Technik

675.000 Dollar Strafe Filesharer will Gerechtigkeit

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Napster existiert unter neuer Führung legal weiter und bietet Songs jetzt zum kostenpflichtigen Download an.

Ein US-Student, der 675.000 Strafe zahlen soll, weil er bei der Tauschbörse Napster 30 Songs angeboten hat, fordert eine neue Gerichtsverhandlung oder zumindest eine Reduzierung der Strafe. Sie sei völlig überzogen und verfassungswidrig argumentiert sein Anwalt.

Apple habe auf das Urteil Einfluss genommen und letztlich mit der Kopierschutz-Verschlüsselung DRM der Verbreitung von Raubkopien Vorschub geleistet, heißt es in der Begründung des Juristen. Vor der Einführung von Apples Online-Musikladen iTunes hätten sich die Plattenfirmen außerdem komplett geweigert, legale Möglichkeiten für den Download ihrer Titel anzubieten, während Napster, Kazaa und andere Tauschbörsen dies verlockend einfach getan hätten.

Keine Alternativen?

Sein Mandant und viele andere hätten vor der Wahl gestanden, entweder illegal einzelne Songs herunterzuladen oder eine komplette CD zu kaufen, schreibt der Anwalt. Auch Musikdateien, die durch DRM nicht wirklich frei verfügbar gewesen seien, hätten keine wirkliche Alternative dargestellt.

Selbst wenn 22.500 Dollar für einen verteilten Song tatsächlich viel zu hoch erscheinen, ist es allerdings unwahrscheinlich, dass das Berufungsgericht, die Meinung des Anwalts teilt, die Strafe dürfe nicht höher sein, als bei iTunes pro Titel verlangt wird: 99 Cent.

 

 

Quelle: n-tv.de, kwe

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