Technik

Geld und Rohstoffe sparenComputer-Recycling lohnt

22.11.2002, 11:52 Uhr

Die Wiederverwendung von Rechnern ist höchst rentabel, fanden Umweltexperten der Technischen Universität Berlin heraus.

Rund 250.000 Tonnen veraltete oder defekte Computer werden in Deutschland jedes Jahr verschrottet - auf Güterwagen verladen, würde der Zug von Berlin bis Hannover reichen. Ein von Umweltexperten der Technischen Universität Berlin geleitetes Projekt hat jetzt nachgewiesen, dass eine Wiederverwendung der Rechner nicht nur möglich, sondern auch höchst rentabel ist und zudem Rohstoffe und Umwelt schont.

Wie die Kooperations- und Beratungsstelle für Umweltfragen der TU berichtete, sind unter Einrechnung der Energie- und Rohstoffgewinnung 14 Tonnen Material und 33.000 Liter Wasser notwendig, um einen einzigen PC herzustellen, der oft schon nach drei Jahren zu Müll wird.

Das vom Bundesbildungsministerium mit 1,3 Millionen Euro geförderte Projekt "ReUse Computer" verschafft den Rechnern eine zweite Lebensphase. In dem Projekt bilden Entsorgungsfirmen, Reparaturdienstleister und Computerhändler ein Kooperations-Netzwerk. Alle brauch- und reparierbaren Bestandteile werden wieder verwendet. Die recycelten PCs werden von den Händlern für 50 bis 300 Euro oder etwa 30 Prozent des Neupreises verkauft.

Nach Einschätzung der TU-Experten sind Recycling-Computer angesichts knapper Kassen sowohl für die Privatwirtschaft als auch für den öffentlichen Dienst interessant. Allein für das eigene Haus, die TU Berlin, haben die Experten bei 6.000 Mitarbeitern und rund 4.800 Computerarbeitsplätzen ein Einsparpotenzial bis zu sieben Mio. Euro errechnet.