wichtige Details des "Mercury" zeigen.

Nachdem Blackberrys Marktanteil nicht mehr über eine Null vor dem Komma herauskam, zog der kanadische Hersteller im September endgültig die Reißleine. CEO John Chen verkündete bei der Bekanntgabe der Quartalszahlen, Blackberry werde keine Hardware mehr selbst entwickeln. Künftige Smartphones mit dem einst so stolzen Markennamen sollen von Lizenz-Herstellern kommen, denen die Kanadier lediglich die Software liefern. Genau genommen ist Blackberry schon kein Hardware-Hersteller mehr, auch die jüngsten Modelle DTEK50 und DTEK60 stammen bereits von Alcatel-Mutterkonzern TCL. Immerhin war Blackberry aber noch Auftraggeber. Und wie "Bloomberg" im November berichtete, kündigte John Chen noch ein weiteres von Blackberry entwickeltes Smartphone mit physischer Tastatur an.

Jetzt hat die Website "Crackberry" Fotos im chinesischen Weibo-Netzwerk entdeckt, die das letzte "echte" Tastatur-Blackberry mit dem Codenamen "Mercury" zeigen sollen. Es könnte sich natürlich um eine Fälschung handeln, dann aber um eine sehr gut gemachte. Das Gerät ähnelt einer Grafik, die "GSMArena" kurz nach Chens Ankündigung zeigte. Vermutlich handelte es sich dabei um eine interne Präsentation des Herstellers.

Eigenwilliges Verhältnis

Den Fotos nach hat das vermeintliche Blackberry "Mercurry" ein sogenanntes 2D-Display, bei dem das Abdeckglas an den Seiten leicht gebogen ist. Auch die äußeren Tasten des Keyborads folgen dieser Linie. Außerdem sind ein Metallgehäuse zu erkennen und auffällig große Kamera- und Sensor-Öffnungen über dem Bildschirm.

Weiteren Informationen von "GSMArena" zufolge misst das Display 4,5 Zoll und hat ein für Blackberry typisch eigenwilliges Seitenverhältnis von 3:2. Im Inneren soll ein 2 Gigahertz schneller Qualcomm-Prozessor werkeln, der auf 3 Gigabyte Arbeitsspeicher zugreifen kann. Auf der Rückseite soll eine 18-Megapixel-Kamera sitzen, die Frontkamera soll Bilder mit 8 Megapixeln liefern. Als Betriebssystem kommt voraussichtlich Android in der jüngsten Version 7 ("Nougat") zum Einsatz. Eventuell stellt Blackberry das "Mercury" bereits im Januar bei der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas vor. Ein weiterer möglicher Termin ist der Mobile World Congress, der Ende Februar 2017 in Barcelona startet.

Quelle: ntv.de, kwe