Technik
Dienstag, 02. Juni 2009

Massaker-Jubiläum: China würgt Twitter & Co. ab

China hat vor dem 20. Jahrestag des Tiananmen-Massakers mehrere Internet-Dienste gesperrt, darunter die sozialen Netzwerke Twitter, MySpace und Flickr.

(Foto: AP)

China hat vor dem 20. Jahrestag des Tiananmen-Massakers mehrere Internet-Dienste gesperrt. Aufgebrachte chinesische Internet-Benutzer klagten, unter anderem sei der Zugang zu dem Text-System Twitter und Microsofts Hotmail-Dienst unterbrochen. Andere berichteten von erfolglosen Versuchen, Yahoos Fotodienst Flickr zu erreichen. "Das ist so frustrierend. Jetzt habe ich das Gefühl, dass es in China genauso zugeht wie im Iran", sagte ein Banker in Shanghai. Der Technologie-Experte Kaiser Kuo sagte dagegen in Peking, dies sei für China ein ganz normaler Vorgang. "Die einzige Überraschung für mich ist, dass sie so lange gewartet haben."

Donnerstag ist der vierte Jahrestag des Massakers auf dem Platz des Himmlischen Friedens am 4. Juni 1989. Damals hatte die kommunistische Regierung die Demokratiebewegung mit Panzern niedergeschlagen. Die Regierung hat nie die Zahl der Toten bekanntgegeben und spricht offiziell von einer kontra-revolutionären Verschwörung.

Quelle: n-tv.de